Fast alles ist entschieden
Yannik Kaiser (rechts) und die HSG Fürth/Krumbach müssen am Samstag ein letztes Mal in dieser Saison zupacken. Bild: Gian-Luca Heiser
Fürth erwartet zum Saisonfinale MSG Lorsch/Einhausen.
Der letzte Spieltag der Handballligen in der Region ist nahezu spannungsfrei – zumindest mit Blick auf die Tabellen. Angefangen beim TV Groß-Rohrheim in der Oberliga, der seinen hervorragenden dritten Platz vor dem abschließenden Derby am Samstag (17 Uhr) gegen den TuS Griesheim schon sicher hat. In der Bezirksoberliga ist der SV Erbach vor dem Auswärtsspiel bei der HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten am Samstag (18 Uhr) bereits Vizemeister hinter der HSG Groß-Bieberau/Modau II. Zu Verschiebungen kann es noch im engen Mittelfeld kommen. Lampertheim will mit einem Derbysieg gegen den HC VfL Heppenheim (Samstag, 17 Uhr) seinen fünften Rang verteidigen.
Die HSG Bensheim/Auerbach könnte mit einem Sieg beim Tabellennachbarn MSG Roßdorf/Reinheim (Samstag, 18 Uhr) noch dessen achten Rang einnehmen und den Angriff der HSG Fürth/Krumbach, die am Samstag um 19 Uhr zum Derby die MSG Lorsch/Einhausen empfängt, abwehren. Aber alle Trainer sind sich einig: Die Motivation ist bei diesen Spielen um die goldene Ananas schwer hochzuhalten. Denn der Abstiegsplatz ist schon länger an die HSG Langen vergeben. „Wir müssen vor allem mal schauen, wer überhaupt fit ist. Die personelle Situation ist nicht einfach und wir werden sicherlich keine Risiken mehr eingehen“, erklärt Fürths Trainer Ingo Trumpfheller.
In der Bezirksliga ist die spielfreie TG Biblis nicht mehr von Rang eins zu verdrängen und die HSG Rüsselsheim/Bauschheim II wird in die Bezirksklasse absteigen müssen. Dort herrscht indes noch Spannung: Den aktuellen Tabellenführer SKV Mörfelden und den HC VfL Heppenheim II trennt nur ein Punkt. Die Heppenheimer legen am Samstag (15 Uhr) beim TV Groß-Rohrheim vor, Mörfelden empfängt ab 17.30 Uhr die TGB Darmstadt. Da die Heppenheimer den direkten Vergleich gegen Mörfelden gewonnen haben, hätten sie bei Punktgleichheit Titel und Aufstieg sicher. Ihren neunten Rang will die HSG Fürth/Krumbach II mit einem Heimsieg am Samstag (17 Uhr) gegen die TGB Darmstadt verteidigen.
Im Abstiegskampf der Bezirksklasse ist die HSG Bensheim/Auerbach II noch unter Druck. Durch den Rückzug des SV Erbach II und dass es dennoch einen sportlichen Absteiger geben muss, gibt es noch einen Zweikampf zwischen dem TV Groß-Rohrheim und den Bensheimern, die aktuell einen Punkt mehr auf dem Konto haben und am Samstag (15 Uhr) mit einem Sieg bei der SG Egelsbach II aus eigener Kraft den Klassenerhalt feiern können. In der 2. Bezirksklasse durfte der TV Siedelsbrunn schon vor zwei Wochen die Meisterschaft feiern.
Bei den Handballerinnen auf Bezirksebene sind die Entscheidungen ebenfalls schon gefallen: Aus der Bezirksoberliga steigt die HSG Weiterstadt/Braunshardt in die Oberliga auf und die FSG Lola – egal, wie das Kellerduell beim Drittletzten TGB Darmstadt am Samstag (17.30 Uhr) ausgeht – in die Bezirksliga ab. Der HC VfL Heppenheim hat seinen fünften Rang sicher und will am Freitag mit einer starken Leistung im Heimspiel gegen Weiterstadt seinen Coach Jozef Skandik in den Trainerruhestand verabschieden.
Aus der Frauen-Bezirksliga wird die HSG Langen aufsteigen, Absteiger gibt es in der untersten Klasse selbstredend keine, sodass das Spiel der HSG Fürth/Krumbach II (6.) gegen den TuS Zwingenberg II (11.) nur statistischen Charakter hat. mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 15.05.2026
