13.06.2024

Entsetzen in Fürth: Elena Weber ist am Knie verletzt

Elena Weber von der HSG Fürth/Krumbach verletzte sich in Modau am Knie.

Die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach bangen um Leistungsträgerin Elena Weber. Bei der Niederlage in Modau kommt alles zusammen.

Das war ein ganz bitterer Abend für die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach. Nicht nur, dass sie das Auswärtsspiel beim TSV Modau nach einer 30:29-Führung noch mit 30:32 (17:16) verloren, besonders die schwere Verletzung von Torjägerin Elena Weber sorgte für Entsetzen bei der HSG.
Fünf Minuten vor dem Ende lief sie einen Konter, es kam zu einem Kontakt und in dessen Folge verdrehte sie sich das Knie. „Das sah gar nicht gut aus“, befürchtet Fürth/Krumbachs Trainer Martin Guthier Schlimmes, die Saison könnte für Elena Weber gelaufen sein.

Dabei sah es anfangs richtig gut aus für die Fürtherinnen. Mit einer sehr starken Deckung eroberten sie sich immer wieder Bälle und kamen durch einen schnelles Umschaltspiel zu Kontertoren. „Da waren wir wirklich sehr diszipliniert und auch kreativ im Angriff“, fand Guthier mit Blick auf die 12:7-Führung (18.).
In der Folge schlichen sich allerdings Nachlässigkeiten ein, die Deckung stand im Eins-gegen-Eins nicht mehr ganz so stabil und offensiv wurden einige gute Chancen ausgelassen. Dadurch kam Modau wieder heran (12:11, 23.), doch nach dem Seitenwechsel erhöhte Fürth/Krumbach noch einmal auf 24:16 (36.). Die Gastgeberinnen steckten jedoch nicht auf, und beim 24:25 schafften sie den Anschlusstreffer (44.). Fortan legte Fürth immer knapp vor, Modau konterte zum Ausgleich – bis zum 30:29 (56.). Danach lief bei der HSG gar nichts mehr zusammen. Mit einem 0:3-Lauf und ohne die kurz zuvor verletzt ausgeschiedene Weber kassierte die Guthier-Sieben noch eine ganz bittere 30:32-Niederlage.


HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Ruff – Weber (9/3), Beye, Annika Dörsam (8), Reimund (1), Schüle (1), Johanna Dörsam (1), Jana Dörsam, Obermeier (6/3), Jöst, Kloth (2), Dingeldein (2).


TSV Modau II – HSG Fürth/Krumbach II 22:19

Es war eindeutig mehr drin für die A-Liga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II. „Wenn wir unsere Möglichkeiten etwas besser nutzen, dann gewinnen wir“, war sich Abteilungsleiterin Katharina Hallstein, die in Vertretung des grippekranken Trainers Gerald Röder das Coaching übernahm, nach der Schlusssirene sicher. Sie lobte die starke Deckung, das ballsichere Spiel mit wenigen technischen Fehlern und auch das Herausarbeiten von Möglichkeiten. „Nur der Abschluss hat nicht gepasst. Insbesondere von den Außenpositionen haben wir diesmal zu viel liegengelassen“, so Hallstein. „Dennoch war das ein Spiel, das uns zuversichtlich nach vorne blicken lässt.“ Fürth/Krumbach erwischte einen guten Start, führte 3:0 (9.) und 7:2 (16.). Danach kam Modau allerdings auf, verkürzte zur Pause bis auf ein Tor und schaffte nach einem erneut guten Start in den zweiten Abschnitt der HSG (16:12, 40.) bis zur 45. Minute den 16:16-Ausgleich. Und die Gastgeberinnen setzten ihren Lauf fort, trafen zum 18:16 (46.) und erst eine Auszeit Katharina Hallsteins stoppte den 0:6-Lauf. Die Gäste fingen sich wieder, hielten beim 18:20 noch den Abstand, gerieten dann aber entscheidend mit 18:22 (59.) ins Hintertreffen.


HSG Fürth/Krumbach II: Müller – Helferich (2), Laupichler (4), Hahn (1), Pfeifer, Bühler, Bähr (2), Malin Dörsam (1), Ehret (2), Schneider (6/5), Wagner (1), Kusch. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 29.01.2024