29.11.2025

HSG bleibt aufmerksam

OZ_24.11.25

Marlene Blatt netzte gleich zehnmal für die HSG Fürth/Krumbach ein. Archivbild: Fritz Kopetzky

Handball: Fürther Frauen wahren den Abstand zum Tabellenende, können sich aber weiter nicht ausruhen.

Fürth. Geliefert wie bestellt haben die Oberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach: Ihr Trainer Daniel Werner forderte aus dem Spiel bei der HSG Sulzbach/Leidersbach zwei Punkte, um sich weiter aus dem direkten Abstiegskampf herauszuhalten und nach einer eher zähen ersten Hälfte gewannen die Fürtherinnen verdient mit 37:27 (17:15). „Unterm Strich war das eine sehr ordentliche Leistung“, fand Werner, der aber auch zugab: „In der ersten Hälfte haben wir uns viel zu viele technische Fehler geleistet.“

Dadurch blieb die Partie bis zum 12:12 (19.) völlig offen und auch die knappe 17:15-Pausenführung war alles andere als eine Vorentscheidung. Für diese sorgte Fürth/Krumbach dann aber ganz schnell nach Wiederanpfiff: Mit viel Druck aus einer aufmerksamen Deckung heraus überrannten die Gäste die routinierten Sulzbacherinnen und bauten den Vorsprung beim 27:17 (38.) erstmals auf zehn Tore aus. „Danach haben wir das mit hohem Tempo sehr gut bis zum Ende durchgezogen“, lobte Daniel Werner und hob aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung die zehnfache Torschützin Marlene Blatt hervor. Sie kam auf die Rückraum-links-Position, nachdem Jil Eisenhauer bei einem Wurf auf den Rücken fiel und raus musste. „Da hat Marlene eine ganz starke Leistung gezeigt.“ Bei Jil Eisenhauer wäre es zwar wieder gegangen, aber Fürth konnte es sich leisten, die Leistungsträgerin zu schonen.

Der Fürther Coach war sichtlich erleichtert, dass durch den Auswärtssieg ein direkter Konkurrent auf Distanz gehalten werden konnte. „Aber es sind immer noch nur zwei Punkte auf Sulzbach/Leidersbach und damit den drittletzten Platz“, warnt er, den aktuellen siebten Rang als allzu sicher anzusehen. „Wir müssen in den nächsten Wochen nachlegen.“ Am liebsten schon am Sonntag in eigener Halle gegen den Neunten Haibach/Glattbach.

Fürth/Krumbach: Stephan, Ruff; Weber (6/2), Beye, A. Dörsam (6), Blatt (10/1), Reimund, Kilian (4), Ehret (2), J. Dörsam (1), Jana Dörsam, Obermeier (1), Jöst (5), Kloth (1), Eisenhauer (1).

Biblis/Gernsheim – HSG II 21:21

Für eine Überraschung sorgte die HSG Fürth/Krumbach II im Bezirksligaspiel bei der FSG Biblis/Gernsheim. Die Handballerinnen von Trainer Gerald Röder entführten aus dem Ried beim 21:21 (12:9) einen Punkt, nachdem sie zur Pause sogar mit drei Treffern vorne lagen und dem Favoriten das Leben enorm schwer machten. „Das war in der ersten Hälfte richtig gut von uns. Wir hatten viel Druck im Spiel und haben Biblis das Leben sehr schwer gemacht“, lobte Röder. Die Odenwälderinnen erspielten sich einen 9:5-Vorsprung (18.), gingen mit einer Drei-Tore-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel kam Biblis auf, drehte die Partie nach dem 12:15 (40.) zum 20:17 (48.). In der Schlussphase schien alles für die FSG zu sprechen, doch nach dem 21:18 (54.) riss wieder der Faden und die kampfstarken Fürtherinnen nutzten ihre Chance, um mit einem 3:0-Lauf noch einen Punkt zu holen. „Dass wir in den letzten Minuten noch einmal zurückkamen, spricht für die tolle Moral in unserer Mannschaft. Dieser einen Punkt ist auf alle Fälle verdient“, wollte er über den letzten Angriff, der sogar noch den Sieg hätte bringen können, gar nicht sprechen. „Das passt so.“ mep

HSG II: Lulay, Emig – Carolin Dörsam (2), Laupichler (2), Hahn, Kusch, Geiß (2), Jöst (2), Bauer (6/4), Scholl (6), Emma Dörsam (1), Knapp.

Quelle: Odenwälder Zeitung, 24.11.2025