03.03.2024

HSG will das Ruder herumreißen

Die HSG Fürth/Krumbach (in der Abwehr) würde gerne den Sieg vom ersten Spieltag gegen den TV Groß-Rohrheim wiederholen. Bild: Ernst Lotz

Handball: Tabellenführer TV Groß-Rohrheim ist nach der Niederlage in Fürth gewarnt. Frauen gastieren bei einer „Wundertüte“

Fürth/Krumbach. Das Ruder herumreißen wollen am Sonntag (Anwurf 16 Uhr) die Handballer der HSG Fürth/Krumbach. Nach zwei eher schwachen Spielen, in denen man gegen Trebur vor allem Defensivschwächen offenbarte, geht es nun zum Tabellenführer TV Groß-Rohrheim. „Wir haben schon gezeigt, dass wir diese Mannschaft schlagen können“, erinnert HSG-Trainer Sebastian Eisenhauer an den 25:22-Erfolg vom ersten Spieltag.

Und genau dieses Resultat sorgt dafür, dass man in Groß-Rohrheim mit großem Respekt auf diese Partie schaut: „Fürth hat eine richtig starke Mannschaft. Auf jeder Position sind sie individuell glänzend besetzt“, zollt TVG-Trainer Frank Herbert den Odenwälder Respekt. „Mich wundert es ehrlich gesagt, dass Fürth schon so viele Punkte abgegeben hat“, hätte der Coach die HSG eigentlich mitten drin im Meisterschaftskampf erwartet. Doch mit 18:10 Punkten muss sich Fürth/Krumbach derzeit erst einmal bemühen, nicht ins Niemandsland der Tabelle abzurutschen und zumindest Rang vier zu untermauern. Das Spitzenduo Groß-Rohrheim und Modau ist mit 24:4 Punkten vorerst nicht mehr in Reichweite.

„Wir müssen unser Hauptaugenmerk auf die Deckung legen, müssen dort wieder wesentlich beweglicher sein und uns gegenseitig unterstützen“, fordert Sebastian Eisenhauer, dass man weniger in Eins-gegen-rins-Situation gerät. Gegen Groß-Rohrheim kommt noch hinzu, dass das Rückzugsverhalten stimmen muss. „Der Gegner geht hohes Tempo und es muss uns gelingen, die erste und zweite Welle zu unterbinden und selbst wieder Nadelstiche im Umschaltspiel zu setzen“, so der Fürther Trainer.

Zweite Mannschaft besser besetzt

In die Erfolgsspur zurück möchte auch das A-Liga-Team der HSG Fürth/Krumbach II, das am Sonntag (17 Uhr) beim Tabellenfünften HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden gefordert ist. „Nachdem wir nun personell wieder etwas besser besetzt sind, brauchen wir zwar noch etwas Zeit, um uns wieder einzuspielen, aber es sollte schon vorangehen“, würde Trainer Ingo Trumpfheller am liebsten schon gegen Weiterstadt die Bilanz – aktuell ist man mit 10:18 Punkten Neunter – aufpolieren, ehe mit Riedstadt (12.), Rüsselsheim (10.) und Langen (8.) Gegner kommen, gegen die Siege fast schon Pflicht sind.

Fleißig Punkte sammeln wollen in den nächsten Wochen auch die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach. „Wir möchten einen Strich unter den bisher wenig erfreulichen Saisonverlauf machen und nach vorne blicken“, so Trainer Martin Guthier. Am Samstag (18 Uhr) startet Fürth mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenfünften TSV Modau ins neue Jahr und damit bei einer Mannschaft, die nur einen Rang besser platziert ist, derzeit aber drei Punkte mehr auf dem Konto hat. „Modau ist immer eine Überraschungstüte. Man weiß nie, was einen dort erwartet. Das Spiel wird in erster Linie von der Tagesform entschieden werden“, glaubt Guthier. Bis auf Kreisläuferin Katharina Brandenburger, die privat verhindert ist, sollten bei Fürth alle Spielerinnen an Bord sein. Das Training verlief zuletzt trotz einiger Ausfälle vielversprechend, ein Testspiel gegen Birkenau brachte die Odenwälderinnen wieder in den Wettkampfmodus zurück.

Guthier hört sich alles an

Unterdessen laufen bei der HSG auch die Planungen für die kommende Runde, nachdem seit Dezember klar ist, dass Martin Guthier zum Rundenende aufhört. Spruchreif ist allerdings noch nichts und auch Guthier selbst hat noch keinen neuen Trainerjob angenommen. „Ich suche auch nicht aktiv, höre mir aber die Anfragen natürlich an. Es muss einfach passen, sonst kann ich mir auch sehr gut vorstellen, einfach mal zu pausieren“, erklärt der Coach.

Mit dem Auswärtsspiel beim TSV Modau II (6.) startet der Frauen-A-Ligist Fürth/Krumbach II am Samstag (16 Uhr) ins neue Jahr und würde mit einem Sieg bis auf einen Punkt an die Gastgeberinnen herankommen können. Dass man nicht chancenlos ist, zeigt ein Blick auf das Hinspiel, als sich die beiden Kontrahenten nach einer engen Partie mit 20:20 trennten. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 26.01.2024