13.06.2024

Die richtige Stellschraube | Ein kleiner Schritt nach vorne

Handball: HSG Fürth/Krumbach siegt in Bensheim ungefährdet

Fürth/Krumbach. Eine starke zweite Hälfte reichte den Handballern der HSG Fürth/Krumbach, um das Bezirksoberliga-Auswärtsspiel bei der HSG Bensheim/Auerbach klar mit 31:23 (15:13) für sich zu entscheiden. „Nach der Pause haben wir das ganz souverän gelöst“, fand Fürths Spieler Lars Richter.

Ausschlaggebend für den letztlich überzeugenden Sieg waren dabei zwei Faktoren: Zum einen waren die Bensheimer personell arg gehandicapt, zum einen stellte Fürths Trainer Sebastian Eisenhauer nach dem Seitenwechsel seine Deckung von 6:0 auf 3:2:1 um und fand damit die entscheidende Stellschraube. Gegen diese offensivere Abwehr hatte die mit Spielern aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft zusammengewürfelte Bensheimer Mannschaft kein Mittel mehr parat und leistete sich viele Ballverluste, die die Odenwälder zu Kontern nutzten.

In der ersten Hälfte tat sich Fürth/Krumbach hingegen noch schwer gegen die kampfstarken Gastgeber, die zwar spielerisch limitiert waren, aber nie aufsteckten. Zwar gerieten die Bensheimer nach dem 5:4 (7.) mit 6:9 (14.) ins Hintertreffen, kämpften sich aber ebenso wieder heran wie nach dem 8:12 (18.), als es noch einmal zum 13:13-Ausgleich kurz vor der Pause reichte. Entsprechend zufrieden war auch Interimstrainer Rene Schramm, der den im Urlaub weilenden Moritz Brandt vertrat: „Die Jungs, die da waren, haben das gut gemacht“, fand er angesichts von einigen Grippe- und Corona-Kranken in seinem Team. „Wir haben unter der Woche mit vier Mann trainiert – und davon waren zwei aus der Jugend“, ergänzt er.

Fürth/Krumbach setzte sich nach dem Seitenwechsel schnell von 17:15 (34.) auf 21:15 (38.) ab und spätestens als beim 27:17 (48.) erstmals eine Zehn-Tore-Führung auf der Anzeigetafel stand, konnte sich Trainer Sebastian Eisenhauer entspannt zurücklehnen. Die Bensheimer gaben zwar nicht auf, aber an diesem Abend fehlten ihnen die Mittel. Ein Sonderlob erhielt Fabian Beye, der ein richtig gutes Spiel gemacht hat und bei seinen beeindruckenden elf Treffern kaum Fehlversuche hatte. „Fabian war heute extrem wichtig. Sowohl in der Abwehr, als auch natürlich im Angriff“, attestierte Eisenhauer.

Jens Becker freigestellt

Nach dem Derbysieg steht nun die Vorbereitung auf das nächste packende Duell an: Am Samstag kommt die MSG Roßdorf/Reinheim nach Fürth. Die Gäste waren als Titelkandidat Nummer eins in die Runde gestartet, hatten mit dem erfahrenen Jens Becker, der auch schon in Fürth aktiv war, einen neuen Trainer verpflichtet. Doch als Sechster mit bereits elf Minuspunkten hinkt die MSG ihrem eigenen Anspruch weit hinterher. Die Folge war, dass Ende der Woche Becker als Trainer freigestellt wurde. Dabei wurde „eine beiderseitige Unzufriedenheit mit der Situation“ als Grund genannt. Gegen Fürth wird nun der seitherige Co-Trainer Steffen Müller die Verantwortung inne haben.

HSG Fürth/Krumbach: Henrik Richter, Hebling – Beye (11), Jäckel (4), Renner, Koch (1), Fischer, Sattler (1), Kilian, Mink (3), Lars Richter, Kaiser (11/2). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 04.12.2023

Ein kleiner Schritt nach vorne

Handball: Damen der HSG Fürth/Krumbach verlieren auch in Heppenheim, halten aber gut dagegen

Fürth. Bei den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach ist einfach der Wurm drin. War es zuletzt die Defensive, die nicht sattelfest genug war, um Punkte zu sammeln, war es im Derby beim HC VfL Heppenheim der Angriff, der die nötige Durchschlagskraft und auch die Konsequenz in der Chancenverwertung vermissen ließ. Die Folge: Eine ärgerliche 20:22 (9:10)-Niederlage, durch die die Odenwälderinnen als Siebter mit enttäuschenden 5:13 Punkten auf der Stelle treten.

„Wir wollten heute unser Hauptaugenmerk auf die Abwehr legen und das haben meine Spielerinnen wirklich ganz ausgezeichnet gemacht“, lobte HSG-Trainer Martin Guthier. „Die Vorgaben wurden umgesetzt und gerade einmal 22 Gegentore sind wirklich gut.“ Doch offensiv lief es nicht rund, mit dem Saison-Minus von gerade einmal 20 eigenen Treffern reichte es nicht zum erhofften Punktgewinn. „Heute hat man wieder gesehen, wie schwer es ist, aus einem solchen Negativlauf raus zu kommen. Es hat in einigen Phase einfach das Spielglück gefehlt, das man nach ein paar Siegen fast schon automatisch hat“, so Guthier.

Keinen Vorwurf konnte er indes in kämpferischer Hinsicht machen. Bis zuletzt versuchten die Fürtherinnen alles, liefen aber ohne das nötige Selbstvertrauen in die eigene Klasse einem Rückstand hinterher. Dabei hätte eine gelungener Start mit einer 6:3 und 7:5-Führung gerade das Selbstvertrauen bringen können. Doch noch vor der Pause leistete sich die HSG einige individuelle Fehler, geriet nach dem 9:7 (26.) binnen vier Minuten noch mit 9:10 in Hintertreffen. Das zarte Pflänzchen Selbstvertrauen war von den Gastgeberinnen zertreten worden.

Im zweiten Durchgang gelang Fürth noch einmal die Führung (13:12, 38.), danach übernahm Heppenheim das Kommando und setzte sich auf 18:14 (47.) ab. Beim 21:17 fünf Minuten vor dem Ende schien die Entscheidung gefallen. Es spricht aber für den Kampfgeist der HSG-Damen, dass sie bis zum Schluss alles gaben, wenngleich der 20:21-Anschlusstreffer (59:22) durch Franziska Beye zu spät kam.

Heppenheim spielte die Zeit nun geschickt herunter, fast mit der Schlusssirene traf Laura Elsesser zum 22:20-Endstand für den HC VfL. „Auch wenn es heute leider wieder nicht gereicht hat, war es ein Schritt nach vorne“, fand Martin Guthier nach der Partie. „Jetzt wollen wir diesen Aufwärtstrend fortsetzen und dann bin ich mir sicher, dass wir noch vor Weihnachten auch Punkte holen werden.“ mep

HSG: Stephan, Guthier; Brandenburger (1), Weber (10/4), Beye (2), Annika Dörsam, Reimund (1), Johanna Dörsam, Jana Dörsam, Obermeier, Jöst (4), Kloth (1), Dingeldein (1).

Quelle: Odenwälder Zeitung, 05.12.2023