HSG gelingt Befreiungsschlag
Lilly Kilian setzt sich durch: Die HSG Fürth/Krumbach holte sich gegen Langenselbold neues Selbstvertrauen. Bild: Gian-Luca Heiser
Handball: Mit 26:21 feiern die Fürtherinnen gegen den TV Langenselbold nach sechs Spielen endlich wieder einmal ein Sieg.
Fürth. Sie haben das Gewinnen doch noch nicht verlernt, die Oberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach. Nach sechs sieglosen Spielen war die Erleichterung bei den Odenwälderinnen am Sonntagabend riesig, als es gegen den Liga-Neunten TV Langenselbold endlich wieder zu einem Sieg reichte. Mit 26:21 (11:13) gewann das Team von Trainer Daniel Werner, der zugab: „Man hat im Vorfeld schon gespürt, dass die Nervosität vorhanden war. Jeder wusste um die Bedeutung dieser Partie.“
Dies war sicherlich auch ein Grund für den vor allem in der ersten Hälfte noch recht fehlerhaften Angriff der HSG. Ganz wichtig aber: In der Deckung rackerte Fürth von Beginn an, hielt die Partie trotz einiger Patzer in der Offensive offen und ließ sich auch nicht entmutigen, als aus dem 9:8 (19.) ein 9:11 wurde und zur Pause ein Zwei-Tore-Rückstand auf der Anzeigetafel stand.
„Nach der Pause haben wir uns in der Deckung nochmals gesteigert. Das war richtig gut“, lobte Daniel Werner seine Spielerinnen, die extrem beweglich agierten und viele Bälle erkämpften. Dadurch lief nun auch das Umschaltspiel der HSG, und ab dem 16:15 (38.) lagen die Odenwälderinnen immer vorne. Immer wieder trieb die Fürther Abwehr die Gäste ins Zeitspiel und blieb selbst extrem aufmerksam. Und wenn es dann für die Odenwälderinnen mal in den Positionsangriff ging, war häufig Marlene Blatt aus dem Rückraum zur Stelle. Am Ende kam sie auf zehn Feldtore, darunter etliche Treffer in schwierigen Phasen. Nach dem 20:16 (50.) wurde es noch einmal eng, Langenselbold verkürzte auf 18:20 und 19:21 (54.), aber während Fürth/Krumbach eine Woche zuvor beim 28:28 in Offenbach-Bürgel in der Schlussminute noch eine Drei-Tore-Führung aus der Hand gab, fand die HSG diesmal die passenden Antworten und sorgte beim 25:20 (59.) durch Marlene Blatt für die Entscheidung.
Durch den Sieg untermauerte Fürth/Krumbach seinen siebten Tabellenplatz und verschaffte sich gegenüber der Abstiegszone wieder etwas Luft. Die zwei Punkte waren auch besonders wichtig, weil am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen Spitzenreiter Bürgstadt die Trauben extrem hoch hängen, ehe es danach wieder gegen Teams aus dem hinteren Drittel geht. „Und da müssen wir dann den Klassenerhalt klarmachen“, gab sich Werner nach dem Ende der Negativserie zuversichtlich: „Die Spielerinnen haben heute gesehen, dass wir noch gewinnen können. Das gibt Selbstvertrauen.“
HSG Fürth/Krumbach: Emig, Ruff – Weber (5/1), Beye, Annika Dörsam (4), Blatt (10), Reimund (2), Kilian (1), Ehret, Johanna Dörsam, Jana Dörsam, Obermeier, Geiß, Jöst (3), Kloth, Eisenhauer (1). mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 03.03.2026
