03.03.2024

Die Warn-App leuchtet rot

Fürth/Krumbach. „Das ist eine ganz einfache Aufgabe“, meint Martin Guthier, Trainer des Frauenhandball-Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach, vor dem Auswärtsspiel am Samstag (18.30 Uhr) beim TSV Pfungstadt. Auch wenn die Tabelle die Odenwälderinnen mit 8:4 Punkten und Tabellenplatz drei noch in der Verfolgerrolle zeigt, ist für Guthier der verlustpunktfreie Spitzenreiter Pfungstadt haushoher Favorit: „Da haben wir nichts zu verlieren.“

Besonders der TSV-Rückraum und dessen Zusammenspiel mit der Kreisläuferin ist in Augen Guthiers kaum auszuschalten. „Wir haben eine kleine Chance und die lautet Abwehr, Abwehr, Abwehr. Wenn wir es schaffen, die beiden Halb-Spielerinnen in den Griff zu bekommen, dann ist vielleicht eine Überraschung möglich. Aber da hat Pfungstadt schon viel Qualität“, hat der HSG-Trainer Respekt vor der Mannschaft der ehemaligen Bundesliga-Trainerin Karin Euler, die unter anderem in Ketsch, Bensheim/Auerbach und Mainz tätig war.

Erschwerend kommt für Fürth hinzu, dass die personelle Situation alles andere als klar ist: Das Lisa Unrath und Vanessa Wagner ausfallen, das ist schon sicher. Aber darüber hinaus stehen hinter drei weiteren Spielerinnen dicke Fragezeichen. „Sie waren im Ski-Urlaub und es stehen noch Corona-Tests aus. Es kann sein, dass hier noch Quarantäne-Anordnungen kommen“, erläutert Guthier. Auch der Coach weilte in Österreich und war schon etwas erschrocken, als seine Corona-Warn-App einige Tage rot leuchtete. Er testete daraufhin regelmäßig und inzwischen kann er zumindest für sich Entwarnung geben. Martin Guthier gibt auch zu, dass die Vorbereitung auf die schweren Auftaktwochen nicht ideal war. Am Dienstag stand das erste Training des Jahres an, nach zwei Übungseinheiten gleich nach Pfungstadt, danach zum SV Erbach (6.) und dann gegen den Tabellenzweiten TGS Walldorf II. „Das sind die drei Mannschaften, die ich in der Tabelle ganz oben erwartet habe und immer noch erwarte. Danach werden wir sehen, wo wir wirklich stehen“, gibt Guthier zu, dass der Spielplan es bislang recht gut meinte: „Wir konnten uns gegen Mannschaften vermehrt aus der zweiten Hälfte ein gewisses Polster erarbeiten.“

Für die A-Liga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II gibt es indes kein Polster, und das Jahr beginnt gleich mit einem richtungsweisenden Kellerduell: Im Vergleich der beiden bislang sieglosen Teams, die beide 1:9 Punkte aufweisen, müssen die Fürtherinnen zum TuS Zwingenberg II. Die Gastgeberinnen wollen unbedingt ihren ersten Sieg einfahren, um an der HSG vorbei zu ziehen. „Schließlich ist es nicht ausgeschlossen, dass die Runde doch noch abgebrochen wird und dann wollen wir auf keinen Fall auf dem Abstiegsplatz kleben“, erklärt TuS-Spielerin und langjährigen Trainerin Martina Reinhardt.

Inzwischen werden die Bergsträßerinnen von Eike Hammann gecoacht, der selbst noch als Spieler beim Bezirksoberligisten TV Siedelsbrunn am Ball ist. Durch seine Beziehung mit der TuS-Spielerin Bettina Lehrian, die seit letztem Jahr Bettina Hammann heißt, kam er zu dem Job in Zwingenberg. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 13.01.2022