Einbruch nach der Pause kostet Punkte
David Fischer erzielte in Heppenheim sechs Tore. Bild: Fritz Kopetzky
Handball: HSG Fürth/Krumbach verliert nach starkem Beginn mit 24:26 (15:11) in Heppenheim. Die Enttäuschung ist groß.
Fürth. Diese Niederlage schmerzte: Die personell arg gebeutelte HSG Fürth/Krumbach unterlag auch im Bezirksoberliga-Auswärtsspiel beim HC VfL Heppenheim, verlor nach einer guten ersten Hälfte völlig den Faden und ließ beim 24:26 (15:11) beide Punkte in der Kreisstadt. „Wir sind wirklich sehr, sehr enttäuscht“, meinte HSG-Trainer Ingo Trumpfheller nach der Niederlage.
„In der ersten Hälfte haben wir das hier sehr gut gelöst, hätten aber mit einer Sechs-Tore-Führung in die Pause gehen müssen. Da haben wir schon einige Chancen ausgelassen.“ Was dann nach dem Seitenwechsel mit seinen Fürthern los war, konnte sich auch der erfahrene Coach nicht erklären. „Insbesondere der Rückraum hat nichts mehr auf die Reihe bekommen, und wir haben den Heppenheimer Torhüter reihenweise angeworfen.“
Sein Gegenüber, Heppenheims Coach Aykut Demiryol, war natürlich sehr zufrieden: „In der Halbzeit mussten wir uns schon ein bisschen schütteln. Positiv war, dass wir trotz eines bis dahin eher schwachen Spiels nur mit vier Toren hinten lagen“, betonte Demiryol, der mit Wiederanpfiff dann aber ein anderes Gesicht seiner Mannschaft sah. Vorentscheidend für die Wende zugunsten der Gastgeber war ein Heppenheimer 5:0-Lauf Mitte der zweiten Hälfte. Fürth lag noch 19:16 vorne (41.), um nur fünf Minuten später mit 19:21 hinten zu liegen. „Danach hatte ich das Gefühl, dass der HSG ein bisschen die Luft ausgegangen ist“, sagte Demiryol. „Wir haben das Spiel in dieser Phase im Angriff verloren“, ist sich Trumpfheller sicher. Zwar blieb Fürth/Krumbach danach immer in Schlagdistanz, durfte sogar beim 24:25 (59.) noch auf zumindest einen Punkt hoffen, doch dann fehlte auch noch das nötige Glück, die Niederlage war besiegelt.’
HSG Fürth/Krumbach: Seitz, Dorn – Metzger, Fischer (6), Matthis Jäckel (5), Mink (4), Herdner, Camcioglu (3), Koch (2), Kaiser (2/1), Renner (1), Schütz, Schüle (1).
TSV Pfungstadt II – HSG Fürth/Krumbach II 34:28 (19:12): Das Ergebnis liest sich deutlich, aber so unterlegen war die HSG Fürth/Krumbach II im Bezirksliga-Auswärtsspiel beim TSV Pfungstadt II gar nicht. „Bis zum 6:9 war das alles sehr in Ordnung“, fand auch HSG-Trainer Norbert Metzger. Doch danach riss der Faden bei den Odenwäldern, die Pfungstädter zogen auf 19:12 zur Pause davon. Im zweiten Durchgang zeigte Fürth Moral, hielt den Anschluss, aber ernsthaft verkürzen konnte die HSG nicht mehr. Die jungen Spieler im Fürther Kader zeigten gute Ansätze, „aber man hat ihnen natürlich auch angesehen, dass die Erfahrung etwas fehlt. Das ist aber kein Beinbruch, sondern das gehört zu solch einem Entwicklungsprozess einfach dazu“, findet Metzger.
HSG II: Steinmann, Lindner – Daubner (4), Baumgartl, Fabian (6), Bormuth, Mahl (2), Klein, Weber (5/2), Thiede (1), Raabe (9), Heinz, Krämer, Lenhardt (1).
TSV Pfungstadt II – HSG Fürth/Krumbach II 14:23 (9:11): Dank einer starken Defensivleistung im zweiten Durchgang feierten die Bezirksliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach einen klaren 23:14 (11:9)-Erfolg beim TSV Pfungstadt. „In der ersten Hälfte waren wir noch nicht konsequent genug und kamen auch nicht in den Gegenstoß“, meinte HSG-Trainer Gerald Röder. „Das wurde dann aber nach der Pause deutlich besser, und auch im Positionsangriff hatten wir gute Lösungen“, lobte er und sprach von einer „geschlossen guten Mannschaftsleistung“.
HSG II: Hess, Ruff – C. Dörsam (5/2), Laupichler (3), Pfeifer, Roth, Pludra, Thiede, Kapp (2), Klein (2), Bauer (4/1), Scholl (5), E. Dörsam (2). mep
Quelle: Odenwälder Zeitung, 27.04.2026
