13.06.2024

TV Groß-Rohrheim ist souverän

Matthis Jäckel schied bei der HSG Fürth/Krumbach verletzt aus. BIld: Kopetzki

Handball: HSG Fürth/Krumbach kassiert beim Tabellenführer eine verdiente 21:32-Niederlage, die am Ende etwas zu hoch ausfällt

Fürth/Krumbach. Nichts zu holen gab es am Sonntag für die Handballer der HSG Fürth/Krumbach beim Bezirksoberliga-Tabellenführer TV Groß-Rohrheim. Mit 21:32 (10:16) unterlagen die Odenwälder und entsprechend zollte ihr Trainer Sebastian Eisenhauer dem Gastgebern Respekt: „Groß-Rohrheim hat verdient gewonnen, auch wenn es am Ende vielleicht um drei, vier Tore zu deutlich war“, so der Coach, der auch zu Bedenken gab: „Die Vorzeichen bei uns waren alles andere als gut.“

Tatsächlich gingen einige Fürther angeschlagen ins Spitzenspiel, zudem zog sich Pascal Sattler im Training einen Nasenbeinbruch zu und muss vorerst pausieren. Als dann auch noch Matthis Jäckel verletzt raus musste, gingen die Odenwälder personell schon auf dem Zahnfleisch. „Kämpferisch kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen, aber man hat schon gesehen, dass irgendwann auch die Kräfte fehlten, um dem druckvollen, schnellen Spiel Groß-Rohrheims Paroli zu bieten“, erklärte Eisenhauer.

TVG-Trainer Frank Herbert lobte die Leistung seiner Mannschaft, insbesondere in der Defensive und den Auftritt seines Keepers Alexander Wägerle, der mit 55 Prozent gehaltener Bälle den Vergleich mit Fürths Torhüter Henrik Richter gewann, auch wenn der vier Strafwürfe parieren konnte. Groß-Rohrheim legte los wie die Feuerwehr, führte nach zehn Minuten bereits mit 8:2 und die Odenwälder hatten Probleme, überhaupt in ein geordnetes Spiel zu kommen. Doch mit zunehmender Dauer beruhigte sich die Partie, Fürth/Krumbach spielte mit und schaffte es, nach dem Sechs-Tore-Rückstand zur Pause zu Beginn des zweiten Abschnitts, auf vier Treffer zu verkürzen. „Das war eine Energieleistung, aber das konnten wir leider nicht durchhalten“, musste Sebastian Eisenhauer erkennen, dass die Ried-Handballer fortan immer wieder die passende Antwort parat hatten und auch die Manndeckung gegen ihren Spielmacher Niklas Fries zunehmend verpuffte. „Da haben wir die größer werdenden Räume clever genutzt“, fand Frank Herbert, dessen Team sich nach dem 18:14 (38.) wieder auf 20:14 (39.) und weiter auf 24:16 (46.) und 31:19 (55.) absetzte. „In der Schlussphase haben wir leider dann noch einmal einige Konter kassiert, wodurch unsere Niederlage deutlich ausfiel, als es der Spielverlauf eigentlich war“, so Eisenhauer, der gleich wieder den Blick nach vorne richtete: „In Groß-Rohrheim kann man verlieren. Jetzt gilt es für uns aber, am nächsten Samstag unser Heimspiel gegen Riedstadt wieder zu gewinnen – hoffentlich personell wieder besser besetzt.“ mep
HSG Fürth/Krumbach: 
Henrik Richter, Hebling – Beye (5), Matthis Jäckel (2), Schuricht (2), Renner, Koch (1), Fischer (8/7), Kilian (1), Mink (1), Lars Richter, Kaiser (1).

Quelle: Odenwälder Zeitung, 30.01.2024