19.04.2024

Berichte vom Wochenende (KW 46)

HSG Fürth/Krumbach ist nicht zu stoppen

Bezirksliga-A-Handballerinnen feiern sechsten Sieg im sechsten Spiel. Jetzt wartet das Topspiel gegen den HC VfL Heppenheim. FSG Lola gewinnt verdient Derby in Zwingenberg

FÜRTH – (mep). Die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach sind nicht zu stoppen. Der Sieg gegen die TGB Darmstadt II war bereits der sechste im sechsten Saisonspiel, wodurch die Odenwälderinnen mit dem HC VfL Heppenheim Rang eins in der Bezirksliga A einnehmen. Und nach einem spielfreien Wochenende sowohl für Heppenheim als auch für Fürth steht am ersten Advent das Spitzenspiel an, wenn die Odenwälderinnen in die Kreisstadt müssen.

HSG Fürth/Krumbach II – TGB Darmstadt II 27:20 (17:9). Das Team von Trainer Gerald Röder erwischte einen Start nach Maß, führte nach elf Minuten mit 7:2 und geriet fortan auch nicht mehr in Bedrängnis. „Das war eine sehr gute Mannschaftsleistung“, freute sich der HSG-Coach, dessen Team beim 21:11 (39.) erstmals mit zehn Toren führte. Erst nach dem 25:13 (46.) schlichen sich ein paar Unkonzentriertheiten ein, die aber angesichts der klaren Führung zu verschmerzen waren.

HSG-Tore: Andrea Kloth (9/6), Anika Wolf (4), Regina Krämer (4/2), Jana Dörsam (3), Lilly Schüle, Anna Reimund (je 2), Kerstin Knapp, Silvia Weber, Nadja Pfeifer (je 1).

Quelle: Starkenburger Echo, 19.11.2019

HSG Fürth/Krumbach II – TuS Griesheim II 18:19 (7:9). „Wir haben es leider wieder nicht geschafft, uns zu belohnen“, ärgerte sich HSG-Trainer Stefan Eger. Die Odenwälder standen über die gesamte Spielzeit gut in der Deckung und erarbeiteten sich auch im Angriff gute Chancen. „Da haben wir aber leider die nötige Konsequenz vermissen lassen“, so Eger mit Blick auf gerade einmal 36 Prozent Effektivität: „Damit gewinnt man leider nicht.“ In der ersten Hälfte geriet Fürth mit 3:6 (23.) und 4:9 (28.) ins Hintertreffen. Beim 12:18 (52.) schien die Niederlage besiegelt, doch die Odenwälder kämpften sich heran. Aber nach dem Anschlusstreffer von Michael Krämer zum 18:19 (59.) lief ihnen die Zeit davon. „Schade, aber wir haben eine gute Leistung gezeigt und sind eindeutig wieder in der Spur. Unsere Punkte werden wir in den nächsten Spielen auch wieder sammeln“, ist Eger überzeugt.

HSG-Tore: Gottwein (7), Schott (3/3), Krämer, Renner, Kindinger (je 2), Lannert, Daubner (je 1).

Quelle: Starkenburger Echo, 19.11.2019

HSG Fürth/Krumbach – SG Egelsbach 21:31 (12:18). „Uns haben sicherlich auch ein Stück weit die Alternativen gefehlt“, bedauerte HSG-Trainer Franz-Josef Höly, gab aber auch zu: „Wir haben verdient verloren, weil wir einfach zu viele Fehler gemacht haben.“ Bis zum 11:11 (24.) war es ein Spiel auf Augenhöhe, zuvor legte Fürth sogar meist vor. Dann kam die erste verhängnisvolle Phase: Technische Fehler der Gastgeber, Gegenstöße Egelsbachs, und schon hieß es 11:17. Zu allem Überfluss schied Leistungsträgerin Vanessa Wagner mit einer Oberschenkelverletzung aus. Beim Stande von 15:23 (43.) nahm der HSG-Coach eine Auszeit, forderte seine Spielerinnen auf, in der Deckung aggressiver und vorne entschlossener zu agieren, doch dies gelang nur kurz. „Nach dem 19:24 haben wir uns auch ein Stück weit aufgegeben“, so Höly, der aber gleich wieder nach vorne blickt: „Wir werden im Training daran arbeiten, dass wir solche Fehler wie heute nicht mehr machen.“

HSG-Tore: Elena Weber (9/3), Katharina Brandenburger (5/1), Diana Helferich, Julia Renner (je 2), Stella Niklas, Vanessa Wagner, Hannah Hüttig (je 1).

Quelle: Starkenburger Echo, 19.11.2019

HSG Rodgau II – HSG Fürth/Krumbach 32:23 (18:14). Frust pur bei Waldemar Rack: „Wir spielen etwas, was klappt, um dann in der nächsten Situation wieder unsere Linie zu verlieren und irgendetwas Verrücktes zu probieren. So kann man in dieser Liga nicht bestehen“, fand der Fürther Trainer nach der neunten Niederlage im neunten Spiel deutliche Worte. Diesmal versuchte es Rack mit einer 3:2:1-Deckung, die phasenweise klappte, dann aber wieder mit haarsträubenden Fehlern gespickt war. Rack: „Es muss einfach mal verinnerlicht werden, dass, wenn was funktioniert, dass wir dann daran auch festhalten.“ Tatsächlich klappte die Deckung in der ersten Hälfte ganz ordentlich. Wäre im Angriff nicht wieder viel Wurfpech und eine schlechte Auswahl an Würfen gewesen, der Rückstand hätte keine vier Tore betragen. Dafür ging es dann im zweiten Abschnitt ganz schnell: Beim 14:20 (33.) betrug der Abstand schon sechs Treffer, nach einem kurzen Aufbäumen (18:22, 42.) wuchs der Rückstand auf zehn Tore an, was beim 18:28 sieben Minuten vor dem Ende die Entscheidung war.

Fürther Tore: Kaiser (7), Schuricht, Helferich (je 4), Koch (4/1), Eisenhauer (3), Schüle (1).

Quelle: Starkenburger Echo, 18.11.2019

Nach 18 Minuten Fuß wieder vom Gas

Fürth/Krumbach. Handball-Landesligist HSG Fürth/Krumbach musste sich am Samstag beim Tabellenneunten HSG Rodgau/Nieder-Roden II mit 23:32 (14:18) geschlagen geben. Bis zur 18. Minute waren die Gäste gut im Spiel. Dann aber schlichen sich die bekannten Fehler ein bei den Fürthern, die vor allem im Angriff überhastet agierten und viele Einzelaktionen fuhren. Und so stimmte Fürths Trainer Waldemar Rack wieder das alte Lied an und ärgerte sich einmal mehr über die Tatsache, dass sein Team immer dann den Fuß vom Gas nimmt, wenn es gerade an Fahrt aufgenommen hat. „Das verstehe ich nicht“, sagte Rack. Zwei Minuten brauchten die Gäste, um ins Spiel zu finden. Mit 3:1 legten die Hausherren vor, doch Fürth fand zu seiner Linie und ging mit 6:4 in Führung. Dann häuften sich die nervösen Aktionen in der Offensive. Auch eine Auszeit brachte keine Verbesserung. Nieder-Roden fuhr einige Tempogegenstöße zum 18:14-Halbzeiterfolg.

Auch in der zweiten Halbzeit konnte Fürth das Ruder nicht herumreißen und die Gastgeber bauten ihren Vorsprung sogar bis auf sieben Tore aus. „Wir wollten versuchen, den Gegner unter Druck zu setzen und damit zu Fehlern zu zwingen, die wir ausnutzen wollten“, beschrieb Rack den Matchplan. Das ging aber nur teilweise auf. Lediglich drei Tempogegenstöße konnte Fürth abschließen. Der Rest ging an den Gegner, auch weil die HSG Fürth/Krumbach im Abschluss zu ungeduldig war und sich zu allem Überfluss noch fünf Zeitstrafen einhandelte. Insgesamt zehn Minuten lang spielte Fürth somit in Unterzahl.

Torwart Till-Sebastian Krause war noch der beste Spieler bei den Gästen. Im Angriff wurde Fabian Beye schmerzlich vermisst. „Für uns wird es jetzt richtig schwer. Wir müssen den Schalter noch in diesem Jahr umlegen, sonst wird das nichts mehr“, sagte Rack.
HSG Fürth/Krumbach: Krause, Hebling – Schuricht (4), Koch (4/1), Eisenhauer (3), Helferich (4), Schüle (1), Kaiser (7), Jäckel, Dreier, Beller, Wagner, Mink. jaz

Quelle: Odenwälder Zeitung, 18.11.2019