19.04.2024

HSG Fürth/Krumbach will in Heppenheim nicht abrutschen

Nach der guten Leistung gegen Tabellenführer HSG Riedstadt wollen Anna Reimund (rechts) und die HSG Fürth/Krumbach gegen Modau siegen. Bild: Kathrin Oeldorf

Auf die Handballer der HSG Fürth/Krumbach wartet beim HC VfL Heppenheim ein schweres Derby. Die Fürther Frauen wollen endlich den zweiten Saisonsieg landen.

Das jüngste spielfreie Wochenende tat den Handballern der HSG Fürth/Krumbach gut. Vor dem Derby am Sonntag (18 Uhr) beim HC VfL Heppenheim konnten kleinere Blessuren auskuriert und insgesamt wieder Kräfte gesammelt werden. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir in unserer derzeitigen Bestbesetzung auflaufen können. Alle sollten fit sein“, meint HSG-Spieler Lars Richter im Vorfeld des brisanten Duells.

Klar ist: Gewinnen die Odenwälder in der Kreisstadt, dann haben sie sich im vorderen Drittel etabliert. Zeigen sie hingegen wieder ihr Auswärtsgesicht und lassen Federn in der Nibelungenhalle, dann werden sie vorerst ins Niemandsland der Liga rutschen. „Das wird aber eine ungemein schwere Partie“, hat Richter auch Respekt vor der Aufgabe, „denn Heppenheim hat schon gegen einige Top-Mannschaften gepunktet“, warnt er vor dem Liga Siebten, der mit 7:7 Zählern im Mittelfeld steht.

Aufseiten des HC VfL sieht man sich gegen Fürth hingegen in der Außenseiterposition. „Die HSG gehört seit Jahren zu den besten Teams in der Klasse und hat noch einige erfahrene Spieler in ihren Reihen, die bereits Landesliga-Erfahrung mitbringen“, spricht Heppenheims Coach Simon Meier mit großem Respekt von den Odenwäldern. Gespannt sein darf man, ob im Derby schon der Neuzugang des HC VfL zum Einsatz kommt: Linkshänder Robin Schrodi ist beruflich bedingt in die Region gezogen, war zuvor beim TV Hebolzheim und im französischen Hilsenheim am Ball.

Biblis ist körperlich stark

Ebenfalls auswärts muss die A-Liga-Reserve der HSG Fürth/Krumbach II ran – und die Aufgabe zeitgleich am Sonntagabend ist ebenfalls alles andere als einfach: Das Team von Trainer Ingo Trumpfheller ist bei der TG Biblis gefordert, will nach zuletzt drei Niederlagen in Folge endlich wieder punkten. „Das wird ein ganz schweres Spiel für uns. Gegen die körperlich starke Mannschaft der Bibliser werden wir uns was einfallen lassen müssen – sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr“, meint Trumpfheller.

Sein Gegenüber der TGB-Spielertrainer David Winkler, hofft indes, dass endlich wieder eine stabile Deckung gestellt werden kann und im Angriff die gewohnte Durchschlagskraft zurückkommt. Mit der bisherigen Ausbeute sind beide Übungsleiter nicht zufrieden, Biblis ist mit 6:10 Punkten Achter, Fürth/Krumbach mit 4:10 Zählern Elfter. „Uns fehlen schon drei, vier Punkte. Es wäre eindeutig mehr drin gewesen“, meint Trumpfheller, weiß aber auch, dass die personelle Situation zuletzt alles andere als ideal war. Für das Biblis-Spiel hofft er nun, dass sich die Lage wieder etwas entspannt. Fehlen wird aber wohl noch Malte Jäckel.

Gut gespielt, aber verloren, haben am vergangenen Wochenende die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG. Nach dem 25:30 gegen den verlustpunktfreien Primus Riedstadt bekamen die Odenwälderinnen wieder von vielen Seiten Lob, „aber mir wären die Punkte lieber gewesen“, so Trainer Martin Guthier. Jetzt gilt es, am Sonntag um 18 Uhr im Heimspiel gegen den TSV Modau endlich den zweiten Saisonsieg einzufahren und einen Schritt ins sichere Tabellenmittelfeld zu machen.

Leistung konservieren

„Wir erwarten von uns jetzt selbst so eine Leistung, wie gegen Riedstadt. Gelingt uns das, diese zu konservieren, dann haben wir gegen Modau sehr gute Chancen“, ist der Fürther Trainer überzeugt. „Wichtig wird aber auch sein, dass wir mehr Konstanz mitbringen. Das hat uns gegen Riedstadt gefehlt, da haben uns acht schwache Minuten um einen möglichen Sieg gebracht“, erinnert Guthier. Immerhin sollten diesmal wieder alle Spielerinnen an Bord sein, sodass er auf seine derzeitige Bestbesetzung zurückgreifen kann.

„Wir wollen aus einer stabilen Deckung versuchen, das Tempo hochzuhalten. Das kann der Schlüssel zum Erfolg sein“, glaubt der Coach, dessen Team aber insbesondere auf Jaqueline Schaffnit achten muss, die erfolgreichste Torschützin Modaus, die an einem guten Tag ein Spiel fast alleine entscheiden kann.

Vor dem Bezirksoberliga-Spiel treffen die zweiten Mannschaften aus Fürth/Krumbach und Modau in der Frauen-Bezirksliga A aufeinander. „Wir bekommen es mit einem starken Aufsteiger zu tun“, meint HSG-Trainer Gerald Röder. Aber verstecken muss er sich mit seinem Team keinesfalls. „Wir können mehr, als wir zuletzt gezeigt haben. Es muss nichts Weltbewegendes geändert werden, es reicht schon, wenn wir unsere klaren Chancen wieder verwandeln“, so der Coach nach zuletzt drei ärgerlichen Niederlagen. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 09.11.2023