Hohe Hürden für die HSG | Ohne drei in Büttelborn
Die zweite Torfrau Sina Ruff steht wohl noch länger zwischen den Pfosten der HSG Fürth/Krumbach. Stammkeeperin Leonie Stephan fällt weiterhin aus, es steht sogar eine Operation im Raum. Bild: Kopetzky
Hohe Hürden für die HSG
Handball: Während das erste Frauenteam den Primus empfängt, gastiert die zweite Mannschaft bei einem Meisterschaftsfavoriten.
Fürth. Diesmal hängen für die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach, trotz Heimvorteil, die Trauben extrem hoch: Am Sonntagabend (25. Januar, 18 Uhr) empfängt der Oberliga-Aufsteiger den Tabellenführer HSG Bachgau. „Zu verlieren haben wir in diesem Spiel sicherlich nichts“, meint Fürths Trainer Daniel Werner. „Wir wollen versuchen, die Partie so lange wie möglich ausgeglichen zu gestalten, und wenn uns das gelingt, schauen wir, zu was es am Ende reicht.“
Als Liga-Siebter ist Fürth/Krumbach mit seinen 11:13 Punkten nach wie vor im Soll, der Coach sieht die Sicherheit allerdings als trügerisch an: „Ein paar Punkte brauchen wir schon noch. Sicherlich nicht gegen Bachgau, aber danach müssen wir schon liefern, um nicht noch unten reinzurutschen“, so Werner, der gegen Bachgau weiterhin auf Leonie Stephan verzichten muss, die noch an einer Fußverletzung laboriert. Die Keeperin fällt schon lange aus, die Genesung verläuft nicht so, wie sie sich das vorgestellt hat, und nun steht sogar eine Operation im Raum. „Das muss man jetzt einfach mal abwarten, wie sich das entwickelt“, ist Werner froh, dass sich seine zweite Torhüterin Sina Ruff in guter Verfassung befindet. Alle anderen Spielerinnen sollten indes an Bord sein.
Im Hinspiel zum Saisonstart bekam Fürth/Krumbach in Bachgau die Grenzen aufgezeigt, verlor klar und deutlich mit 20:35. Und auch wenn diesmal wieder die Rollen klar verteilt sind: Eine solch deutliche Niederlage gilt es zu vermeiden, um auch das nötige Selbstvertrauen für die darauf folgenden Aufgaben gegen Riedstadt (Tabellen-6.) und Pfungstadt (11.) zu bekommen.
Tabellenbild trügt
Auf den ersten Blick scheinen die Bezirksliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II am Samstag (24. Januar, 16 Uhr) vor einer machbaren Aufgabe zu stehen: Als Fünfter (14:8 Punkte) müssen sie beim direkten Tabellennachbarn von Rang vier ran. Doch die SG Arheilgen stellt eine echte Herausforderung dar und hat mit 18:4 Zählern vier Punkte mehr auf dem Konto und damit nur einen Punkt Rückstand auf Primus FSG Biblis/Gernsheim.
„Wenn ich mich jetzt schon festlegen müsste, würde ich auf Arheilgen als Meister tippen“, hat HSG-Trainer Gerald Röder großen Respekt vor der SGA: „Sie sind die Mannschaft mit dem stärksten Kader, sind in der Breite richtig gut besetzt“, so der Coach der Odenwälderinnen.
Verstecken will er sich mit seinem Team aber natürlich nicht: „Wir haben Selbstvertrauen und wollen mit einer konzentrierten Leistung versuchen, Arheilgen zu ärgern und Revanche für die 21:23-Hinspielniederlage nehmen“, erklärt Röder. Als Grundvoraussetzung sieht er eine konsequente Chancenverwertung an. „Zudem dürfen wir nicht viele Ballverluste haben, sonst kommt Arheilgen in sein schnelles Umschaltspiel“, kennt Röder die Gastgeberinnen bestens, vertraut aber zugleich auf seine Mannschaft: „Wir haben uns in dieser Saison bereits sehr gut entwickelt.“ mep
Ohne drei in Büttelborn
Handball: Schwere Aufgabe für ausgedünnte HSG-Männer.
Fürth. Nachlegen lautet die Devise bei der HSG Fürth/Krumbach. Als Tabellenvierter der Handball-Bezirksoberliga muss das Team von Trainer Ingo Trumpfheller am Samstag (24. Januar, 19.30 Uhr) zum Sechsten TV Büttelborn. „Das wird ein richtig schweres Auswärtsspiel, es ist aber auf alle Fälle auch was drin für uns“, ist der HSG-Coach überzeugt.
Im Hinspiel gewannen die Odenwälder mit 36:29, aber Trumpfheller warnt davor, dieses Resultat überzubewerten: „Damals haben wir eine ganz starke Leistung gerade in der Abwehr gezeigt. Auswärts ist das eine ganz andere Hausnummer und viel wird davon abhängen, wie sich die personelle Situation darstellt.“ Und die sieht alles andere als rosig aus: Mit Matthis Jäckel, Tom Prahst und Lukas Meiß fallen drei Leistungsträger verletzt aus.
Damit scheinen die Gastgeber in der Breite besser besetzt zu sein und mehr Alternativen von der Bank zu haben. „Bei uns fehlen schon ein Stück weit die Wechselmöglichkeiten, um das Tempo hochzuhalten“, betont Trumpfheller, für den klar ist: Die Tagesform wird letztlich entscheidend sein und der Heimvorteil könnte ebenfalls den Ausschlag geben. „Büttelborn hat zuletzt zu Hause gegen Groß-Bieberau deutlich mit 25:37 verloren und wird nun auf Wiedergutmachung aus sein und alles in die Waagschale werfen“, so der HSG-Coach.
Zweite ist auf Revanche aus
Die Bezirksliga-Reserve der HSG Fürth/Krumbach II ist am Samstag bereits ab 15.30 Uhr beim TV Büttelborn II am Ball. Für das Team von HSG-Trainer Norbert Metzger wird es ein Spiel auf Augenhöhe sein. „Ich denke schon, dass da etwas für uns drin ist“, so der Übungsleiter, dessen Team als Neunter mit 5:15 Punkten beim Siebten (8:12) zudem für die 25:29-Auftaktpleite in eigener Halle Revanche nehmen will.
„Wir wollen an die zweite Hälfte vom vergangenen Wochenende anknüpfen, dann bin ich wirklich sehr zuversichtlich“, meint Metzger mit Blick auf die 27:28-Niederlage in Darmstadt. „Dass wir dort verloren haben, war ärgerlich, die Leistung in den zweiten 30 Minuten wirklich gut“, hofft er, dass seine Mannschaft sich nun belohnen kann. mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 22.01.2026
