Keine Überraschung in Fürth
Amira Ehret (am Ball) und die HSG Fürth/Krumbach konnten nur in der Anfangsphase mit der FSG Bürgstadt/Kirchzell mithalten. Die Punkte für den Klassenerhalt müssen gegen andere Mannschaften geholt werden. Bild: Fritz Kopetzky
Handball: HSG-Frauen verlieren gegen die FSG Bürgstadt/Kirchzell klar mit 18:35. Männer warten weiter auf ein Erfolgserlebnis.
Fürth. Die Überraschung blieb aus: Am Sonntagabend unterlagen die Oberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach dem Tabellenzweiten FSG Bürgstadt/Kirchzell klar mit 18:35 (12:19). Nur in der Anfangsphase waren die Fürtherinnen mit 5:3 vorne (10.) und blieben bis zum 9:10 (21.) auf Augenhöhe. Doch dann riss der Faden, der Favorit bestrafte Ballverluste der Gastgeberinnen und zog auf 14:9 sowie 19:12 zur Pause davon. „Bürgstadt hat das gut gemacht und wir haben einen gebrauchten Tag erwischt“, fasste es HSG-Trainer Daniel Werner zusammen. Zudem machte sich das Fehlen von Spielmacherin Andrea Kloth bemerkbar. „Sie bringt sonst Ruhe in die Aktionen, wenn es mal sein muss. Das hat uns heute gefehlt“, so Werner.
Im zweiten Durchgang zog der Favorit weiter davon, führte beim 24:14 (41.) erstmals mit zehn Toren und baute den Vorsprung danach noch weiter aus. „Wir hatten heute nie einen echten Zugriff und hätten wohl noch stundenlang spielen können – es wäre nicht besser geworden“, resümierte Daniel Werner. Besonders bitter: Franziska Beye verletzte sich bei einer unglücklichen Aktion am Sprunggelenk und droht nun noch längerfristig auszufallen.
HSG Fürth/Krumbach: Geisler, Ruff – Weber (4/2), Beye, Annika Dörsam (2), Blatt (4), Reimund (1), Kilian, Ehret, Jana Dörsam, Obermeier (2), Geiß (1), Jöst (3), Eisenhauer (1).
Röder-Sieben chancenlos
Die Moral war intakt bei den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II, aber zu einem Sieg hat es nicht mehr gereicht: Im Bezirksliga-Auswärtsspiel beim TV Trebur unterlagen die Odenwälderinnen mit 28:31 (10:17), nachdem sie Mitte der zweiten Hälfte schon mit zehn Toren zurücklagen. Fürth/Krumbach hatte von Beginn an einen schweren Stand, geriet nach dem 2:2 mit 2:7 ins Hintertreffen (9.). Fürths Trainer Gerald Röder bemängelte die fehlende Ruhe und Ballsicherheit im Angriff. Und nach dem 10:17 zur Pause wurde es noch deutlicher: Trebur zog auf 23:15 (40.) davon und beim 27:17 (44.) schien die Partie entschieden. „Meine Spielerinnen haben aber nie aufgegeben“, lobt Röder die Moral.
Nach einer Auszeit kamen die Odenwälderinnen Tor um Tor heran, verkürzten über 24:30 (51.) auf 27:31 (58.), aber dann lief ihnen die Zeit davon. Der Treffer von Maria Bauer zum 28:31-Endstand fiel erst drei Sekunden vor der Schlusssirene.
HSG II: Hess, Schütz – Carolin Dörsam (5), Laupichler (4), Hahn (2), Pfeifer, Pludra (2/2), Malin Dörsam, Kapp (1), Klein, Knapp (1), Bauer (6/5), Scholl (6), Emma Dörsam (1).
Weiter im Abwärtsstrudel
Der Abwärtstrend der HSG-Männer in der Bezirksoberliga hält an. Die 29:38 (15:16)-Niederlage bei der HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten war bereits die sechste in Folge für das Team von Trainer Ingo Trumpfheller. Damit rutschen die Odenwälder auf Rang sieben ab, sind mit 19:19 Punkten im tristen Niemandsland der Liga angekommen. Der Tabellenzehnte Rüsselsheim ist nun schon bis auf zwei Punkte an Fürth herangerückt. „Wir müssen wieder die Kurve kriegen“, fordert Trumpfheller entsprechend, und am nächsten Samstag zählt in eigener Halle gegen den Vorletzten Riedstadt nur ein Sieg. „Wir hatten noch eine ordentliche erste Hälfte, sind dann aber leider total auseinandergefallen“, ärgerte sich Trumpfheller im Anschluss und machte erneut die fehlenden personellen Alternativen mitverantwortlich: „Ich musste phasenweise Kreisläufer in den Rückraum bringen – so etwas bringt uns völlig aus dem Tritt.“ Hinzu kamen zu viele Zeitstrafen. „Das hat Kraft gekostet“, so Trumpfheller.
Beim 6:3 (9.) und 9:5 (14.) war das Team voll im Spiel und beim 12:8 (19.) schien alles nach Plan zu laufen. Nach der Pause brach Fürth dann aber auseinander, Rüsselsheim drehte die Partie zum 20:18 (36.) und baute die Führung direkt auf 24:19 (41.) aus. Trumpfhellers Auszeit verpuffte weitestgehend und nach dem 28:32 (54.) wurde es in der Schlussphase noch ganz bitter für die Gäste, die am Ende mit einer Neun-Tore-Niederlage die Heimreise antreten mussten.
HSG: Seitz, Dorn – Metzger, Matthis Jäckel (8), Renner, Fischer (6/4), Herdner (2), Camcioglu (3), Mink (5), Klink (3), Prahst (2).
Zweite feiert Auswärtssieg
Der Aufwärtstrend der HSG Fürth/Krumbach II in der Bezirksliga setzt sich fort: Im dritten Spiel in Folge bleibt das Team von Trainer Norbert Metzger ungeschlagen. Der 30:23 (16:8)-Erfolg bei der HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten II brachte den nächsten Sieg und hilft vor allem im Tabellenkeller sehr: Fürth hat nun wieder vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Rüsselsheim.
HSG II: Steinmann, Richter – Daubner (2), Baumgartl (2), Fabian (4), Bormuth, Koch (8), Mahl, Sattler (1), Weber (3/1), Schütz, Gehron, Lannert (5), Krämer, Lenhardt. mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 10.03.2026
