17.07.2024

Herren 1 sichern sich Klassenerhalt

Eisenhauer lenkt und trifft
Großwallstadt. Sebastian Eisenhauer (Archivbild: Philipp Reimer) lenkte das Spiel der HSG Fürth/Krumbach in der so wichtigen Partie bei der MSG Großwallstadt: Mit seinem Treffer zum 29:28 neun Sekunden vor dem Abpfiff wischte er auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt in der Handball-Landesliga Süd beiseite.

Es war ein richtiges Herzschlagfinale: Zwei Tore fielen noch in den letzten neun Sekunden in der Partie in der Handball-Landesliga Süd zwischen der MSG Großwallstadt und der HSG Fürth/Krumbach. Am Ende stand es 29:29 – und die Odenwälder machten damit den Klassenerhalt perfekt. „Wir haben schön gefeiert, gemeinsam mit unseren Zuschauern“, freute sich HSG-Trainer Waldemar Rack auch über die Unterstützung von den Publikumsrängen, denn rund 100 HSG-Fans waren mit nach Großwallstadt gereist, um ihre Mannschaft im entscheidenden Spiel anzufeuern. Die Stimmung war dementsprechend gut und übertrug sich auf das Spielfeld, auch wenn die HSG die Anfangsphase der Partie etwas verschlief. Die Gäste konnten sich zunächst nicht auf die Offensiv-Aktionen der Groß-Wallstädter einstellen.

Nach etwa 10 Minuten hatte sich die HSG dann aber gefunden, spielte nun kompakter und ließ dem Gegner weniger Raum zum Agieren. Auf diese Weise war die HSG in der Lage, den Gegner zum Zeitspiel zu zwingen und bekam die Begegnung nun auch immer besser in den Griff. Im Angriff allerdings vergab sie auch diesmal wieder zu viele Chancen, sodass bei effizienterem Offensivspiel durchaus mehr für die HSG drin gewesen wäre. Doch auch Großwallstadt wusste, was auf dem Spiel stand, war es für die Gastgeber doch die letzte Chance, den drohenden Abstieg noch abzuwenden. Entsprechend solide präsentierten sich die Hausherren in der Defensive. Die HSG aber bewies Moral, kämpfte, und konnte sich im Laufe der zweiten Halbzeit sogar einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Leider konnte dieser nicht gehalten werden, da Großwallstadt in der Schlussphase an Tempo zulegte und erfolgreich auf den Ausgleich drängte. „Aber wir haben gut dagegen gehalten“, beobachtete Rack und lobte in diesem Zusammenhang vor allem das Zweikampfverhalten seiner Spieler, die nichts herschenkten.

In den letzten Minuten wurde es dann turbulent. Fürth/Krumbach führte 26:28, blieb dann aber vier Minuten ohne Treffer, was die Gastgeber eine halbe Minute vor dem Abpfiff zum 28:28 Ausgleich nutzten. Für die Gäste war es dann Sebastian Eisenhauer, der neun Sekunden vor dem Ende zum 28:29 traf. Großwallstadt führte im Gegenzug umgehend das Anspiel aus und machte mit der Schlusssirene noch das 29:29, was am Klassenerhalt der HSG und der damit verbundenen Feierlaune allerdings nichts mehr ändern konnte.

Das Unentschieden ging nach Ansicht von Rack in Ordnung, denn er hatte ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel zwei Mannschaften auf Augenhöhe gesehen. In der HSG-Offensive wurde Sebastian Eisenhauer zur Schaltzentrale. „Er war der Denker und Lenker“, erkannte Rack. In der Abwehr wusste Matthis Jäckel zu überzeugen. „Er war überragend“, würdigte Rack die Leistung des Nachwuchsspielers. Doch schließlich war es die gesamte Mannschaft, die in diesem für die HSG so wichtigen Spiel überzeugte und für einen versöhnlichen Abschluss einer Saison sorgte, die lange Zeit überhaupt nicht nach dem Geschmack der Odenwälder verlief. Erst nach der Winterpause und auch dank einer eilig einberufenen Krisensitzung war dann aber ein Aufbäumen zu erkennen, welches schließlich die Grundlage für den jetzigen Erfolg war. Rack jedenfalls – der seinen Vertrag bei der HSG bereits verlängert hatte – war zufrieden mit der Leistung seiner Sieben, die sich in den letzten sechs Wochen zum Klassenerhalt kämpfte.

Quelle: Odenwälder Zeitung, 15.04.2019