03.03.2024

Berichte vom Wochenende (KW 48)

Heppenheims Tina Meierhöfer schließt gegen die HSG Fürth/Krumbach II erfolgreich ab. Die Kreisstädterinnen gewinnen das Topspiel der Bezirksliga A mit 25:19. (Foto: Dagmar Jährling)

HC VfL Heppenheim tut sich im Spitzenspiel schwer

In der Frauenhandball-Bezirksliga A kann die HSG Fürth/Krumbach II dem Spitzenreiter lange Paroli bieten. „Für uns ist das kein Beinbruch“, sagt denn auch Trainer Gerald Röder.

HEPPENHEIM – 39 Minuten lang war das Spitzenspiel der Frauenhandball-A-Liga ein Duell auf Augenhöhe: Die HSG Fürth/Krumbach II bot im Duell der beiden bis dato verlustpunktfreien Teams dem HC VfL Heppenheim Paroli. Doch nach dem 13:13 sorgte die schwache Chancenverwertung der Odenwälderinnen schließlich für die Entscheidung und letztlich für die 19:25 (11:13)-Niederlage in der Kreisstadt.

„Wir haben uns sehr schwer getan. Ich war zwar immer überzeugt, dass wir gewinnen werden, aber über weite Strecken sah es aus, als würden wir mit angezogener Handbremse spielen“, meinte HC VfL-Trainer Sascha Köhl, der letztlich aber einen verdienten Sieg und eine „starke Mannschaftsleistung“ lobte.

Fürths Trainer Gerald Röder war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Auswärts in Heppenheim zu verlieren, ist kein Beinbruch“, betonte er und zollte seiner Mannschaft Respekt: „Wir haben hier kämpferisch ein ganz starkes Spiel gemacht und waren auch spielerisch ebenbürtig“, so Röder: „Letztlich war es die Chancenverwertung, die uns den Sieg kostete.“

In der ersten Hälfte konnte sich keine Mannschaft absetzen, auch wenn Heppenheim nach dem 7:8 (16.) etwas besser in der Partie war und 11:9 und 13:11 führte. Die entscheidende Phase folgte dann kurz nach dem Seitenwechsel: Die Odenwälderinnen egalisierten zum 13:13 (33.) und waren nach einer Zeitstrafe gegen Laura Elsesser in Überzahl. „Da hatten wir dann drei Chancen, die wir aber allesamt nicht nutzen konnten“, ärgerte sich Röder.

HC VfL-Tore: Jennifer Dickson (7/3), Laura Elsesser (6), Laura Jochem (4), Jasmin Werle (4/3), Johanna Meyer (3), Tina Meierhöfer (1); HSG-Tore: Lilly Schüle (5), Kerstin Knapp (3), Andrea Kloth (3/2), Anika Wolf, Jana Dörsam, Anna Reimund, Ramona Winkler, Silvia Weber, Nadja Pfeifer, Lara-Sophie Decker (je 1), Regina Krämer (1/1).

Woche für Woche dieselbe Leier bei Fürth/Krumbach

Die HSG bringt sich in der Handball-Landesliga auch in Offenbach in wenigen Minuten um einen möglichen Erfolg und kassiert die nächste Niederlage.

FÜRTH – Es bleibt dabei: Die HSG Fürth/Krumbach bringt sich binnen weniger Minuten um alle Chancen. Auch im Landesliga-Kellerduell beim Vorletzten Offenbacher Kickers hielt der punktlose Letzte aus dem Odenwald gut mit, geriet aber nach dem Seitenwechsel von 12:15 binnen zwölf Minuten mit 12:25 ins Hintertreffen und verlor 21:35. „Das war bitter“, fasste Fürths Trainer Waldemar Rack die Partie zusammen. Der Übungsleiter hatte seine Mannschaft glänzend auf das Tempospiel der Offenbacher eingestellt. Gegen die extrem offensive Deckung der Kickers klappten die einfachen Auslösehandlungen der HSG, und beim 5:1 (7.) schien erstmals in dieser Runde ein Sieg möglich. In der Folge kam Offenbach zwar heran, aber bis zum 11:10 (22.) lag stets Fürth/Krumbach vorn. Doch dann kassierten die Odenwälder Zeitstrafen, verloren ihre taktische Linie. Als sich dann im zweiten Abschnitt die strittigen Schiedsrichterentscheidungen gegen die HSG häuften und die Gäste immer mehr mit sich und den Unparteiischen haderten, hatte Offenbach leichtes Spiel. „Das darf in dieser Form nicht passieren. Wir müssen uns auf uns konzentrieren“, ärgerte sich Rack. Schließlich kam es wie befürchtet: Die Kickers überrannten aus ihrer offensiven Deckung die Fürther, in deren Angriff Fabian Beye und Matthis Jäckel auf sich alleine gestellt waren. „Von der linken Seite kam zu wenig Unterstützung“, so Rack, der insbesondere Jäckel lobte: „Er hat unermüdlich gerackert und war in der Deckung ein richtiger Terrier. Aber unterm Strich war das als Mannschaftsleistung zu wenig.“

HSG-Tore: Beye (8), Jäckel, Koch, Kaiser (je 3), Eisenhauer (2), Schuricht, Helferich (je 1).

Quelle: Starkenburger Echo, 02.12.2019