30.01.2026

Schweres Gastspiel | Duell der Sorgenkinder

OZ_29.01.26

Daniel Werner ist mit der HSG aufgestiegen und betreut das Team auch in der kommenden Saison. ARCHIVBILD: FRITZ KOPETZKY

Schweres Gastspiel

Handball: Fürth/Krumbach beim Tabellennachbarn gefordert.

Fürth. Die Ausgangslage bei den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach ist gut, aber auf der sicheren Seite sind sie noch nicht. Der Oberliga-Aufsteiger aus dem Odenwald belegt aktuell Rang sieben, hat 11:15 Punkte auf dem Konto und damit vier mehr, als der Drittletzte Sulzbach/Leidersbach auf dem ersten Abstiegsplatz. Jetzt geht es am Sonntag (1. Februar, 18 Uhr) zum Auswärtsspiel bei der HSG Riedstadt, die als Sechster ein direkter Tabellennachbar der Fürtherinnen ist, aber mit 14:12 Punkten nicht in unmittelbarer Reichweite liegt.

Für Fürth/Krumbachs Coach Daniel Werner eine schwere Aufgabe: „Dort zu punkten, ist alles andere als einfach“, warnt er. Im Hinspiel feierte sein Team zwar einen überzeugenden 26:20-Erfolg, aber auswärts sei das noch einmal eine ganz andere Hausnummer, findet er. Hinzu kommt, dass Fürth nicht in Bestbesetzung antreten kann. Neben Torhüterin Leonie Stephan fällt nun auch noch Andrea Kloth aus, die am Wochenende im Urlaub weilt. Da könnte es gerade recht kommen, dass die zweite Mannschaft spielfrei ist und Spielerinnen oben aushelfen können.

Trainer verlängert vorzeitig

Unterdessen laufen die Planungen für die kommende Saison bei der HSG Fürth/Krumbach auf Hochtouren – und die wichtigsten Personalien konnten bereits fixiert werden. Daniel Werner wird weiterhin Trainer der ersten Frauenmannschaft bleiben und das natürlich möglichst weiterhin in der Oberliga. „Durch sind wir noch nicht, brauchen auf alle Fälle noch ein paar Punkte“, weiß der Erfolgscoach und würde am liebsten mit einem Sieg in Riedstadt den Mittelfeldplatz weiter festigen. „Auf alle Fälle wollen wir uns aus dem Abstiegskampf fern halten“, gibt der Trainer die Marschroute vor.

Dass er auch in der nächsten Spielzeit die Mannschaft coachen wird, war angesichts der positiven Entwicklung, der Etablierung in der Oberliga nach der Meisterschaft in der Bezirksoberliga, die logische Konsequenz. Als Jugendtrainer hat er zudem viele Spielerinnen, die nun im Aktivenbereich zu Leistungsträgern avancieren, mit ausgebildet. Entsprechend ist es auch sein Wunsch, weiterhin als Coach im Nachwuchs bei Fürth/Krumbach tätig zu sein. „Das haben wir schon ausgemacht, aber welche Mannschaft es sein wird, steht noch nicht final fest“, so Daniel Werner.

Das Gesicht der Mannschaft wird indes auch nahezu identisch bleiben. „Der Großteil bleibt zusammen“, freut sich der Trainer über die Kontinuität. „Zwei, drei Veränderungen könnte es noch geben, hier stehen allerdings Gespräche aus“, ergänzt er. Sicher scheint aber, dass man bei der HSG Fürth/Krumbach den eingeschlagenen Weg, mit Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs schlagkräftige Frauenteams zu stellen, konsequent weitergehen wird. mep

Duell der Sorgenkinder

Handball: HSG ist auf Wiedergutmachung aus.

Fürth. Zwei zuletzt arg gebeutelte Handball-Mannschaften treffen an diesem Samstag (31. Januar, 19 Uhr) im Bezirksoberliga-Derby aufeinander: Die HSG Fürth/Krumbach empfängt die HSG Bensheim/Auerbach und will mit einem Sieg die jüngste 31:38-Niederlage aus Büttelborn wettmachen.

Die Bensheimer wiederum gerieten in eigener Halle gegen Groß-Bieberau mit 25:39 unter die Räder und ihr Trainer Moritz Brandt war damit natürlich alles andere als zufrieden und fordert nun eine Reaktion seiner Mannschaft. Dabei sein, wird er allerdings nicht. Brandt weilt im Urlaub und das Coaching übernimmt sein Co-Trainer David Neumann.

Dünne Personaldecke

Personell ist bei beiden Teams die Lage eher angespannt. Sowohl in Fürth als auch in Bensheim fehlen einige Aktivposten, sodass Ingo Trumpfheller, Coach der Odenwälder, ein offenes Spiel erwartet, obwohl die Tabellenkonstellation sein Team, das derzeit mit 19:9 Punkten Vierter ist, gegen Bensheim/Auerbach (9./13:15) in der Favoritenrolle sieht.

„Natürlich wollen wir dieses Spiel gewinnen, zumal danach die Gegner nicht einfacher werden“, so Trumpfheller, der auf Unterstützung aus der eigenen zweiten Mannschaft hofft, um einen schlagkräftigen Kader stellen zu können. Vom Tabellenplatz der Bensheimer lässt er sich nicht blenden: „Die hatten viele enge Spiele und sind auf alle Fälle besser, als das, was auf dem Papier steht.“

Zweite im Abwärtsstrudel

Als klarer Außenseiter empfangen die Bezirksliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach II am Samstag (17 Uhr) den Tabellenführer SG Arheilgen II. Nach zuletzt sechs sieglosen Spielen und darunter ganz bittere, knappe Niederlagen, ist Fürth auf Rang elf abgerutscht. „Das ist extrem ärgerlich“, so HSG-Trainer Norbert Metzger. „Wir schaffen es in den letzten Spielen einfach nicht, uns zu belohnen.“

Nun, gegen die übermächtig scheinenden Arheilger, haben die Odenwälder nichts zu verlieren. „In eigener Halle sehe ich uns aber auch nicht völlig chancenlos“, gibt sich Metzger kämpferisch. Etwas Hoffnung macht dem Übungsleiter zudem, dass bei der SGA in den Auswärtsspielen häufig ein paar Routiniers mit Oberliga-Erfahrung fehlen. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 29.01.2026