Den Favoriten lange geärgert | Keine sieben Tore schlechter
Bis in die Schlussphase bleiben Shannon Obermeier und Fürth/Krumbach auf Schlagdistanz zu Bachgau, dann setzt sich die Qualität des Favoriten durch. Bild: Philipp Reimer
Den Favoriten lange geärgert
Handball: HSG Fürth/Krumbach verlangt Tabellenführer HSG Bachgau bei 32:41-Heimniederlage einiges ab.
Fürth. Die Überraschung ist ausgeblieben: Die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach unterlagen in eigener Halle dem Oberliga-Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten HSG Bachgau mit 32:41 (19:22). Allerdings präsentierten sich die Fürtherinnen diesmal ganz anders, als noch bei der bitteren 20:35-Schlappe im Hinspiel, als sie schon in der ersten Hälfte klar und deutlich zurücklagen.
Diesmal entwickelte sich über weite Strecken eine Partie auf Augenhöhe, das Team von Trainer Daniel Werner verlangte bis weit in der zweiten Hälfte dem Titelkandidaten alles ab, ehe sich doch noch die Qualität der Gäste durchsetzte und Fürth dem hohen Tempo auch ein Stück weit Tribut zollen musste.
„Man merkt schon, dass Bachgau noch einmal ein anderes Tempo an den Tag legt, als die meisten anderen Teams in dieser Liga“, musste Werner zugeben. „Das konnten wir nicht immer verteidigen und gerade gegen Ende fehlte bei uns dann etwas die Kraft.“
Starkes Rückzugsverhalten
Im ersten Abschnitt konnte sich keine Mannschaft absetzen, der gastgebende Aufsteiger legte beim 10:9 (16.) durch Elena Weber selbst vor, ehe Bachgau mit einem 3:0-Lauf die Partie zur eigenen 12:10-Führung drehte. Fortan führten die Gäste immer knapp, aber Fürth/Krumbach ließ nicht locker, blieb stets in Schlagdistanz. Der Schlüssel dazu: ein gutes Rückzugsverhalten. Immer dann, wenn es den Gastgeberinnen gelang, Bachgau in den Positionsangriff zu zwingen, sah es für sie gut aus. Die Defensive verrichtete dann zwar Schwerstarbeit, ließ aber keine einfachen Gegentreffer zu.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt die Werner-Sieben erst mal noch den Anschluss, doch nach dem 24:27 (38.) gerieten die Fürtherinnen in Unterzahl und mit 25:30 ins Hintertreffen (42.). Ihr Trainer reagierte, nahm eine Auszeit, um den Spielfluss der Bachgauerinnen zu stoppen. Dies gelang aber nur noch kurzzeitig. Nach dem 28:32 (47.) erhöhte der Gast die Schlagzahl, profitierte von seinem breiten, stark besetzten Kader und zog vorentscheidend auf 35:28 (48.) und danach weiter auf 37:29 (50.) davon. Fürth/Krumbach steckte zwar nicht auf, hatte aber nun nicht mehr viel entgegenzusetzen und unterlag am Ende doch noch mit neun Toren Differenz und damit um einige Treffer zu hoch.
Zufriedener Trainer Werner
„Trotz dieser Niederlage bin ich nicht unzufrieden mit unserer Leistung. So deutlich hätte es nicht werden müssen, aber meine Spielerinnen haben alles gegeben“, bilanzierte Werner und ist sich sicher, an diesem Sonntagabend gegen den kommenden Meister verloren zu haben. „Bachgau hat schon eine überragende Mannschaft.“
Am nächsten Sonntag (1. Februar, 18 Uhr) wartet nun mit der Partie beim direkten Tabellennachbarn HSG Riedstadt zwar keine leichte, aber immerhin eine lösbare Aufgabe. Angesichts von jetzt 11:15 Punkten würde den Odenwälderinnen ein Sieg mit Blick auf das Klassement enorm guttun, schließlich ist die Zahl der Absteiger noch nicht final klar und die Konkurrenz aus dem Tabellenkeller sammelt auch immer wieder Zähler.
„Um auf der sicheren Seite zu sein, brauchen wir schon noch ein paar Punkte“, warnt auch HSG-Trainer Daniel Werner davor, sich vom aktuellen siebten Rang blenden zu lassen: „Natürlich sind wir als Aufsteiger im Soll, aber noch nicht durch.“ mep
HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Ruff; Weber (13/8), Beye, Annika Dörsam (3), Blatt (4), Reimund (1), Kilian (1), Ehret (1), Johanna Dörsam, Jana Dörsam, Obermeier (2), Geiß, Jöst (3), Kloth (2), Eisenhauer (2).
Keine sieben Tore schlechter
Handball: Fürth/Krumbachs 31:38-Pleite fällt zu hoch aus.

Fürth. Nicht ihren besten Tag erwischten die Handballer der HSG Fürth/Krumbach in ihrem Bezirksoberliga-Auswärtsspiel beim TV Büttelborn. Mit 31:38 (16:16) verloren die Odenwälder – und damit am Ende um einige Treffer zu hoch in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie.
„Heute haben die nötigen Alternativen von der Bank gefehlt und damit in der Schlussphase die nötigen Körner“, meinte HSG-Trainer Ingo Trumpfheller. „Wir waren sicherlich nicht die sieben Tore schlechter, aber unterm Strich hat Büttelborn schon verdient gewonnen“, resümierte er.
Von Beginn an entwickelte sich eine offene Partie mit wechselnden Führungen und bis zum 25:25 (43.) war der Ausgang völlig offen. Doch während Büttelborn im Rückraum immer wieder Wechseloptionen nutzte, machte sich bei Fürth allmählich ein Kräfteverschleiß bemerkbar. Als die Odenwälder in der Schlussphase mehrfach mit drei Treffern zurücklagen, wurden sie zudem hektisch, was schließlich noch zu der zu deutlichen Niederlage führte.
HSG Fürth/Krumbach: Seitz, Dorn; Metzger (1), M. Jäckel (7), Renner, Fischer (5), Camcioglu (3), Schütz, Mink (5), Klink (6), Kaiser (4/1).
Zweite belohnt sich erneut nicht
Es war wie so oft in den letzten Spielen: Die Handballer der HSG Fürth/Krumbach II spielten gegen einen starken Gegner gut, standen am Ende aber wieder mit leeren Händen da. Das 27:30 (16:13) beim TV Büttelborn II schmerzt das Bezirksliga-Team von Trainer Norbert Metzger, das nach der erneuten knappen Niederlage und dem sechsten sieglosen Spiel in Folge nun mit 5:17 Zählern auf dem vorletzten Rang steht.
„Das ist extrem ärgerlich“, hadert HSG-Coach Metzger. „Das war heute kein schlechtes Spiel von uns, aber wir haben uns wieder nicht belohnt.“
Dabei sah es für die Odenwälder erstmal gut aus: Mit einem 14er-Kader konnte Metzger auswärts antreten, aber schon nach wenigen Minuten fiel Linkshänder Fabio Raabe (Schulter) aus, später musste dann auch noch Maximilian Lannert angeschlagen passen. Dafür sprangen junge Spieler wie Daniel Fabian in die Bresche – „und die haben ihre Sache richtig gut gemacht“, lobte Metzger.
Die HSG führte in der ersten Hälfte immer knapp und auch beim 21:17 (39.) lief noch alles nach Plan. Erst in der Schlussviertelstunde machte sich ein Kräfteverschleiß bemerkbar, der – gepaart mit einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen – schließlich noch zur Niederlage führte. mep
HSG Fürth/Krumbach II: Steinmann, Lindner; Daubner (3), Baumgartl (1), Fabian (4), Mahl, Sattler (2), Weber (5/2), Schütz (1), Thiede (4), Raabe (2), Heinz, Lannert (5), Krämer.
Quelle: Odenwälder Zeitung, 26.01.2026
