Ohne Druck gegen den Spitzenreiter
Auf Andrea Kloth (links), die im Urlaub ist, muss die HSG Fürth/Krumbach am Sonntag verzichten. Bild: Gian-Luca Heiser
Handball: Oberliga-Frauen der HSG Fürth/Krumbach empfangen FSG Bürgstadt/Kirchzell. Stephanie Geisler springt im Tor ein.
Fürth/Weschnitztal. Ohne Druck empfangen die Oberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach am Sonntag (18 Uhr) den Tabellenführer FSG Bürgstadt/Kirchzell. Am vergangenen Wochenende beendete das Team von Trainer Daniel Werner seine sechs Spiele dauernde Durststrecke ohne Sieg durch einen 26:21-Erfolg gegen Langenselbold. „Das hat uns Selbstvertrauen gegeben und vor allem auch in der Tabelle gut getan“, so Werner. Mit 14:20 Punkten belegt die HSG nun Rang sieben und hat sich wieder Luft zu den Abstiegsrängen verschafft. Gegen Bürgstadt wollen sich die Fürtherinnen nun teuer verkaufen, um dann in den beiden folgenden Heimspielen gegen Schlusslicht Sulzbach/Leidersbach und den Drittletzten Dreieich die letzten Zweifel am Klassenerhalt zu vertreiben. Verzichten muss Werner auf Andrea Kloth (Urlaub) sowie Torhüterin Leonie Stephan. „Leonie wird mit ihrer Fußverletzung bis Rundenende ausfallen“, so Werner. Dafür wird die langjährige Keeperin Stephanie Geisler – besser bekannt noch als Stephanie Emig – einspringen. Völlig chancenlos sieht Daniel Werner sein Team aber auch gegen Bürgstadt/Kirchzell nicht: „Wenn wir eine ähnliche Leistung wie in der zweiten Hälfte gegen Langenselbold abliefern können, sind vielleicht Bonuspunkte möglich.“
Ihren sechsten Rang und damit den Platz in der vorderen Hälfte der Bezirksliga wollen die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II am Sonntag (14 Uhr) beim direkten, nur einen Punkt weniger aufweisenden Verfolger TV Trebur untermauern.
Negativlauf stoppen
Die Männer der HSG Fürth/Krumbach wollen am Sonntag (16 Uhr) endlich ihren Negativlauf in der Bezirksoberliga stoppen. Bereits seit fünf Spielen warten die Odenwälder auf einen Punktgewinn und sind nun bei der HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten gefordert. Auf dem Papier scheint der Liga-10. eine lösbare Aufgabe, aber schon im Hinspiel unterlag Fürth mit 28:32. „Das war damals kein gutes Spiel von uns, und wir wollen jetzt Wiedergutmachung“, gibt sich Ingo Trumpfheller, Trainer der Odenwälder, kämpferisch. Schwierig bleibt es vor allem in personeller Hinsicht: Yannik Kaiser weilt im Urlaub, Lukas Meiß laboriert an einer Fußverletzung und Malte Jäckel ist bekanntlich langzeitverletzt. „Aber es ist egal, wer gegen Rüsselsheim aufläuft. Für uns geht es darum, die Punkte zu holen, um unser Saisonziel, einen Platz unter den ersten fünf, nicht aus den Augen zu verlieren“, erklärt der Coach, der mit nun 19:17 Punkten erstmals in dieser Saison auf Rang sechs abgerutscht ist.
Verstärkung aus der eigenen zweiten Mannschaft wird es diesmal keine geben, da direkt im Anschluss um 18 Uhr das Kellerduell der Bezirksliga-Reserven zwischen der HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten II und der HSG Fürth/Krumbach II ansteht. Die Odenwälder sind Neunter und haben 8:20 Punkte auf dem Konto, während die Gastgeber mit 6:24 Zählern Schlusslicht sind. Nicht mehr in der Wertung, aber erster und wohl auch einziger Absteiger ist allerdings die HSG Langen, die erst kurz vor Rundenbeginn ihre Mannschaft zurückgezogen hatte.
Dennoch geht es für Fürths Trainer Norbert Metzger darum, sich wieder in Richtung Mittelfeld nach vorne zu arbeiten. „Die Qualität dazu haben wir“, ist der erfahrene Coach überzeugt..
Weschnitztal in der Favoritenrolle
Als Favorit sind die Verbandsliga-Handballer der HSG Weschnitztal am Sonntag (16 Uhr) bei der HSG Bruchsal/Untergrombach am Ball. Die Gastgeber stecken als Vorletzter mit 8:28 Punkten mitten im Abstiegskampf, während die Odenwälder auf Rang sieben (19:17) mit dem anvisierten Sieg sogar noch ein, zwei Plätze gutmachen könnten. „Traditionell ist es leider so, dass uns solche Gegner gar nicht liegen. Da passen wir uns zu oft der Spielweise an“, warnt Weschnitztals Trainer Mirco Ritter.
„Wir wollen das aber unbedingt positiv gestalten“, so der Coach, der aber ohnehin in erster Linie auf die Entwicklung seiner Mannschaft schaut: „Wir wollen natürlich mit Mut und Selbstvertrauen nach Bruchsal fahren, aber es geht darum, dass wir Schritt für Schritt stabiler werden.“ Nach dem Auswärtsspiel warten dann drei Heimspiele in Folge auf die Weschnitztaler und im Idealfall könnte nach den jüngsten beiden Siegen eine beachtliche Serie ausgebaut werden. Als krasser Außenseiter fährt indes die HSG Weschnitztal II (9.) am Samstag (18.45 Uhr) zum Bezirksliga-Spitzenreiter TV Sinsheim. mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 05.03.2026
