06.02.2026

Den Abwärtstrend stoppen | Duell der Inkonstanten

OZ_05.02.26

Wollen den Puffer zur Abstiegszone wiederherstellen: Theresa Jöst und die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach. BILD: PHILIPP REIMER

Den Abwärtstrend stoppen

Handball: Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie empfängt Fürth/Krumbach den Vorletzten Pfungstadt.

Fürth. Der Druck steigt bei den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach. Nach vier Niederlagen in Folge – der letzte Sieg datiert vom 6. Dezember beim 30:28 gegen Walldorf – ist der damals noch komfortable Vorsprung auf die Abstiegsregion deutlich geschrumpft. Mit ihren 11:17 Zählern stehen die Odenwälderinnen nur noch vier Punkte vor dem Drittletzten Sulzbach. Entsprechend kommt dem Heimspiel an diesem Sonntag (8. Februar, 18 Uhr) gegen den Vorletzten TSV Pfungstadt, der 5:23 Punkte auf dem Konto hat, große Bedeutung zu.

Im Hinspiel zitterte sich Fürth/Krumbach zu einem 28:27-Erfolg – ein Resultat, das Trainer Daniel Werner auch diesmal sofort wieder nehmen dürfte. Hauptsache die Punkte bleiben im Odenwald. Doch der Coach selbst nimmt vor der Partie gegen die Pfungstädterinnen den Druck von seinem Team: „Selbstverständlich wären zwei Punkte auf jeden Fall schön. Aber da wir gegen die meisten direkten Konkurrenten noch zu Hause spielen, sind sie auch nicht unbedingt Pflicht“, so Werner. Er sieht den TSV als „junge, spielstarke Mannschaft, die erst mal geschlagen werden muss“.

Schwer einzuschätzen

So tankte Pfungstadt zuletzt mit einem 36:31-Sieg gegen Langenselbold Selbstvertrauen – allerdings eine Woche nach der bitteren 21:30-Niederlage beim Schlusslicht Bürgel. Entsprechend stellt das Team von Trainer Tobias Führer ein Stück weit eine Wundertüte dar.

Immerhin: Bei Fürth/Krumbach sind bis auf Leonie Stephan alle Spielerinnen an Bord und wenn es in der Abwehr gelingt, wieder mehr Zugriff zu bekommen, so wie es über weite Strecken der Hinrunde gelang, dann steigen die Chancen deutlich. „Wir müssen aber auch unser Angriffsspiel wieder stabilisieren. Gelingt uns das, dann werden wir die zwei Punkte in Fürth behalten“, gibt sich Daniel Werner kämpferisch.

Mittelfeldduell in Roßdorf

Zum Verfolgerduell der Frauen-Bezirksliga muss die HSG Fürth/Krumbach II am Sonntag um 13 Uhr bei der SKG Roßdorf II ran. Die Gastgeberinnen sind mit 18:6 Punkten Vierte, Fürth folgt als Sechster mit 14:10 Punkten. „Das wird eine sehr schwere Aufgabe“, warnt HSG-Trainer Gerald Röder und erinnert daran, dass Roßdorf seinem Team im Hinspiel mit 26:22 beide Punkte klaute.

Doch seitdem hat sich Fürth/Krumbachs Reserve deutlich nach vorne entwickelt und entsprechend hofft Röder, dass der Trend nun auch bei der SKG fortgesetzt werden kann und die Revanche fürs Hinspiel gelingt. mep

Duell der Inkonstanten

Handball: HSG reist zu heimstarkem Tabellennachbar.

Fürth. Den Blick nach vorne richten, wollen die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach. Mit der jüngsten 31:40-Schlappe gegen Bensheim/Auerbach möchte sich Trainer Ingo Trumpfheller gar nicht lange aufhalten. „Das war einfach ein Tag zum Vergessen. So etwas passiert, darf uns aber nicht umwerfen“, so der erfahrene Coach, der den Fokus auf das schwere Auswärtsspiel an diesem Sonntag (8. Februar, 18 Uhr) bei der MSG Roßdorf/Reinnheim legt.

Die Gastgeber bleiben bislang etwas hinter den Erwartungen zurück, können aber an einem guten Tag jeden Gegner schlagen. Im Hinspiel zeigte Fürth jedoch sein ganze Klasse, fertigte die MSG mit 34:22 ab. „Das war eine ganz starke Leistung“, erinnert sich Trumpfheller. Aber ebenso wie die Fürther wechselhafte Leistungen an den Tag legen, geht es auch Roßdorf, das seine Stärke eindeutig in den Heimspielen hat und dort zuletzt mit einem 50:34-Sieg gegen Weiterstadt für Furore sorgte.

Personell sollten bis auf Tom Prahst und Malte Jäckel alle Spieler bei Fürth/Krumbach an Bord sein. „Wir müssen wieder unsere Form der Hinrunde erreichen. Nur dann haben wir dort eine Chance“, erwartet Trumpfheller einen kampfstarken Gegner, der hohes Tempo geht. „Die werden zudem auf Revanche für das Hinspiel aus sein“, ist er sich sicher. Das erste Training für die Fürther stand am Mittwochabend an und der Fokus lag dabei eindeutig auf der Abwehrarbeit. „Hier müssen wir uns stabilisieren, dann klappt auch wieder unser Umschaltspiel“, erläutert der Trainer seine Marschrichtung.

Reserve sehnt Erfolgserlebnis bei

Bereits um 16 Uhr ist am Sonntag die zweite Mannschaft der HSG Fürth/Krumbach II im Bezirksliga-Duell bei Roßdorf/Reinheim II gefordert. Nach dem jüngsten Abwärtstrend hofft HSG-Trainer Norbert Metzger auf eine Trendwende. „Wir spielen ja nicht schlecht, schaffen es aber nicht, uns zu belohnen“, so der Coach. So waren die Odenwälder zuletzt sogar gegen den Tabellenführer Arheilgen absolut auf Augenhöhe – verloren am Ende knapp mit 33:35. „Wir können es noch, brauchen aber ein Erfolgserlebnis“, ist Metzger überzeugt, dass ein „dreckiger Sieg, in dem das Glück einfach auch mal erzwungen wird“, den Knoten wieder lösen kann.

Auf alle Fälle scheint klar: Liefert die HSG-Reserve in Roßdorf eine ähnliche Leistung ab, wie in der zweiten Hälfte gegen Arheilgen, dann reicht es zum Sieg gegen den zwei Punkte mehr aufweisenden Gegner. „Ich sehe unser Potenzial und wir sind besser, als der Tabellenplatz aussagt“, so Norbert Metzger mit Blick auf den vorletzten Rang und 5:19 Punkte, „aber jetzt müssen wir mal liefern.“ mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 05.02.2026