03.02.2026

„Ein Spiel zum Vergessen“

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Nur selten konnte sich die HSG Fürth/Krumbach – so wie in dieser Szene Matthis Jäckel – gegen die HSG Bensheim/Auerbach durchsetzen. Da die Gastgeber in der Abwehr zudem sehr löchrig agierten, setzte es im Bezirksoberliga-Derby eine bittere 31:40-Niederlage. Bild: Gian-Luca Heiser

Handball: Unerwartet klare 31:40-Niederlage gegen die HSG Bensheim/Auerbach sorgt für viel Frust bei der HSG Fürth/Krumbach. Zweite überrascht gegen Tabellenführer.

Fürth. Frust pur herrschte am Samstagabend bei der HSG Fürth/Krumbach: In eigener Halle verloren die Odenwälder das Derby der Handball-Bezirksoberliga gegen die HSG Bensheim/Auerbach klar mit 31:40 (17:19) Toren. Schon in der ersten Hälfte hatte der gastgebende Tabellenvierte arge Probleme mit den Bensheimern von Rang neun und geriet immer wieder ins Hintertreffen. Vor allem die Deckung der Fürther stand nicht so sicher wie gewohnt, die 19 Gegentreffer bis zur Pause ärgerten Trainer Ingo Trumpfheller: „Wir hatten nie einen Zugriff.“

Auf der anderen Seite war der Bensheimer Co-Trainer David Neumann, der den im Urlaub weilenden Moritz Brand vertrat, schon zu diesem Zeitpunkt zufrieden: „Auch wenn die Deckung anfangs noch etwas löchrig war, waren wir voll im Spiel und haben eine ganz starke Mannschaftsleistung gezeigt.“

Nach dem Seitenwechsel konnte Bensheim/Auerbach dann noch einmal zulegen, setzte sich dank eines dynamischen Angriffsspiels mit vielen guten Lösungen und Optionen von allen Positionen von 25:23 (39.) auf 31:24 (45.) ab. Und während die Fürther Trefferquote weiter zurückging und die Deckung lückenhaft war, hatten die Gäste nun einen richtigen Lauf und beim 36:28 sechs Minuten vor dem Ende die Punkte bereits sicher – was für maßlose Enttäuschung bei den Odenwäldern sorgte.

„Das war ein richtig gebrauchter Tag für uns, ein Spiel zum Vergessen mit wirklich vielen unglücklichen Aktionen, in denen der Ball nicht unser Freund war“, wollte sich Trumpfheller nicht lange mit dieser Niederlage aufhalten. Damit meinte er insbesondere die Pfostentreffer, die für die Bensheimer ins Tor gingen, bei seinem Team wieder heraussprangen, oder auch die Abpraller, die punktgenau einem Gäste-Spieler in die Finger sprangen. „Das war einfach ein Tag, an dem alles zusammenkam“, so der Coach der Gastgeber, der aber auch zugab: „40 Gegentreffer in eigener Halle – das tut schon weh.“

HSG Fürth/Krumbach: Seitz, Dorn – Metzger, Matthis Jäckel (5), Renner, Fischer (8), Herdner (1), Camcioglu (2), Mink (1), Thiede, Klink (3), Meiß (1), Kaiser (10/5).

HSG Fürth/Krumbach II – SG Arheilgen II 33:35 (14:21): Es hat für die Handballer der HSG Fürth/Krumbach II wieder nicht gereicht. Trotz einer starken kämpferischen Leistung unterlagen die Odenwälder dem Tabellenführer SG Arheilgen knapp mit 33:35 (14:21) Toren. Die Partie schien schon zur Pause entschieden, als der Favorit mit sieben Treffern führte. „In der Kabine haben wir dann noch mal einiges besprochen und ein bisschen was umgestellt“, sagte HSG-Trainer Norbert Metzger.

Und das schien zu wirken: Im zweiten Durchgang kämpfte sich Fürth/Krumbach Tor um Tor heran, hatte dabei im Trio Max Lannert, Fabio Raabe und Moritz Weber ein kaum zu stoppendes Trio, das am Ende auf 27 Treffer kam. Nach dem 20:23 (42.) geriet das Metzger-Team zwar noch einmal mit 22:27 ins Hintertreffen, aber beim 27:28 (52.) war der Anschluss endgültig hergestellt. Als Lannert zum 31:31 traf (56.), schien Fürth das Momentum auf seiner Seite zu haben. Doch Arheilgen hielt dagegen, verhinderte einen Rückstand und erzielte nach dem 33:33 (58.) die letzten beiden Treffer zum 35:33-Auswärtssieg. „Wenn jemand gesagt hätte, wir halten mit dem Tabellenführer mit und unterliegen mit zwei Toren, dann wäre man im Vorfeld sicherlich zufrieden gewesen. Aber nach dem Verlauf hätten sich die Jungs einen Punkt verdient gehabt“, bilanzierte Metzger, strahlte aber zugleich Zuversicht aus: „Wenn wir die Leistung aus der zweiten Hälfte in den nächsten Spielen abliefern, dann werden wir auch wieder gewinnen.“

HSG Fürth/Krumbach II: Lindner, Richter – Fabian, Bormuth, Sattler (1), Weber (9/4), Schütz (3), Thiede (1), Raabe (9), Heinz, Lannert (9), Krämer (1), Gehron. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 02.02.2026