29.11.2025

Trumpfheller lobt den Kampfgeist

OZ_25.11.25

Auch Fabio Raabe (beim Wurf) musste in den Schlussminuten verletzt passen, so fehlten der HSG Fürth-Krumbach II in Biblis die personellen Alternativen. Das Problem hatte auch die erste Mannschaft, allerdings mit einem Happy End. Archivbild: Gian-Luca Heiser

Handball: Die HSG Fürth/Krumbach feiert in Trebur einen Sieg der Moral und steckt dabei auch personelle Ausfälle weg.

Fürth. Ein ganz dickes Ausrufezeichen haben die Handballer der HSG Fürth/Krumbach am Sonntagabend in ihrem Spiel beim TV Trebur gesetzt. Mit 33:32 (17:18) setzten sich die Odenwälder durch – und das einer angespannten personellen Situation zum Trotz. „Es war einfach der absolute Wahnsinn, was die Jungs hier abgeliefert haben. Sie haben bis zum Umfallen gekämpft und alles aus sich rausgeholt“, lobte HSG-Trainer Ingo Trumpfheller, der auf Phillip Mink und Malte Jäckel verzichten musste. Bei Lukas Meiß reichte es krankheitsbedingt nur zu einem Kurzeinsatz.

„Damit waren unsere Wechselmöglichkeiten schon extrem gering“, so Trumpfheller. „Unser Ziel war es, so lange es geht, dran zu bleiben und Trebur damit nervös zu machen“, erzählt er. Und die Marschroute passte. Mit zunehmender Dauer leistete sich Trebur Fehler, die die Fürther mit einem druckvollen Umschaltspiel bestraften und häufig über die zweite Welle erfolgreich waren. Als Trebur kurz nach der Pause auf 21:18 (35.) erhöht hatte, befürchtete Trumpfheller schon, dass sein Team abreißen lassen müsste. „Doch die Jungs haben nie aufgesteckt und alles reingeworfen“, so der Coach.

Ab dem 24:24 schlug das Pendel zu den Fürthern aus, die beim 27:25 (48.) mit zwei Treffern führten, um nur vier Minuten später mit 27:29 hinten zu liegen und nach weiteren vier Minuten selbst wieder zum 32:30 zu treffen. Und das ließen sich die Odenwälder in den letzten beiden Minuten nicht mehr nehmen. Yannik Kaiser traf 25 Sekunden vor dem Ende zum 33:31 und nach dem neuerlichen Anschlusstreffer Treburs spielte die HSG die Zeit locker runter.

HSG Fürth/Krumbach: Seitz, Dorn – Metzger, Matthis Jäckel (8), Fischer (4), Herdner, Camcioglu (2), Klink (5), Meiß, Prahst (7), Kaiser (7).

TG Biblis – Fürth/Krumbach II 27:25

Die nächste bittere Niederlage kassierten dagegen die Bezirksliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach II. Das Team von Trainer Norbert Metzger verlor eine Woche nach dem 28:29 gegen den Liga-Zweiten Griesheim nun beim Dritten, der TG Biblis, mit 25:27. Damit treten die Odenwälder auf Rang zehn auf der Stelle. „Auch heute wäre wieder deutlich mehr möglich gewesen“, fand Metzger. „Die Einstellung, der Kampfgeist – das war absolut top“, lobte er. Einzig die personelle Situation machte der HSG zu schaffen und sorgte schließlich dafür, dass gegen die körperlich klar überlegenen Bibliser in der Schlussviertelstunde die Kräfte ausgingen. Ohnehin mit dünnem Kader angereist, verdrehte sich Andreas Schmitt schon in der ersten Hälfte das Knie und in der Schlussviertelstunde musste auch Fabio Raabe raus. „Da fehlten dann einfach die Alternativen“, musste Metzger erkennen, zollte seinem Team aber ein Kompliment: „Wir haben Biblis alles abverlangt und waren bis in die Schlussphase hinein immer dran. Nur schade, dass wir uns nicht belohnen.“

Quelle: Odenwälder Zeitung, 25.11.2025