30.05.2024

HSG Fürth/Krumbach bietet der HSG Riedstadt Paroli

Die HSG Fürth/Krumbach um die starke Torhüterin Leonie Stephan hielt gegen den Favoriten HSG Riedstadt lange gut mit. Bild: Kathrin Oeldorf

Den Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach fehlt die Konstanz, ansonsten wäre gegen den Tabellenführer HSG Riedstadt eine Überraschung möglich gewesen.

Im Vorfeld schienen die Rollen klar verteilt: Auf der einen Seite der Landesliga-Absteiger HSG Riedstadt, der bislang jedes Spiel in der Frauenhandball-Bezirksoberliga deutlich gewonnen hat, auf der anderen Seite die HSG Fürth/Krumbach, die auf der Suche nach Konstanz ist. Doch die Odenwälderinnen zeigten am Sonntagabend, zu was sie in der Lage sind und über welch großes Potenzial sie verfügen. Dass es am Ende dann doch eine 25:30 (16:18)-Heimniederlage setzte hatte dann wieder nur einen Grund: die fehlende Konstanz.

„Wir haben das Spiel binnen acht Minuten verloren“, meinte Fürths Trainer Martin Guthier danach. Tatsächlich war seine Mannschaft in der ersten Hälfte tonangebend, führte 13:10 (20.), ehe sich ein paar Fehler einschlichen. Bis zum 16:16 (28.) war noch alles in Ordnung, „dann haben wir noch zwei völlig unnötige Treffer vor der Pause kassiert“, ärgerte sich Guthier über den 16:18-Halbzeitrückstand. Und nach dem Wiederanpfiff wurde es noch bitterer für die Gastgeberinnen: Vorne wurden Chancen ausgelassen, hinten nicht gut verteidigt und dann stand es in der 36. Minute 23:17 für den Favoriten aus dem Ried.

Danach kam Fürth zwar wieder in die Spur, aber den klaren Vorsprung ließ sich der Favorit nicht mehr nehmen und so unterlagen die Odenwälderinnen trotz über weite Strecken starker Leistung mit 25:30. „Mit etwas mehr Cleverness – auch bei den vier vergebenen Strafwürfen –sieht das heute anders aus“, ist Guthier überzeugt, der aus einer dennoch geschlossen guten Mannschaftsleistung Torhüterin Leonie Stephan hervorhob: „Sie hat – ebenso wie Riedstadts Torhüterin – dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt.“

HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Guthier – Weber (15/5), Beye, Annika Dörsam (2), Reimund (1), Johanna Dörsam (1), Jana Dörsam, Obermeier (2), Jöst, Kloth (1), Dingeldein (3).

HSG Fürth/Krumbach II – HSG Riedstadt II 21:26

Gar nicht zufrieden war Gerald Röder, Trainer des Frauenhandball-A-Ligisten HSG Fürth/Krumbach II, nach der 21:26 (9:15)-Niederlage gegen die HSG Riedstadt: „Wir haben heute viele, viele Fehler gemacht. Damit spielten wir Riedstadt natürlich in die Karten“, meinte er mit Blick auf die Statistik. Alleine in der ersten Hälfte notierte er elf Gegentore über Konter, die aus technischen Fehlern oder unvorbereiteten, schwachen Würfen resultierten. „Sicherlich war auch Riedstadts Torhüterin gut. Aber wir waren auch nicht konsequent genug, um sie vor Probleme zu stellen“, ärgerte er sich. Der 9:15-Pausenrückstand erwies sich dann im Verlauf des zweiten Abschnitts als zu große Bürde: „Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben alles probiert, es war aber einfach ein gebrauchter Tag“, so der Coach.

Beim 14:18 (39.) keimte noch einmal kurzzeitig Hoffnung auf, doch zwei Konter-Gegentore später war beim 14:20 (41.) der alte Rückstand wieder hergestellt und diesem lief Fürth/Krumbach von da an immer hinterher.

HSG Fürth/Krumbach II: Müller – Ruff, Helferich (5/2), Laupichler (2), Hahn (1), Bähr, Carolin Dörsam, Malin Dörsam, Ehret (3), Renner, Knapp (4/1), Kusch, Flath (6). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 06.11.2023