03.03.2024

Elena Weber bleibt nervenstark

Fürth/Krumbach. Spannend machte es die Handballerinnen des Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach am Sonntag in ihrem Heimspiel gegen die HSG Bieberau/Modau. „Der Krimi war selbstkonstruiert“, sagte Trainer Udo Böbel nach dem 27:26-Erfolg seiner Mannschaft gegen den Tabellenletzten. Erst mit der Schlusssirene gelang den Gastgeberinnen schließlich das entscheidende Tor zum 27:26-Endstand. Die mit 15 Toren überragende Elena Weber verwandelte dabei den finalen Siebenmeter sicher zum Siegtreffer.

30 Sekunden vor Schluss war der Krimi in Fürth an Spannung kaum mehr zu überbieten. Beim Spielstand von 26:26 nahm Böbel geschickt eine Auszeit, um den letzten Spielzug zu planen. Dann kam A-Jugendspielerin Annika Dörsam zum Zug, die schon gegen Weiterstadt überzeugte und auch diesmal die Nerven behielt. „Alle mussten für sie spielen“, schilderte Böbel die Situation. Schlussendlich wurde sie siebenmeterreif gefoult, Weber übernahm die Verantwortung und verwandelte ihren sechsten Siebenmeter in diesem Spiel.

Es war ein Zittersieg und sicher nichts für schwache Nerven. Dabei hätte es sich Fürth/Krumbach durchaus leichter machen können. Zweimal leisteten sich die Gastgeberinnen allerdings eine Schwächephase und machten den Gegner damit immer wieder stark. Mit mäßigen Abwehrreihen konnten ohnehin beide Mannschaften nicht unbedingt überzeugen und es entwickelte sich ein offenes Spiel. In der 16. Minute hatte Fürth/Krumbach dann erstmals die Nase etwas vorne (10:7), leistete sich in der Folge aber wieder eine Reihe technischer Fehler und die Gäste konnten in der 25. Minute auf 10:10 ausgleichen. Bieberau/Modau gab jetzt die Schlagzahl vor, doch Fürth/Krumbach blieb dran und ging mit einem knappen 12:13-Rückstand in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit bewegten sich beide Teams lange auf Augenhöhe. Erst in der 50. Minute hatte sich die Böbel-Sieben wieder etwas gefangen (23:19), brach aber erneut ein und es kam zum Nervenspiel in den letzten Sekunden. „Man kann es sich auch schwer machen“, sagte Böbel und atmete auf. Einige seiner Spielerinnen seien vielleicht etwas übermotiviert ins Spiel gegangen, weshalb kein klarer Sieg möglich geworden sei. Gleichwohl feierten die HSG-Frauen den zweiten Sieg im dritten Spiel und können durchaus zufrieden mit dem Start in die Saison sein. Den Rhythmus hätte Böbel nun gerne beibehalten, doch die HSG Fürth/Krumbach ist am Wochenende spielfrei.
HSG Fürth/Krumbach: Emig – Brandenburger (3), Weber (15/6), Helferich (2), Hüttig (2), Jil Dingeldein (5), Dörsam, Unrath, Wolf, Müller, Decker, Kloth. jaz

Quelle: Odenwälder Zeitung, 01.10.2019