Jäckels Ausfall entscheidend
HSG-Herren verlieren 31:37 im Derby beim SV Erbach.
Erbach. „Das war ein wildes Spiel“, fand Ingo Trumpfheller, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach, nach dem Derby beim SV Erbach. Vor allem eine Szene erhitzte die Gemüter in der Mehrzweckhalle im Heppenheimer Stadtteil: Nach 20 Minuten stießen Matthis Jäckel von der HSG und Erbachs Luca Jordan im Kampf um den Ball unglücklich mit den Köpfen zusammen und mussten in der Folge beide mit klaffenden Platzwunden ins Krankenhaus. Von da an kochte die Halle und Fürth/Krumbach hatte – vor allem auch wegen Jäckels Ausfall – einen immer schwereren Stand. Am Ende unterlagen die Odenwälder noch deutlich mit 31:37, nachdem sie zur Pause noch mit 20:15 geführt hatten.
„Wenn Matthis Jäckel weiter dabei gewesen wäre, hätten wir heute gewonnen“, war Trumpfheller überzeugt, vermisste aber gerade im zweiten Durchgang die Alternativen im Rückraum. „Wichtig ist aber vor allem, dass alle gesehen haben, was auch gegen einen so starken Gegner wie Erbach möglich ist“, erinnerte der HSG-Coach daran, dass die Erbacher bis zum Wochenende davor noch mittendrin im Meisterschaftskampf waren.
Fürth/Krumbach legte einen Blitzstart hin und überraschte die Gastgeber, die vor der Partie ihren langjährigen Trainer und früheren HSG-Coach Jens Becker verabschiedet hatten. Becker sah sich dann schon nach acht Minuten gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Mit 1:7 lag der SVE da schon hinten. Und Fürth/Krumbach blieb am Drücker, legte bis zur Pause immer klar vor.
Als sich dann aber nach dem Seitenwechsel die vergebenen Chancen häuften und in der Deckung phasenweise der Zugriff fehlte, kippte die Partie. Beim 24:20 (37.) führten noch die Gäste, beim 24:26 (42.) lagen sie erstmals mit zwei Toren hinten. Und der Rückstand wuchs schnell weiter an. Beim 26:32 (53.) war die Niederlage besiegelt. „Dennoch bin ich mit der gezeigten Leistung zufrieden. Gerade Spieler wie Daniel Fabian, die aus der zweiten Mannschaft ausgeholfen haben, machten ihre Sache wirklich gut“, lobte Trumpfheller den Youngster, der mit anderen aus der Reserve in die Bresche sprang.
HSG: Eisenhauer, Lindner, Dorn – Metzger (2), Matthis Jäckel (4), Renner (2), Fischer (4), Herdner (1), Sattler (1), Camcioglu (5), Mink (3), Fabian (1), Schütz, Kaiser (8/1). mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 11.05.2026
