13.06.2024

Die HSG Fürth/Krumbach muss sich Fragen stellen

Drei Tore erzielte Marcus Koch gegen den TV Trebur. An der Angriffsleistung der HSG Fürth/Krumbach lag es im Heimspiel gegen den Aufsteiger nicht. Bild: Fritz Kopetzky

Der TV Trebur liegt der HSG Fürth/Krumbach offensichtlich überhaupt nicht: Im letzten Spiel vor der Winterpause unterlagen die Odenwälder beim Aufsteiger mit 30:35, wollten nun im Rückspiel am Sonntagabend gleich Wiedergutmachung betreiben. Doch am Ende stand nur ein 34:34 (19:17)-Unentschieden – und das auch noch überaus glücklich.

90 Sekunden vor dem Ende erzielte Trebur den Treffer zum 34:32, HSG-Trainer Sebastian Eisenhauer nahm direkt eine Auszeit und stellte sein Team noch einmal für die letzten Sekunden ein. Nach einem schnellen Treffer von Jascha Schuricht waren noch 56 Sekunden auf der Uhr, Trebur vergab den Angriff und die Odenwälder nutzten fast mit der Schlusssirene noch durch Matthis Jäckel ihren letzten Wurf zum Ausgleich. „Wenn man so zum Unentschieden kommt, muss man mit dem einen Punkt zufrieden sein“, gab Eisenhauer im Anschluss zu. Gar nicht zufrieden war er – wie schon im Hinspiel – mit der Defensivarbeit seiner Mannschaft: „Wir haben viel zu viele Eins-gegen-eins-Aktionen verloren. Aber das Hauptproblem war, dass wir überhaupt ins Eins-gegen-eins kamen und nicht kompakter zusammengeschoben haben“, so der Coach.

An der Offensivleistung hatte er hingegen wenig auszusetzen: „Das hat gepasst. Aber wir müssen jetzt schauen, dass wir uns in der Abwehr wieder stabilisieren, sonst haben wir ein echtes Problem“, hofft er auf eine deutliche Steigerung, wenngleich er auch zugibt: „Trebur ist keine schlechte Mannschaft und hat sich in den letzten Monaten stabilisiert.“

Schon in der ersten Hälfte entwickelte sich eine offene Partie mit wechselnden Führungen. Immer wieder kassierte Fürth/Krumbach schnelle Gegentore, fand keine Einstellung in der Defensive. Daher versuchte es Eisenhauer Mitte der zweiten Hälfte mit Manndeckungen gegen gleich zwei Treburer Rückraumschützen. Damit lief es zwar etwas besser, aber wirklich in den Griff bekam die HSG die Partie auch in der Folge gegen kampfstarke Gäste nicht.

HSG Fürth/Krumbach: Hebling, Henrik Richter – Beye (4), Malte Jäckel, Matthis Jäckel (2), Schuricht (9/1), Renner (2), Koch (3), Fischer (2), Kilian (4), Mink (2), Lars Richter, Kaiser (6).

HSG Fürth/Krumbach II – TV Lampertheim 27:36

Erneut nichts zu holen gab es am Sonntagnachmittag für die A-Liga-Handballer der HSG Fürh/Krumbach II. Nachdem die Odenwälder in ihrem letzten Spiel vor der Winterpause beim TV Lampertheim klar mit 22:29 unterlagen, lief es diesmal nur geringfügig besser, am Ende stand eine 27:36 (12:19)-Heimniederlage zu Buche. HSG-Trainer Ingo Trumpfheller, der diesmal einen breiteren Kader zur Verfügung hatte, als im Hinspiel, monierte viele technische Fehler und vor allem etliche Fehlwürfe. „Wir haben in der Anfangsphase zu viele Chancen ausgelassen, darunter etliche richtig freie Würfe“, ärgerte sich Trumpfheller.

Lampertheim, das diesmal in Vertretung des privat verhinderten Trainers Tobias Führer von Michael Redig gecoacht wurde, fand besser in die Partie, bestrafte die Fehler der Gastgeber eiskalt und setzte sich im Stile einer Spitzenmannschaft auf 11:4 und 13:6 (21.) ab. „Wir haben nichts anbrennen lassen, auch wenn es nicht über die komplette Spielzeit so souverän war“, meinte Redig. Denn Fürth/Krumbach steckte trotz des deutlichen Rückstands nicht auf, verkürzte in der zweiten Hälfte mehrfach auf fünf Tore, doch näher kam man nicht mehr heran.

In der Schlussviertelstunde übernahmen die favorisierten Gäste wieder das Kommando, setzten sich über 29:21 auf 34:25 (54.) ab. Damit bleibt Lampertheim als Tabellenzweiter im Meisterschaftsrennen, während Fürth als Neunter auf die nächsten Wochen hofft: „Nachdem nun die Verletzten nach und nach zurückkommen, müssen wir uns wieder etwas einspielen. Da kam das Lampertheim-Spiel vielleicht einfach noch zu früh“, so Trumpfheller.

HSG Fürth/Krumbach II: Alexander Schmitt, Dorn – Andreas Schmitt (4), Klink (2), Jäckel (1), Meiß (2), Weber (3), Schütz (1), Volk (3), Camcioglu (9/4), Brunnengräber, Schüle (1), Lannert (1), Jäger. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 23.01.2024