13.06.2024

Das uneingeschränkte Rundum-Paket ist wieder im Angebot

Mit den Hobbyhandballern startete traditionell das Pfingstturnier der HSG Fürth/Krumbach. Auch wenn der Ball hier ins Tor geht, waren "TV-Feuerwehr Fitness" gegen körperlich sehr präsente "Schnelles Weinheim" beim 7:17 ziemlich chancenlos. Die Weinheimer kamen am Ende auf Platz vier, die Fürther wurden Zwölfter. (© Dagmar Jährling)

Über 120 Handballmannschaften genießen das Pfingstturnier der HSG Fürth/Krumbach – und die Organisatoren tun es auch. Stets mittendrin: der TV Eiche Dingelbe.

KRUMBACH. Auf die Jungs vom TV Eiche Dingelbe ist Verlass. Seit 50 Jahren kommen die Niedersachsen auf den Sauberg nach Krumbach, um die Gastfreundschaft der HSG Fürth/Krumbach beim alljährlichen Pfingstturnier zu genießen und nebenbei ein wenig Handball zu spielen. Das taten sie auch in diesem Jahr – mit ähnlich überschaubarem Erfolg wie zuvor meist auch. Sie belegten im lediglich fünf Mannschaften umfassenden Feld bei den Männern den vierten Platz. Neben dem Platz aber machten die Dingelber, dem Vernehmen nach, eine ausgezeichnete Figur.

Die geringe Resonanz bei den Erwachsenen – bei den Frauen traten acht Teams an, wobei die Gastgeber alleine drei stellten – tat dem Erfolg des Pfingstturnieres aber keinen Abbruch. An den drei Tagen waren über 120 Mannschaften am Start auf den Beach- und Kleinspielfeldern. „Es ist super gelaufen“, freute sich Fabian Beye von der Turnierorganisation: „In den letzten Jahren hat es an Pfingsten fast immer mindestens einen Tag geregnet, daher sind wir sehr froh, dass dieses Mal alle Spiele wie geplant stattfinden konnten.“ Dementsprechend erfreulich war auch das Feedback der Gäste, die sich gut umsorgt fühlten. Über 20 Mannschaften zelteten, über 100 Handballer hatten sich für das tägliche Frühstücksbuffet angemeldet. Insgesamt gingen 5000 Essen über die Theke. Beye: „Das ist natürlich eine Herausforderung, die die vielen freiwilligen Helfer aber mit Bravour gemeistert haben. Wir freuen uns, dass wir den Kindern und Jugendlichen nach drei Jahren Corona-Pause endlich wieder das uneingeschränkte Rundum-Paket für ihren Vereinsausflug anbieten konnten.“

Das wird gerne angenommen, bei den Wettbewerben des Nachwuchses sind die Kapazitäten erschöpft. Bei Männern und Frauen sieht Beye Luft nach oben: „In der Tat ist der Andrang bei den Erwachsenen etwas zurückgegangen. Während die Zahl angemeldeter Frauen- und Männerteams früher teils zweistellig ausfiel, haben wir mittlerweile Schwierigkeiten, die Startplätze zu füllen.“ Als Grund vermutet der Organisator, dass die meisten Mannschaften nach der Saison froh sind, einige Wochen entspannen zu können und den Handball in der Sporttasche lassen zu dürfen. Beye: „Sich direkt wieder für ein Turnier anzumelden wird dann oft zur Hürde. Wir hoffen, dass der Trend sich wieder umkehrt.“

Immerhin feierten die Gastgeber beim Männerturnier einen Doppelsieg: Fürth/Krumbach I lag vor Fürth/Krumbach II dank des 33:30 im vereinsinternen Duell. Bei den Frauen ging Platz eins an den HC VfL Heppenheim, der die zweite HSG-Mannschaft im Finale mit 18:16 bezwang. In die Siegerliste bei den Turnieren des Nachwuchses trug sich die HSG Bensheim/Auerbach insgesamt vier Mal ein. Je einmal standen Teams von TSV Birkenau, HLZ Friesenheim/Hochdorf, HSG Bieberau/Modau, TSV Pfungstadt, HC VfL Heppenheim und JSG Weschnitztal.

Das Turnier leitete die Turnierleitung mit Klaus Lannert, Harald und Jürgen Unger sowie Christine Arnold. Diese zeichneten die Siegermannschaften aus. Eine besondere Würdigung erhielten die weibliche C- und B-Jugend der HSG Fürth/Krumbach durch Fürths Bürgermeister Volker Oehlenschläger und Stefan Berg (Ausschuss für Mensch, Kultur und Sport). Beide Mannschaften sind Meister der Bezirksoberliga.

Gewürdigt wurde auch ein Mann, der meist im Hintergrund arbeitet: Platzwart Josef Koch. Der feierte an Pfingsten zwar seinen 70. Geburtstag, war aber bis zwei Tage vor dem ersten Anpfiff auf der Anlage noch voll in seinem Element.

Dingelbe liegt übrigens nicht an der Elbe, sondern im Landkreis Hildesheim. Und der ist auch eine Reise wert. Jedenfalls will eine Abordnung des TSV Krumbach in diesem Jahr noch hin, wenn der TV sein 111-jähriges Bestehen feiert. Handball spielen die Dingelber auch nicht mehr allein. Sie schlossen sich 2015 mit dem TV Garmissen-Ahstedt zur SG Börde Handball zusammen.

Ergebnisse vom Sauberg:

Hobbymannschaften, Finale: Tunesier – Alte Hasen 25:22; Spiel um Platz drei: Strohhüte – Schnelles Weinheim 19:13.

Weibliche E-Jugend, Finale: TSV Birkenau – TG Eberstadt 5:1; um Platz drei: HSG Fürth/Krumbach – HC VfL Heppenheim 12:11.

Weibliche D-Jugend, Finale: HSG Bensheim/Auerbach I – TSV Birkenau 13:3; um Platz drei: TV Lampertheim – TV Siedelsbrunn 5:4.

Weibliche C-Jugend, Finale. HSG Bensheim/Auerbach – HSG Fürth/Krumbach 16:9.

Weibliche B-Jugend, Finale: TSV Pfungstadt I – TSV Pfungstadt II 14:27; um Platz drei: HSG Fürth/Krumbach – TSV Birkenau 28:14.

Weibliche A-Jugend, Finale: HSG Bensheim/Auerbach – HSG Fürth/Krumbach 27:14; um Platz drei: HSG Ahntal/Calden – TSV Pfungstadt II 28:21.

Männlichen E-Jugend, Finale: JSG Weschnitztal – HSG Rodenstein 11:8; um Platz drei: SKG Roßdorf – HSG Fürth/Krumbach 2:5.

Männliche D-Jugend, Finale: HLZ Friesenheim/Hochdorf – TuS Griesheim 9:8; um Platz drei: HC VfL Heppenheim I – JSG Weschnitztal I 16:9.

Männliche C-Jugend, Finale: HSG Bensheim/Auerbach II – HSG Bensheim/Auerbach I 10:30; um Platz drei: HSG Friesenheim/Hochdorf – SKG Roßdorf 29:15.

Männliche B-Jugend, Finale: HC VfL Heppenheim – FTG Frankfurt24:22; um Platz drei: HSG Hemsbach/Laudenbach – HSG Fürth/Krumbach/Erbach II 23:21.

Männliche A-Jugend, Finale: HSG Bieberau/Modau – HSG Odenwald 29:28; um Platz drei: SG Leutershausen – HSG Fürth/Krumbach II 24:17.

Männer, Endstand: 1. HSG Fürth/Krumbach I 8:0 Punkte, 2. HSG Fürth/Krumbach II 6:2, 3. HSG Oberflockenbach/Weinheim 4:4.

Frauen, Finale: HC VfL Heppenheim – HSG Fürth/Krumbach II 18:16; Spiel um Platz drei: SG Heddesheim – FSG Lola 22:14.

Quelle: Starkenburger Echo, Markus Karrasch, 31.05.2023