19.02.2026

Endlich raus aus dem Tief | Defensive in den Griff kriegen

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Der Blick geht nach unten: Andrea Kloth (rechts) und Aufsteiger HSG Fürth/Krumbach warten seit fünf Partien auf einen Sieg. BILD: GIAN-LUCA HEISER

Endlich raus aus dem Tief

Handball: Nach Fürth/Krumbachs Sieglos-Serie kommt das Gastspiel beim Schlusslicht gelegen.

Fürth. Bei den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach sehnt man die Trendwende herbei. Seit Mitte Dezember wartet das Oberliga-Team von Trainer Daniel Werner auf einen Punktgewinn, hat die letzten fünf Spiele allesamt verloren. Nach der hervorragenden Hinrunde richten sich die Blicke beim Aufsteiger inzwischen nach unten. Doch für Werner besteht keineswegs Grund zur Panik. Ganz im Gegenteil: „Wir sind als Aufsteiger immer noch im Soll und haben alles in der eigenen Hand“, betont er.

Am Sonntag (22. Februar, 15 Uhr) wartet nun ein nur auf dem Papier einfaches Spiel auf die Odenwälderinnen: Sie müssen zum Schlusslicht TSG Offenbach-Bürgel. Die Gastgeberinnen haben mit 6:24 Punkten nur noch fünf Zähler Rückstand auf Fürth/Krumbach und haben zuletzt mit Siegen gegen Pfungstadt und Langenselbold Selbstvertrauen getankt. „Das wird ein sehr schweres Auswärtsspiel“, warnt Daniel Werner entsprechend. „Ich gehe davon aus, dass das auf Augenhöhe geführt wird und letztlich die Tagesform entscheiden wird.“

So war es bereits im Hinspiel, als Fürth denkbar knapp mit 28:29 unterlag – und das in einer Phase, in der das Team mit viel Euphorie unterwegs war. Immerhin: Personell sieht es bei den Odenwälderinnen gut aus. Bis auf Theresa Jöst, die im Urlaub weilt, sind alle anderen Spielerinnen einsatzfähig. Und der Ausblick ist für die HSG ebenfalls positiv: Nach der Partie in Offenbach stehen gleich vier Heimspiele auf dem Plan, darunter drei gegen Mannschaften auf Augenhöhe. „Da gilt es dann für uns“, unterstreicht Werner, der dennoch allzu gerne zwei Punkte aus dem Auswärtsspiel bei der TSG mitnehmen würde.

Zweite gegen Tabellennachbarn

In ruhigen Fahrwassern befindet sich die HSG Fürth/Krumbach II in der Frauenhandball-Bezirksliga. Als Tabellensechster ist das Team, das in dieser Saison im Umbruch ist, absolut im Soll. Nun bietet sich am Sonntag (16 Uhr) im Heimspiel gegen den direkten Tabellennachbarn HSG Dornheim/Groß-Gerau II sogar die Gelegenheit, noch einen Rang gutzumachen und Platz vier anzugreifen. „Darauf schauen wir aber gar nicht, sondern wollen weiter unsere Leistung stabilisieren“, erklärt Fürths Trainer Gerald Röder, der mit der Entwicklung seiner Spielerinnen sehr zufrieden ist. mep

Defensive in den Griff kriegen

Handball: Fürth/Krumbach II setzt gegen Primus auf Umschaltspiel.

Sollen nach zuletzt drei Niederlagen in Folge hinten wieder beherzter zupacken: die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach. ARCHIVBILD: FRITZ KOPETZKY

Fürth. Nach drei Niederlagen in Folge müssen die in dieser Runde so erfolgsverwöhnten Handballer der HSG Fürth/Krumbach um ihren aktuell vierten Rang in der Bezirksoberliga fürchten: Am Samstagabend (21. Februar, 19 Uhr) kommt die HSG Groß-Bieberau/Modau II in die Schulsporthalle und damit der Tabellenführer und Meisterschaftsfavorit. Verlieren die Fürther, dann droht das Abrutschen auf Rang sechs, was für Trainer Ingo Trumpfheller aber kein Beinbruch wäre: „Danach kommen dann die Spiele, in denen wir unbedingt wieder punkten müssen, um unser Saisonziel, ein Platz unter den ersten fünf, im Blick zu behalten“, erklärt der Coach.

Allerdings: Chancenlos ist Fürth/Krumbach gegen Groß-Bieberau keinesfalls. Im Hinspiel klaute die Trumpfheller-Sieben dort beim 33:33 sogar einen Punkt. Ein Resultat, das der Trainer sofort wieder unterschreiben würde. Doch damals Anfang Oktober zeigte Groß-Bieberau noch nicht die Stabilität der letzten Wochen und entsprechend sieht Trumpfheller seine Mannschaft in der Außenseiterposition. „Natürlich wird das enorm schwer, aber wir wollen auf uns schauen und wieder verbessert auftreten“, so der Coach.

In der Trainingsarbeit lag der Fokus zuletzt auf der Deckung und insbesondere auf dem Zusammenspiel mit den Torhütern. „Da brauchen wir wieder mehr Konsequenz“, fordert Trumpfheller. Basierend auf einer stabilen Defensive soll dann das Umschaltspiel forciert werden.

Personell standen in den Übungseinheiten einige Akteure nicht zur Verfügung, weilten im Ski-Urlaub. Aber zum Wochenende sollten alle wieder an Bord sein. In den Trainingsbetrieb wieder eingestiegen ist inzwischen auch der lange verletzte Kreisläufer Tom Prahst. „Ob es für ihn schon am Samstag reicht, muss man abwarten. Aber die Woche drauf wird er bestimmt wieder dabei sein“, ist Trumpfheller froh, dass der Leistungsträger große Fortschritte macht.

Reserve sehnt Erfolgserlebnis bei

Auf einen „dreckigen Sieg“ hofft Norbert Metzger, Trainer des Handball-Bezirksligisten HSG Fürth/Krumbach II. Die Odenwälder präsentierten sich zuletzt immer auf Augenhöhe, aber auf einen Sieg warten sie nun schon seit Anfang November und damit seit acht Spielen. „Wir spielen gut, schaffen es aber nicht, uns zu belohnen“, so der Coach vor dem Heimspiel am Samstag (17 Uhr) gegen die HSG Groß-Bieberau/Modau III.

Im Hinspiel wurde der Gegner denkbar knapp mit 27:26 bezwungen. Damals lag Fürth drei Minuten vor dem Ende noch mit drei Toren hinten, drehte die Partie und vier Sekunden vor der Schlusssirene traf Moritz Weber zum 27:26-Sieg. Genau so eine Partie, in der das Glück auch mal erzwungen wird, wünscht sich Norbert Metzger, um dann im letzten Saisondrittel wieder mit mehr Selbstvertrauen zu agieren. „Die Jungs können eindeutig mehr“, ist er überzeugt. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 19.02.2026