29.11.2025

Wiedersehen mit Respekt

OZ_27.11.25

Matthis Jaeckel und die HSG Fürth/Krumbach wollen am Samstag im Heimspiel der Bezirksoberliga gegen den alten Rivalen HC VfL Heppenheim nichts anbrennen lassen. Bild: Philipp Reimer

Handball: Ingo Trumpfheller, Trainer der HSG Fürth/Krumbach, hält viel von seinem Heppenheimer Kollegen Aykut Demiryol.

Fürth. Derbyzeit in der Handball-Bezirksoberliga: Am Samstagabend um 19 Uhr empfängt die HSG Fürth/Krumbach den alten Rivalen HC VfL Heppenheim. Und diesmal hat das Duell für HSG-Trainer Ingo Trumpfheller eine ganz besondere Note: Auf der Bank der Heppenheimer sitzt seit dieser Saison Aykut Demiryol, früherer Mitspieler Trumpfhellers in Siedelsbrunn. „Ich freue mich auf das Wiedersehen“, sagt der Fürther Coach. Ich habe lang zusammen mit Aykut zusammen in meiner Heimat gekämpft und ich ich habe größten Respekt vor ihm und seiner Arbeit“, lobt Trumpfheller. „Er hatte schon auf dem Feld ein super Spielverständnis und Handballverstand und das vermittelt er nun sehr gut weiter.“

Dass die Heppenheimer bislang noch nicht richtig in Schwung gekommen sind, will Trumpfheller indes nicht überbewerten. Er spricht voller Achtung vor der jungen, spielstarken Mannschaft. „Und wenn es noch eine Warnung gebraucht hätte, dann ist es der Sieg der Heppenheimer am vergangenen Wochenende gegen Groß-Bieberau.“ Mit 4:14 Zählern steckt der HC VfL noch mitten im Abstiegskampf, will sich da aber möglichst schnell rausarbeiten. Auf dem Papier ist Fürth/Krumbach als Liga-Fünfter mit 13:5 Zählern haushoher Favorit. Zumal am vergangenen Wochenende auch noch der Spitzenreiter Trebur mit 33:32 bezwungen wurde. „Aber gerade nach solchen Spielen ist es enorm schwer, die Spannung so hochzuhalten, wie es sein muss“, warnt Ingo Trumpfheller: „Ich habe den Jungs direkt nach dem Trebur-Spiel und auch im Training deutlich gesagt, dass wir eine sehr konzentrierte und konstante Leistung brauchen, um Heppenheim zu schlagen.“

In seinen Augen gehört der HC VfL weiter nach vorne in die Tabelle. Es sei aber noch eine sehr junge Mannschaft, die noch entsprechende Schwankungen habe. „Bei allem Respekt vor Aykut Demiryol und seinen Heppenheimern: Wir wollen natürlich nachlegen und uns weiter festigen – in unserem Spiel und in der Tabelle.“

Für den früheren Siedelsbrunner Torjäger auf der HC VfL-Trainerbank ist Fürth „eine Top-Mannschaft“. In der vergangenen Saison wäre die HSG aufgrund des personellen Umbruchs noch weiter hinten zu finden gewesen, aber inzwischen stünde das Team bestens da. „Mit Yannik Kaiser hat Fürth zudem einen Spieler, der regelmäßig für zehn Tore gut ist. Auf ihn müssen wir natürlich besonders achten“, sagt Demiryol, „dürfen aber dabei die kompakte Mannschaft nicht aus den Augen verlieren.“

Bereits ihr letztes Spiel vor der Weihnachtspause absolvieren am Samstag (17 Uhr) die Bezirksliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach II, haben dazu den TSV Pfung-stadt II zu Gast. „In diesem Spiel wird viel davon abhängen, wie wir personell aufgestellt sind“, meint HSG-Trainer Norbert Metzger. So steht ein dickes Fragezeichen hinter Andreas Schmitt, der Kniebeschwerden hat. Definitiv fehlen wird Fabio Raabe. Dafür sollte immerhin Jacob Thiede wieder dabei sein. „Pfungstadt ist eine Mannschaft, gegen die wir zu Hause auf jeden Fall gewinnen wollen und die auch unsere Kragenweite hat“, so Metzger mit Blick auf die ebenfalls vier Zähler aufweisenden TSV-Handballer.

HSG-Frauen hoffen auf Sprung

Einen Sprung nach vorne in der Tabelle wollen die Oberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach mit einem Heimsieg (Sonntag, 18 Uhr) gegen den direkten Konkurrenten HSG Haibach/Glattbach machen. Die Fürtherinnen belegen aktuell mit 7:9 Zählern Rang sieben, Haibach kommt als Sechster mit 8:8 Punkten. „Für uns ist es wichtig, nachzulegen“, erklärt Trainer Daniel Werner. „Unser Sieg in Sulzbach war enorm wichtig, aber es sind immer noch nur zwei Punkte Vorsprung auf den Drittletzten“, rechnet er vor. Mit einer ähnlich couragierten Vorstellung wie zuletzt soll nun aber auch gegen Haibach/Glattbach ein Erfolg eingefahren werden, um dann ohne Druck in die letzten beiden Partien bis Weihnachten gegen Walldorf (3.) und Dietzenbach (4.) gehen zu können. Personell sieht es bei Fürth/Krumbach gut aus, alle Spielerinnen sind an Bord und mit den eigenen Zuschauern im Rücken gibt man sich zuversichtlich.

Zuvor, am Sonntag um 16 Uhr, treffen im Bezirksliga-Duell die Mannschaften der HSG Fürth/Krumbach II und des TSV Pfungstadt II auf einander. Dabei will Fürth seinen Aufwärtstrend der letzten Wochen fortsetzen und mit einem Sieg gegen den Zehnten ein ausgeglichenes Punktekonto erreichen.

Quelle: Odenwälder Zeitung, 27.11.2025