Marlene Blatt rettet Punkt
Marlene Blatt glich kurz vor Schluss für die HSG Fürth/Krumbach aus. Damit ist der Klassenerhalt wohl geschafft. Bild: Gian-Luca Heiser
Handball: HSG Fürth/Krumbach kommt mit der Schlusssirene zum 32:32-Ausgleich gegen die die HSG Sulzbach/Leiderbach.
Fürth/Krumbach. Das war knapp: Die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach retteten am Sonntagabend gerade so noch ein 32:32 (12:14)-Unentschieden gegen das Oberliga-Schlusslicht HSG Sulzbach/Leidersbach. Ein einziger Punkt, der aber wohl die letzten Zweifel am Klassenerhalt für den Aufsteiger vertrieben haben sollte. Um aber ganz sicher zu gehen, sollten die Fürtherinnen am kommenden Sonntag im Nachholspiel gegen den Vorletzten Dreieich beide Punkte einfahren. Dann können sie ganz entspannt in die Osterpause und danach in die letzten beiden Rundenspiele gehen.
Gegen Sulzbach/Leidersbach tat sich das Team von Trainer Daniel Werner extrem schwer, und erst ein Treffer von Marlene Blatt mit der Schlusssirene rettete das Remis. „Wir haben uns heute extrem schwer getan gegen die kompakte 6:0-Deckung Sulzbachs“, erkannte Werner. Der Rückraum der Fürtherinnen zeigte zu wenig Durchschlagskraft, hinzu kam, dass in der eigenen Deckung immer wieder ärgerliche Gegentore kassiert wurden. Gegen Ende der ersten Hälfte lagen die Gastgeberinnen beim 8:11 (22.) erstmals mit drei Toren hinten, und auch beim 14:17 (37.) sah es nicht gut aus.
Doch dann bekamen die Fürtherinnen mehr Stabilität in ihre Aktionen, glichen zum 17:17 aus (42.) und legten nach dem 19:19 sogar ein 24:21 vor (48.). Diese erste eigene Drei-Tore-Führung hatte allerdings nur kurzzeitig Bestand. Sulzbach/Leidersbach, das im Kampf um den Klassenerhalt unter enormem Zugzwang steht, konterte und legte nach einem 5:0-Lauf ein 26:24 (51.) vor. In der Schlussphase wurde es hektisch. Die Gäste trafen zur Führung, Fürth egalisierte im Gegenzug. Bis zum 31:32, 45 Sekunden vor dem Ende. Daniel Werner nahm noch eine Auszeit, und als die Schiedsrichter schon die Pfeife zum Schlusspfiff im Mund hatten, traf doch noch Marlene Blatt zum umjubelten Ausgleich.
HSG Fürth/Krumbach: Geisler, Ruff – Weber (8/5), Annika Dörsam (5), Blatt (3), Reimund (1), Kilian (2), Ehret (1), Johanna Dörsam, Jana Dörsam, Obermeier (2), Geiß, Jöst (6), Kloth, Eisenhauer (4).
TGB Darmstadt II – HSG-Frauen II 27:24 (12:10): Eine ärgerliche Niederlage kassierten die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II in ihrem Bezirksliga-Auswärtsspiel bei der TGB Darmstadt II. Das Team von Trainer Gerald Röder hatte genügend Chancen, die Partie für sich zu entscheiden, ließ aber insgesamt zu viele Möglichkeiten aus. „Trotz der Niederlage war das in Angriff und Abwehr eines unserer besten Spiele in der Saison“, konnte Röder seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Es war auch viel Pech dabei bei unseren fast 30 Fehlwürfen“, sah er etliche Bälle, die vom Innenpfosten wieder raussprangen. Nach einer ausgeglichenen, umkämpften Partie führte Fürth/Krumbach kurz vor dem Ende noch mit 24:23 (57.), kassierte dann aber einen 0:4-Lauf zum 24:27-Endstand. Dabei gelangen kurioserweise alle vier Treffer derselben TGB-Spielerin, Meike Jochum, die damit für lange Gesichter bei den Odenwälderinnen sorgte. „Insgesamt hatten wir heute gutes Tempo in unserem Spiel, konnten uns aber leider nicht belohnen“, ärgerte sich Röder.
HSG: Lulay, Schütz – Knapp, Carolin Dörsam (9/1), Hahn, Pfeifer (1), März (3), Roth (1), Schneider (5), Weber, Geiß (3), Bauer (1/1), Emma Dörsam (1).
TV Lampertheim – HSG Fürth/Krumbach 33:28 (17:15): Nichts zu holen gab es für die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach bei der 28:33 (15:17)-Niederlage beim TV Lampertheim. „Es war kein schlechtes Spiel von uns, aber der Sieg für den TVL geht in Ordnung“, bilanzierte Trainer Ingo Trumpfheller.
Dass es auch im siebten Spiel in Folge nicht zu einem Sieg reichte, lag an einer Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte und auch an den personellen Problemen, die sich wie ein roter Faden durch die letzten Wochen ziehen. „Es fehlen – gerade im Rückraum – die Alternativen“, so Trumpfheller.
Nichts zu holen für die Männer
Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, in der die Fürther meist knapp vorlegten, geriet die HSG nach dem Seitenwechsel von 18:19 (35.) bis zum 19:24 (42.) ins Hintertreffen.
„Das war schon die Vorentscheidung. Diesem Rückstand sind wir dann immer hinterhergelaufen“, haderte der Fürther Trainer, der auch wieder zahlreiche vergebene Chancen seiner Mannschaft notierte: „Lampertheim war heute einfach effektiver.“
HSG: Seitz, Dorn – Metzger, Matthis Jäckel (5), Renner (1), Fischer (8/4), Herdner (2), Camcioglu (4), Mink (4), Klink (1), Schüle, Prahst, Kaiser (3).
TuS Griesheim II – HSG II 38:30 (21:17): Die Fürther zeigten eine couragierte Leistung, aber gegen den Bezirksliga-Tabellenführer TuS Griesheim II reichte es nicht. „Damit kann ich aber sehr gut leben“, meinte Coach Norbert Metzger im Anschluss. Zwar liefen die Odenwälder immer einem Rückstand hinterher, schafften es aber auch, stets wieder zu verkürzen. Letztmals nach dem 26:32 (50.), als man beim 30:33 (55.) sogar noch einmal an einem Punktgewinn schnuppern durfte.
HSG II: Lindner, Richter – Daubner (4), Baumgartl, Fabian (5), Bormuth, Sattler (3), Thiede (1), Weber (5/1), Schütz, Helferich (5), Heinz, Lannert (6), Krämer (1), Lenhardt. mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 24.03.2026
