In Unterzahl setzt sich die HSG ab
Sechs Tore steuerte David Fischer (am Ball) beim 35:32-Sieg der HSG Fürth/Krumbach beim Gastspiel bei der MSG Lorsch/Einhausen bei. Archivbild.
Handball: Fürth/Krumbach gewinnt das Bezirksoberliga-Derby bei der MSG Lorsch/Einhausen mit 35:32 Toren. Knappe Niederlage für zweite Mannschaft.
Fürth/Krumbach. Ihre Pflicht erfüllt haben die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach zum Auftakt des neuen Jahres: Bei der MSG Lorsch/Einhausen setzte sich das Team von Trainer Ingo Trumpfheller mit 35:32 (14:15) Toren durch und untermauerte damit seinen vierten Rang. „Das haben die Jungs nach nur zwei Trainingseinheiten sehr ordentlich gemacht“, fand der Coach, der sich lediglich darüber ärgerte, dass zu viele Chancen ausgelassen wurden. „Sonst hätten wir das schon früher klar machen können.“
So aber blieb Lorsch/Einhausen meist in Schlagdistanz und machte den Gästen das Leben schwer. „Ich bin mit unserer Leistung zufrieden. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft verloren, die einfach deutlich weniger Fehler gemacht hat als wir“, resümierte Pascal Kärchner, Trainer der Gastgeber, und sieht die Odenwälder sogar als Vorbild für die eigene Entwicklung: „Fürth/Krumbach hatte in der vergangenen Runde den Umbruch, in dem wir jetzt stecken“, hat er beobachtet. „Inzwischen hat die HSG eine sehr eingespielte Mannschaft und steht zu Recht da oben in der Tabelle.“
Mit den ersten 30 Minuten war Ingo Trumpfheller indes noch nicht so recht zufrieden. „Da kassierten wir einige Gegentreffer zu viel, weil wir nicht den nötigen Zugriff hatten“, so der HSG-Coach. Insbesondere in Unterzahl geriet Fürth/Krumbach aus dem Tritt und Lorsch/Einhausen egalisierte nach dem 7:11 (18.) wieder zum 12:12 (25.). In der Folge blieb die Partie bis zum 22:22 (42.) eng, immer wieder legte die HSG vor, die Gastgeber glichen meist schon im Gegenzug aus.
Ausgerechnet in Unterzahl – Phillip Mink hatte eine Zeitstrafe kassiert (44.) – setzten sich die Fürther dann entscheidend ab und sorgten über 27:23 bis zum 29:24 (51.) für die Vorentscheidung. Lorsch/Einhausen steckte zwar nicht auf und zwang Trumpfheller beim 32:30 (58.) noch einmal zu einer Auszeit, „aber dann haben wir das schon sehr solide zu Ende gespielt“, musste der Coach nicht mehr ernsthaft um die Punkte zittern. Aus einer geschlossen guten Mannschaftsleistung ragten Yannik Kaiser trotz einer dreiwöchigen Trainingspause sowie David Fischer heraus. Zudem verdienten sich die beiden Keeper Sören Dorn in der ersten und Paul Seitz in der zweiten Hälfte ein Sonderlob.
HSG Fürth/Krumbach: Seitz, Dorn – Metzger (1), Matthis Jäckel (5), Renner (2), Fischer (6), Herdner, Camcioglu (2), Mink (2), Klink (4), Meiß (3), Kaiser (10/3).
TGB Darmstadt – HSG Fürth/Krumbach II 28:27 (14:11): Sie zeigten eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause, die Bezirksliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach II, aber es reichte nicht mehr, um die Niederlage bei der TGB Darmstadt zu verhindern. Denkbar knapp mit 27:28 (11:14) unterlag das Team von HSG-Coach Norbert Metzger, und dieser ärgerte sich vor allem über die zwölf verworfenen Bälle und acht technischen Fehler in der ersten Hälfte. „Danach war alles in Ordnung und wirklich gut von uns. Die Aufholjagd hat allerdings auch Kraft gekostet, die gegen Ende fehlte“, gab er zu.
Dabei waren die Vorzeichen alles andere als ideal: Metzger hatte zwar einen Kader mit elf Feldspielern dabei, aber darunter sechs Außen und ein Kreisläufer. „Im Rückraum waren wir schon extrem dünn besetzt und das merkt man dann in einem so knappen und intensiven Spiel“, so der HSG-Coach.
Nach dem 11:16 kurz nach der Pause stellte Metzger seine Deckung um, ließ offensiver decken und brachte damit die Darmstädter aus dem Tritt. Beim 18:19 (39.) war der Anschluss schon wieder hergestellt, beim 23:20 führte Fürth sogar mit drei Toren (46.). Es sollte aber nicht reichen. Nach dem 26:24 (55.) kassierte die HSG zwei schnelle Treffer zum 26:26 und nach dem 27:26 durch Eric Schütz drehte die TGB mit den letzten beiden Treffern doch noch die Partie zu ihren Gunsten.
„Die Intensität war sehr hoch“, fand Metzger, der sich in der Schlussphase auch noch über den ein oder anderen Pfiff der Unparteiischen ärgerte. „Zuzuschreiben haben wir uns die Niederlage aufgrund der ersten Hälfte aber selbst“, stellt er klar und richtete seinen Blick zugleich zuversichtlich nach vorne: „Wenn wir die Leistung aus den zweiten 30 Minuten in den nächsten Spielen bringen können, dann ist mir nicht bange.“ mep
HSG Fürth/Krumbach II: Steinmann, Lindner – Daubner, Baumgartl (2), Fabian (1), Sattler (4), Weber (4/2), Schütz (4), Bormuth, Thiede (2), Heinz, Lannert (10), Krämer.
