30.05.2024

Die Überraschung nur knapp verpasst

Handball: HSG-Frauen bringen Pfungstadt beim 18:21 ins Wanken

Fürth. Im Vorfeld stand eigentlich nur die Höhe der Niederlage in Frage: Die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach gingen als krasser Außenseiter in die Partie gegen den bisher noch verlustpunktfreien Bezirksoberliga-Spitzenreiter TSV Pfungstadt. Doch dann zeigten die Odenwälderinnen eine couragierte Vorstellung, ärgerten den Favoriten, mussten sich am Ende aber dennoch knapp mit 18:21 (7:13) geschlagen geben.

„Das war heute ein richtig gutes Spiel. Insgesamt eine wirklich tolle Leistung, aber wir haben es leider verpasst, uns selbst zu belohnen“, bilanzierte HSG-Trainer Martin Guthier. „Ausschlaggebend war heute, dass wir es nicht schafften, unsere Chancen konsequent zu verwandeln“, sah er einmal mehr eine eher schwache Trefferquote. In der ersten Hälfte kamen dann auch noch fünf Strafwürfe gegen die HSG dazu. „Das war bis zur Pause nicht zu kompensieren“, meinte der Trainer mit Blick auf den zwischenzeitlich auf 5:11 (23.) anwachsenden Rückstand.

Aber nach dem Seitenwechsel wurde die HSG noch stärker. Immer wieder gelang es, aus der Abwehr heraus die Gäste unter Druck zu setzen und Ballgewinne zu verzeichnen. Schnell holte Fürth auf 12:14 (38.) auf und ließ sich auch nicht beirren, als Pfungstadt nach einigen vergebenen HSG-Möglichkeiten wieder mit 19:14 (52.) führte. „Wir haben uns nie aufgegeben und dem TSV das Leben bis zum Ende schwer gemacht“, so Guthier.

Beim 18:20 durch Annika Dörsam zwei Minuten vor dem Ende keimte noch einmal Hoffnung auf zumindest ein Remis auf, doch Pfungstadt behielt die Nerven und beide Zähler. „Das war schade. Wir waren kurz davor, dem Tabellenführer den ersten Punkt abzujagen“, meinte der Coach im Anschluss. „Wir waren in der zweiten Hälfte über weite Strecken das bessere Team. Einzig die Chancenverwertung hat nicht gestimmt“, sah er in Sachen Deckungsarbeit und Kampfgeist, aber auch spielerisch seine Mannschaft durchaus auf Augenhöhe.

Donnerstag gegen Siedelsbrunn

Während die anderen Teams nach diesem Wochenende schon in der Osterpause weilen, muss Fürth/Krumbach noch einmal ran: Am morgigen Donnerstag (20 Uhr) wartet das Derby beim TV Siedelsbrunn auf die HSG. Dabei wird der Tabellenvorletzte im Überwald die Gu-thier-Sieben vor eine ganz andere Herausforderung stellen. Aber einfacher – darüber ist man sich im Lager der HSG bewusst – wird es trotz der gänzlich unterschiedlichen Vorzeichen nicht werden.


HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Guthier – Brandenburger (5/2), Weber (6/1), Beye, A. Dörsam (4), Unrath, Reimund, Johanna Dörsam, Jana Dörsam, Obermeier (1), Kloth (1), Dingeldein (1). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 13.04.2022