02.03.2024

Metzger überlegt sich etwas

Norbert Metzger, Trainer der MSG Lorsch/Einhausen, kennt die Fürther Mannschaft gut. Bild: Fritz Kopetzky

Fürth/Krumbach. Auf dem Papier scheint die Sache klar: Die HSG Fürth/Krumbach fährt am Sonntagabend zu ihrem Bezirksoberliga-Auswärtsspiel nach Lorsch und holt bei der MSG Lorsch/Einhausen die Punkte ab. Schließlich ist der Tabellenzweite aus dem Odenwald haushoher Favorit gegen den Tabellenelften, der zudem arge personelle Probleme hat.

Doch da ist noch die Personalie Norbert Metzger. Metzger ist Fürther durch und durch, war beim TV Fürth und später bei der HSG Fürth/Krumbach Spieler und Übungsleiter. Aber er sitzt auf der Trainerbank der MSG Lorsch/Einhausen und will keinesfalls kampflos die Punkte abgeben. „Ich freue mich wirklich auf dieses Spiel. Ich kenne die Jungs alle, habe viele von ihnen auch schon trainiert. Das ist wirklich eine gute Mannschaft, die Stefan Eger da zusammen hat“, lobt Metzger die Odenwälder. „Wir werden uns aber sehr gut auf die Spielweise von Fürth einzustellen wissen und dann werden wir natürlich versuchen, den Favoriten auch zu ärgern“, schmunzelt der erfahrene Coach.

Häufig in Kontakt

HSG-Trainer Stefan Eger weiß sehr wohl, dass sich sein Kollege Metzger, mit dem er häufig Kontakt hat und mit dem er sich auch über die Gegner austauscht, etwas einfallen lassen wird. „Es ändert aber nichts daran: Wir nehmen die Favoritenrolle an und wollen mit einer konzentrierten Leistung dort nichts anbrennen lassen“, so Eger. Dabei kann er sich gut vorstellen, an seiner neuen, zweiten Abwehrvariante in diesem Spiel zu arbeiten, um auch noch einen Akzent zu setzen und seine Akteure entsprechend konzentriert zu halten. „Im Vorbeigehen können wir die Punkte aus Lorsch nicht mitnehmen“, warnt Eger, der aber im Gegensatz zu Metzger nahezu mit seinem kompletten Kader antreten kann.

Die HSG Fürth/Krumbach II will am Sonntag (15.45 Uhr) in ihrem A-Liga-Auswärtsspiel bei der MSG Roßdorf/Reinheim II gleich nachlegen. Der jüngste 34:28-Erfolg gegen Langen hat dem Team von Spielertrainer Ingo Trumpfheller Selbstvertrauen gegeben, das nun auch gegen den Liga-Zwölften in die Waagschale geworfen werden soll. Ein Erfolg wäre enorm wichtig, denn in der Liga geht es extrem eng zu: Mit einem Sieg könnte sich Fürth in die vordere Tabellenhälfte verbessern, bei einer Niederlage würde indes Roßdorf wieder vorbeiziehen. Ein Heimspiel auswärts hat am Samstag (17 Uhr) Martin Guthier, Trainer der Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG: Mit seinem Team muss er bei seinem Heimatverein SV Erbach ran. „Ein paar von den Erbacher Mädels hatte ich schon in der Jugend als Trainer. Von daher ist dieses Spiel schon etwas Besonderes“, gibt der Übungsleiter zu, der zudem auch schon Co-Trainer von Erbachs Männer-Coach Jens Becker war.

Frauen gastieren in Erbach

Dass seine Fürtherinnen als Favorit in die Mehrzweckhalle kommen, das schiebt Guthier weit von sich. Zwar ist die HSG starker Zweiter, aber bislang meinte es der Spielplan auch gut. Jetzt kommen erst die harten Brocken, zu denen der Trainer auch den SVE zählt: „Das ist immer noch ein Anwärter auf die ersten drei, vier Tabellenplätze“, rechnet Guthier damit, dass die Erbacherinnen sich von Rang sieben noch weit nach oben schieben werden. Für das direkte Duell will er seine HSG-Spielerinnen bestmöglich einstellen: „Ich glaube schon, dass ich die Qualitäten im Erbacher Team gut einschätzen kann und das macht für uns die Vorbereitung etwas zielgerichteter.“

Die nächste Chance auf den ersten Saisonsieg haben die A-Liga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II (1:11 Punkte) am Sonntag beim direkten Konkurrenten ESG Erfelden (2:10). Noch steht das Team von Trainer Gerald Röder am Tabellenende, aber mit einem Sieg in Erfelden könnte das junge Team gleich zwei Ränge gut machen. „Dafür müssen wir in erster Linie mehr Konstanz über die 60 Minuten an den Tag legen“, fordert Röder. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 21.01.2022