11.02.2026

Keine Wende in Sicht | Mit Schlusssirene geschlagen

OZ_10.02.26

Zwei Tore erzielte Marlene Blatt (beim Wurf) gegen die Abwehr des TSV Pfungstadt. Bild: Gian-Luca Heiser

Keine Wende in Sicht

Handball: HSG Fürth/Krumbach verliert auch gegen den TSV Pfungstadt, der damit die rote Laterne abgibt.

Fürth/Krumbach. Die Durststrecke der HSG Fürth/Krumbach hat sich fortgesetzt: Die Oberliga-Handballerinnen unterlagen auch im Derby in eigener Halle gegen den TSV Pfungstadt mit 28:34 (15:14) und warten nun schon seit sechs Spielen auf einen Punktgewinn. Die Pfungstädterinnen gaben durch den Sieg indes die rote Laterne ab, sind nicht mehr Schlusslicht und bis auf vier Punkte an die Fürtherinnen herangerückt.

Für HSG-Trainer Daniel Werner ärgerlich, aber auch kein Beinbruch: „Wir spielen noch gegen die meisten direkten Konkurrenten zu Hause und da müssen wir dann wieder unsere Punkte holen“, gibt sich der Coach des Aufsteigers kämpferisch. Nach dem Grund für die Niederlage am Sonntagabend musste er indes gar nicht lange suchen: „Wir haben in der Abwehr einfach keinen Zugriff bekommen.“ Dadurch kam sein Team nicht ins Umschaltspiel, und die daraus normalerweise resultierenden einfachen Tore fehlten der HSG. „Das war heute nicht gut von uns“, brachte es Werner auf den Punkt.

Dass es gegen Pfungstadt schwer werden würde, davon ging der Fürther Trainer schon im Vorfeld aus. Er sieht die TSV-Handballerinnen als deutlich stärker an, als es die Tabellenkonstellation ausmacht, und er wurde in seiner Einschätzung bestätigt. Und die Gäste übernahmen – angetrieben von der zehnfachen Torschützin Stella Holdefehr – gleich das Kommando, setzten sich über 5:2 und 9:5 (14.) auf 14:8 (25.) ab. Dann war es eine Auszeit Pfungstadts, die Fürth in die Karten spielte und beim 14:15 zur Pause wieder Hoffnung aufkommen ließ. Als direkt nach Wiederanpfiff das 15:15 gelang, hofften die HSG-Fans auf eine erfolgreiche zweite Hälfte – doch es war nur ein Strohfeuer. Die Odenwälderinnen verloren wieder den Faden und gerieten mit 16:22 (40.) ins Hintertreffen. Diesem Rückstand lief die Werner-Sieben fortan hinterher, näher als auf vier Tore kam sie nicht mehr heran, und als die Gäste fünf Minuten vor dem Ende zum 32:24 trafen, war die Messe schon längst gelesen.

„Wir stecken jetzt aber den Kopf nicht in den Sand“, richtete Daniel Werner nach der Partie den Blick gleich wieder nach vorne. Die Fastnachtspause soll genutzt werden, um die eine oder andere Blessur auszukurieren. Danach folgt das erste Schlüsselspiel – noch auswärts – bei Offenbach-Bürgel, ehe die Reihe der Heimpartien ansteht. „Da müssen wir dann liefern“, so die klare Ansage des Trainers.

HSG Fürth/Krumbach: Emig, Ruff – Weber (11/5), Annika Dörsam (2), Blatt (2), Reimund, Kilian (1), Ehret (1), Johanna Dörsam (1), Jana Dörsam, Obermeier (1), Geiß, Jöst (2), Kloth (4), Eisenhauer (3). mep

Mit Schlusssirene geschlagen

Handball: Fürther verpassen Punkt bei der MSG Roßdorf/Reinheim.

Fürth/Krumbach. Knapp an einem Unentschieden schrammte die HSG Fürth/Krumbach in ihrem Bezirksoberliga-Spiel bei der MSG Roßdorf/Reinheim vorbei. Dabei war sich HSG-Trainer Ingo Trumpfheller sicher: Einen Punkt hätten sich seine Handballer verdient gehabt. Doch nach dem Ausgleich durch Phillip Mink 13 Sekunden vor dem Ende konterte Roßdorf noch einmal und traf quasi mit der Schlusssirene zum 37:36 (21:19)-Sieg.

Ausschlaggebend war letztlich, dass die Fürther eigentlich zu keiner Zeit einen Zugriff in der Abwehr bekamen. „Roßdorf hat das schon gut gemacht. Sie waren unterm Strich einfach erfahrener und hatten dann die passenden Lösungen“, erkannte Trumpfheller. In der ersten Hälfte fielen Tore am Fließband, und obwohl die HSG dran blieb, wirklich zufrieden konnte der Trainer mit dem 19:21-Halbzeit-Rückstand nicht sein. Entsprechend stellte er für die zweiten 30 Minuten seine Defensive um, ließ deutlich offensiver agieren und setzte damit die Gastgeber im Spielaufbau unter Druck: „Das war phasenweise eine 3:3-Deckung, und das hat wirklich besser geklappt“, fand Trumpfheller.

Ein Manko war allerdings dann auch die Chancenverwertung: Nach Ballgewinnen wurden einige sehr gute Möglichkeiten ausgelassen und damit lange eine Führung verpasst. „Wir waren dran, hätten das Spiel früher umbiegen müssen“, so der HSG-Trainer, dessen Team immer ein, zwei Tore im Rückstand lag. Der erste Ausgleich gelang dann beim 28:28 (48.), aber Roßdorf/Reinheim antwortete mit einem 3:0-Lauf zum 31:28 (52.). Doch der Kampfgeist der Fürther stimmte, und als aus dem 30:33 beim 34:33 (57.) die erste Führung seit der Anfangsphase gemacht werden konnte, schien ein Punkt, ja sogar ein Sieg in greifbarer Nähe. Doch die Aufholjagd und das ständige Hinterherlaufen nach knappem Rückstand haben auch Kraft gekostet, die nun in einigen Situationen fehlte. Die Gastgeber konterten zum 36:35, und das neuerliche Remis durch Mink reichte letztlich nicht, um zumindest einen Zähler mit nach Fürth nehmen zu können.

HSG Fürth/Krumbach: Seitz, Dorn – Metzger, Matthis Jäckel (4), Renner, Klink (4), Fischer (6), Herdner (1), Camcioglu (2), Sattler, Mink (5), Meiß (2), Kaiser (12/2).

Zweite spielt unentschieden

„Ich bin zufrieden“, meinte Norbert Metzger, Trainer des Bezirksligisten HSG Fürth/Krumbach II, nach dem 28:28 (13:13)-Remis beim direkten Tabellennachbarn MSG Roßdorf/Reinheim II. Richtig von der Stelle kommt Fürth durch den Punktgewinn im Tabellenkeller zwar nicht, aber angesichts der angespannten personellen Situation musste Metzger tatsächlich mit dem Remis zufrieden sein. Vom 18er-Kader der Fürther standen gerade einmal neun Feldspieler zur Verfügung, und besonders eng war es im Rückraum, vor allem, nachdem Fabio Raabe bereits in der 24. Minute die Rote Karte sah. „Das war schon eine harte Entscheidung“, so Metzger.

Damit lag die Verantwortung fortan besonders auf den Schultern von Pascal Sattler und dem A-Jugendlichen Daniel Fabian. Und beide zeigten eine ganz starke Vorstellung. „Sie haben unser Spiel ein ganzes Stück weit getragen“, lobte Metzger, der zudem auch den Linksaußen Dominik Daubner in den Rückraum beorderte. Von Beginn an entwickelte sich eine offene Partie mit wechselnden Führungen. Keine Mannschaft konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen, erst in der Schlussphase schien Fürth/Krumbach dann beim 25:22 (51.) Oberwasser zu bekommen. „Leider haben sich dann ein paar Fehler zu viel eingeschlichen“, so Norbert Metzger. Mit einem 4:0-Lauf drehte Roßdorf/Reinheim die Partie wieder zur eigenen 27:26-Führung und hatte beim 28:27 (59.) noch die besten Karten. Erst mit der letzten Aktion der Partie sicherte schließlich Dominik Daubner das Remis, verwandelte mit der Schlusssirene einen Strafwurf zum verdienten 28:28. mep

HSG II: Steinmann, Lindner – Daubner (2/1), Baumgartl, Fabian (6), Bormuth, Sattler (8/1), Weber (2), Schütz (5), Raabe (5), Heinz, Krämer.

Quelle: Odenwälder Zeitung, 10.02.2026