30.05.2024

Die Chancenverwertung war unterirdisch | Die Zeit läuft davon

„Die Chancenverwertung war unterirdisch“

Handball: HSG Fürth/Krumbach enttäuscht bei der 22:24-Niederlage gegen die HSG Riedstadt

Fürth/Krumbach. So hatte sich Stefan Eger das Auswärtsspiel seiner HSG Fürth/Krumbach bei der HSG Riedstadt nicht vorgestellt. Der Trainer des Handball-Bezirksoberligisten wusste zwar, dass es eine schwere Aufgabe werden würde, aber dass seine Mannschaft einen solch schwarzen Tag erwischen würde, damit rechnete er dann doch nicht. „Wir waren heute über weite Strecken einfach schlecht. Vor allem die Chancenverwertung war unterirdisch“, bemängelte Eger nach der 22:24-(15:10)-Niederlage.

Dabei schienen die personell dünn besetzten Fürther nach dem 4:5 die Partie in den Griff zu bekommen, setzten sich — basierend auf einer ordentlichen Deckung — über 5:8 (16.) auf 11:16 (21 .) und 15:19 kurz vor der Pause ab. Doch die Sechs-Tore-Führung hatte nicht lange Bestand. Nach einer Schwächephase direkt nach dem Seitenwechsel, in der die Odenwälder 14 Minuten ohne eigenen Torerfolg blieben, drehte Riedstadt das Resultat vom 15:20 (39.) zum 22:20 (51). Erst Matthis Jäckels Treffer zum 21:22 beendete in der 53. Minute die Torflaute. „Das war eine ganz bittere Phase“, schüttelte Eger fassungslos den Kopf, zeigte sich aber auch selbstkritisch. „Ich will mich gar nicht ausnehmen. Auch mein Coaching war nicht ideal. Als bei uns nichts mehr zusammenlief, hätte ich früher die Auszeit nehmen müssen. Ich habe zu lange gewartet“, so Eger, der immer noch hoffte, dass der Knoten wieder platzen würde.

Tatsächlich schien Fürth/Krumbach nach einem weiteren Treffer von Jascha Schuricht zum 22:22 (58.) die Partie noch einmal drehen zu können, doch zwei weitere Fehlwürfe später stand es wieder 22:24 und die Schlusssirene besiegelte die durchaus überraschende Niederlage. „In der zweiten Hälfte haben wir den Gegner stark gemacht. Mit jeder Aktion, die bei uns nicht klappte, glaubte Riedstadt wieder an seine Chance. Dann kamen die Zuschauer als Faktor dazu und so haben wir dieses Spiel aus der Hand gegeben. Das war eine ganz andere Leistung als noch in der Vorwoche, als wir mit enorm viel Energie gegen Groß-Rohrheim gewonnen haben – aber das war auch zu Hause“, so Eger, der sein Team nun zunächst nicht im Fokus sieht, wenn es um die Top-Plätze der Liga geht.

HSG Fürth/Krumbach: Henrik Richter, Hebling – Beye (5), Matthis Jäckel (2), Schuricht (8/2), Renner, Koch, Fischer (3), Kilian (1), Sattler, Mink, Kaiser (3). mep

Die Zeit läuft davon

Handball: Fürther Frauen kassieren 25:26-Derbyniederlage beim SV Erbach

Fürth. Am Ende lief der HSG Fürth/Krumbach einfach die Zeit davon. Im Derby der Frauenhandball-Bezirksoberliga verloren die Odenwälderinnen beim SV Erbach mit 25:26 (9:15), hätten aber mit mehr Konsequenz in der Chancenverwertung auch leicht gewinnen können. „Das war heute wieder ärgerlich. Wir hatten Chancen, glasklare Chancen, um mehr als 30 Tore zu machen und haben es wieder nicht geschafft, uns zu belohnen“, ärgerte sich Fürths Trainer Martin Guthier.

Einen Vorwurf konnte er seiner Mannschaft aber nicht machen. „Die Vorzeichen waren alles andere als ideal. Einige Spielerinnen waren angeschlagen, spielten aber dennoch und stellten sich damit in den Dienst der Mannschaft“, zollte der Coach seinem Team trotz der Niederlage Respekt und nannte beispielhaft Jil Dingeldein. „Sie war erkältet, lag am Samstag noch im Bett und spielte am Sonntagabend richtig gut. Sie war wirklich bärenstark. Aber irgendwann fehlen einfach auch ein paar Körner“, so Guthier, der für alle Fälle auch Diana Helferich sowie zwei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft in den Kader nahm. „Wir konnten im Vorfeld einfach nicht absehen, wie die angeschlagenen Spielerinnen durchhalten werden“, erklärte der Trainer.

Von Beginn an lieferten sich beide Seiten eine intensive Partie, wobei Erbach besser ins Spiel fand, meist knapp verlegte und dann binnen drei Minuten vor dem Seitenwechsel die Weichen schon auf Sieg stellte. „Da hatten wir eine ganz schwache Phase“, ärgerte sich Guthier, dass aus dem 9:11 ein 9:15 wurde. Im zweiten Abschnitt lief Fürth/Krumbach dem Rückstand immer hinterher, lag sechs Minuten vor dem Ende noch mit 19:25 hinten. Doch dann ging noch einmal ein Ruck durch das HSG-Team. Nun waren es die Gäste, die die Fehler Erbachs bestraften und sich über 22:25 (56.) nach einem Doppelpack von Vanessa Wagner, die wieder am Kreis einsprang, auf 25:26 herankämpfte.

Und noch immer waren 50 Sekunden auf der Uhr. Doch kurz darauf nahm Bernd Meyer, Trainer der Erbacherinnen, noch eine Auszeit und die letzten Sekunden rettete der SVE den Heimsieg über die Zeit.

HSG Fürth/Krumbach: Stephan – Helferich, Weber (6/3), Beye (2), Annika Dörsam (6), Wagner (4), Reimund, Johanna Dörsam (1), Jana Dörsam, Obermeier (1), Kloth (3), Dingeldein (2). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 26.09.2023