Gäste haben nichts zu verlieren
Fürth/Krumbach zum Abschluss beim Zweiten gefordert.
Fürth. Als krasser Außenseiter fahren die Handballer der HSG Fürth/Krumbach am Samstag (9. Mai, 19.15 Uhr) zum Derby beim SV Erbach. Auch wenn die Erbacher am vergangenen Wochenende das Spitzenspiel gegen Groß-Bieberau II verloren haben und damit wohl keine Chance mehr auf den Titel haben, sind die Rollen zwischen dem Liga-Zweiten und -Zehnten klar verteilt. „Groß-Bieberau wird sich das nicht mehr nehmen lassen“, ist SVE-Abteilungsleiter Andreas Lulay überzeugt. „Aber wir wollen natürlich die überragende Runde jetzt auch gut zu Ende bringen.“ Die Erbacher haben zwei Spieltage vor Schluss zwei Punkte Rückstand auf Rang eins und den schlechteren direkten Vergleich gegenüber Groß-Bieberau.
Auch Fürth/Krumbachs Trainer Ingo Trumpfheller sieht seine Mannschaft als krasser Außenseiter: „Das ist ein Spiel, in dem wir überhaupt nichts zu verlieren haben“, meint er. „Wir wollen mit Spaß und Spielfreude an die Aufgabe herangehen und uns gut verkaufen. Vor allem wird hohe Laufbereitschaft gefragt sein.“ Nicht ganz so ideal ist die personelle Situation bei den Fürthern: Gerade einmal zehn Feldspieler hat Trumpfheller zur Verfügung und auf der Torhüterposition wird nach dem Bänderriss im Sprunggelenk bei Paul Seitz die Verantwortung auf Sören Dorn lasten.
Urgestein wird verabschiedet
Natürlich sei bei den Erbachern sicherlich die Luft nach den Niederlage im Spitzenspiel etwas raus, aber ihr letztes Heimspiel mit der Verabschiedung von Trainer-Urgestein Jens Becker würde sie ganz sich nicht verlieren wollen, ist sich Trumpfheller sicher. Becker, der in früheren Jahren auch in Fürth auf der Kommandobrücke stand, wird in der nächsten Runde keinen neuen Trainerposten übernehmen. „Ich werde erstmal gar nichts machen und habe auch einen Urlaub mitten in die Zeit gelegt, in der eigentlich die heiße Phase der Vorbereitung ist“, erzählt er. Allerdings: Komplett ausschließen will er ein Comeback nicht. Man solle nie nie sagen, „aber im Moment will ich erst einmal nichts mehr machen“, so Becker.
Für Becker übernimmt bekanntlich in der nächsten Runde Moritz Brandt das Zepter beim SVE. Nach fast 15 Jahren beim Liga-Konkurrenten HSG Bensheim/Auerbach sucht Brandt eine neue Herausforderung im Heppenheimer Stadtteil.
Zweite vor Pflichtaufgabe
Während die Oberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach ihre Saison bereits beendet haben und die Bezirksliga-Männer spielfrei sind und erst am nächsten, dem letzten Spieltag, noch einmal gefordert sind, stehen die Frauen der zweiten Mannschaft vor einer Pflichtaufgabe: Die HSG Fürth/Krumbach II von Trainer Gerald Röder ist am Sonntag (10. Mai, 15.45 Uhr) beim abgeschlagenen Schlusslicht FSG Lola II haushoher Favorit. Zumal bei den Lolas auch keine Unterstützung aus der ersten Mannschaft erwartet werden kann, da diese direkt danach am Ball ist und als Schlusslicht der Bezirksoberliga im Derby gegen Heppenheim unter Zugzwang steht, wenn die Klasse noch irgendwie gehalten werden soll. mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 07.05.2026
