Zufrieden trotz Niederlage | Drei-Tore-Führung in 80 Sekunden verspielt
Mit sechs Treffern war Matthis Jäckel (am Ball) der beste Torschütze der HSG Fürth/Krumbach. Bild: Philipp Reimer
Zufrieden trotz Niederlage
Handball: Der Fürther Spielmacher Jakob Thiede überzeugt gegen den Tabellenführer.
Fürth/Krumbach. Zufrieden trotz Niederlage zeigte sich Ingo Trumpfheller, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach. Gegen den Tabellenführer HSG Groß-Bieberau/Modau II verkaufte sich sein Team teuer, und am Ende waren es Kleinigkeiten, die zum 27:29 (13:16) führten. „Natürlich will man immer gewinnen, aber heute war das wirklich in Ordnung“, bilanzierte Trumpfheller.
Ohne die beiden Leistungsträger Umut Camcioglu und Malte Jäckel, dafür aber mit einem stark aufspielenden Jakob Thiede auf der Spielmacherposition, zeigte sich Fürth/Krumbach sehr gut eingestellt. „Thiede hat das klasse gemacht“, lobte Trumpfheller den jungen Akteur, der bislang überwiegend in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommt. „Aber er wird verstärkt auch bei uns eingebaut werden“, hält der Coach große Stücke auf den technisch guten Spieler.
Dennoch übernahm Groß-Bieberau früh das Kommando, auch weil Fürth einige ärgerliche Fehler fabrizierte, unter anderem zwei Ballverluste in Überzahl.
„Letztlich sind wir dann zu spät aufgewacht“, findet Trumpfheller mit Blick auf die Aufholjagd, nachdem seine Mannschaft von 15:16 (33.) bis zum 20:27 (50.) ins Hintertreffen geraten war, dann aber sich auch auf 25:27 (58.) herankämpfte. Danach lief aber die Zeit davon. „Wir hatten heute viele positive Aspekte in unserem Spiel, und diese müssen wir jetzt mitnehmen“, betont der Coach.
HSG Fürth/Krumbach: Seitz, Dorn – Metzger (3), Matthis Jäckel (6), Renner (2), Fischer (2), Herdner, Mink (2), Thiede, Klink (2), Meiß (6), Prahst, Kaiser (4/2).
HSG Fürth/Krumbach II – HSG Groß-Bieberau/Modau III 27:24 (18:12): Sie haben mal wieder gegen ihren Lieblingsgegner gewonnen, die Bezirksliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach II. Mit 27:24 (18:12) bezwang das Team von Trainer Norbert Metzger den Liga-Fünften – und damit zum vierten Mal in Folge. „Das war heute aber auch eine richtig gute Leistung von den Jungs“, freute sich Metzger, der zudem einen breiten 15er-Kader zur Verfügung hatte.
„Das hat in der Schlussviertelstunde natürlich extrem viel geholfen“, so der Coach. Fürth begann gut, führte 8:4 (11.) und baute den Vorsprung auf 15:9 (26.) aus. Dabei mussten die Gastgeber früh einen Rückschlag hinnehmen: Leistungsträger Fabio Raabe fiel nach einem Foulspiel unglücklich auf die Hüfte und konnte nicht mehr mitwirken. Bis dahin hatte der rechte Rückraumspieler schon fünf Mal getroffen, aber seine Mitspieler ließen sich durch den Ausfall nicht beirren, sondern spielten weiter gut. Erst ab Mitte der zweiten Hälfte schlichen sich Fehler ein, die Gäste kamen heran und schafften beim 21:21 (51.) erstmals seit dem 1:1 den Ausgleich. „Der Grund dafür war nicht, dass wir schlechter spielten, sondern einzig und allein, dass wir unsere Chancen nicht mehr konsequent verwandelt haben“, erklärte Metzger, der aber danach wieder eine stabile Defensive seines Teams sah, die schließlich den Ausschlag zur neuerlichen 24:22-Führung (56.) und letztlich zum 27:24-Heimsieg gab.
HSG Fürth/Krumbach II: Steinmann, Lindner – Klein, Daubner, Fabian (2), Bormuth, Mahl (1), Sattler (2), Weber (2/2), Schütz (4), Thiede (3), Raabe (5), Heinz, Lannert (6), Krämer (2). mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 23.02.2026
Drei-Tore-Führung in 80 Sekunden verspielt
Handball: Oberliga-Frauen der HSG Fürth/Krumbach müssen sich mit Unentschieden zufriedengeben.
Fürth/Krumbach. Fassungslosigkeit herrschte bei den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach, als im Oberliga-Auswärtsspiel bei der TSG Offenbach-Bürgel die Schlusssirene ertönte. Die Odenwälderinnen schafften es nicht, eine Drei-Tore-Führung in den letzten 80 Sekunden über die Zeit zu bringen, und mussten sich mit einem 28:28 (17:15)-Remis begnügen. „Das fühlt sich wie eine Niederlage an“, gab der völlig konsternierte HSG-Trainer Daniel Werner zu. „So eine Führung darf man einfach nicht mehr in so kurzer Zeit aus der Hand geben.“
Fürth/Krumbach zeigte beim Vorletzten, der in den letzten Wochen mit starken Leistungen aufwartete, eine gute Leistung, machte aus dem frühen 5:6 (11.) eine 10:6-Führung (16.) und gab diese bis zur Pause nicht mehr ab. Nach dem Seitenwechsel egalisierte Offenbach-Bürgel dann allerdings zum 17:17 und 18:18 (34.), ehe sich die Gäste wieder stabilisierten und über 20:18 auf 24:20 (49.) erhöhten. Zu diesem Zeitpunkt hatte die HSG die Partie scheinbar sicher im Griff, leistete sich dann aber zwei, drei Fehler und verpasste es, den Sack vorzeitig zuzumachen. Die Gastgeberinnen glaubten nun wieder an ihre Chance, verkürzten mehrfach auf zwei Tore, und als Marlene Blatt 130 Sekunden vor dem Ende beim Stand von 26:23 eine Zeitstrafe erhielt, wurde es zunehmend hektisch. „Da haben wir leider den Faden verloren“, ärgerte sich Daniel Werner, dass seine Spielerinnen gegen die nun offene Manndeckung Offenbachs nicht die Ruhe behielten. Als Jil Eisenhauer zum 28:25 traf, schien der Sieg bereits sicher, doch dreimal verlor die HSG noch den Ball, und mit der Schlusssirene egalisierten die Gastgeber doch noch zum 28:28.
HSG bleibt Siebter
Immerhin: Durch den Punktgewinn vergrößerte Fürth/Krumbach seinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf nun fünf Zähler, bleibt mit 12:20 Punkten Siebter. Am nächsten Sonntag kommt nun der Liga-Neunte Langenselbold in den Odenwald, „und da zählt dann nur ein Sieg“, gibt sich Daniel Werner kämpferisch.
HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Ruff – Weber (7/2), Beye (1), Annika Dörsam (3), Blatt (6), Reimund, Kilian (6), Ehret (1), Jana Dörsam, Obermeier (1), Geiß, Kloth (1), Eisenhauer (2).
HSG Fürth/Krumbach II – HSG Dornheim/Groß-Gerau II 22:25 (5:13): Eine erste Hälfte zum Vergessen bescherte den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II eine 22:25 (5:13)-Niederlage gegen die HSG Dornheim/Groß-Gerau II. Im Mittelfeldduell der Bezirksliga führten die Odenwälderinnen nach zwei Minuten zwar mit 2:0, doch danach lief offensiv kaum mehr etwas zusammen, und wenn man sich eine Chance erspielte, wurde sie allzu häufig vergeben. Dornheim nutzte die Fehler der Mannschaft von Trainer Gerald Röder eiskalt aus und setzte sich bis auf 13:5 zur Pause ab.
Im zweiten Abschnitt zeigte Fürth/Krumbach dann allerdings seinen Kampfgeist und präsentierte sich deutlich konsequenter. Aus einer stabilen Deckung heraus machten die Odenwälderinnen Tempo und kamen Tor um Tor heran. Als Maria Bauer sechs Minuten vor dem Ende zum 20:22 traf, schien ein Punktgewinn noch einmal in greifbarer Nähe, doch in der Schlussphase lief der Röder-Sieben die Zeit davon.
HSG Fürth/Krumbach II: Hess Schütz – Carolin Dörsam (2), Laupichler (2), Hahn (2), März (4), Roth, Pludra, Malin Dörsam, Kapp (2), Klein, Bauer (6/2), Scholl (4). mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 24.02.2026
