03.03.2024

Stefan Eger ist ganz entspannt

Fürth/Krumbach. „Das war ein ganz entspanntes Spiel“, meinte Stefan Eger, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach, nach dem 26:17-(14:7)-Erfolg bei der MSG Lorsch/Einhausen. „Man muss aber auch sehen, dass die MSG mit dieser Mannschaft nicht konkurrenzfähig ist“, gab der Übungsleiter zu bedenken und relativierte den Auswärtssieg etwas: „Das war solide, aber auch nicht mehr.“

Bei Lorsch/Einhausen war man sich der Überlegenheit der Odenwälder bewusst und daher taktierte der frühere Fürther Spieler und Trainer Norbert Metzger auf der Bank der Gastgeber mit seinem Kader. „Wir müssen haushalten und unseren Fokus auf die Spiele legen, in denen wir Chancen haben“, erklärte er. Dass dies gegen seinen Heimatverein nicht möglich sein würde, ärgerte ihn natürlich schon etwas, aber insgesamt konnte er mit dem Auftritt seiner Rumpftruppe zufrieden sein: „Ich denke, wir haben uns ganz achtbar aus der Affäre gezogen. Nur 26 Gegentore gegen Fürth ist völlig in Ordnung“, bilanzierte er. Damit sprach er genau das an, was Stefan Eger als einziges Manko an diesem Sonntagabend ansah: die Chancenverwertung. „Lorsch/Einhausen hat mit Maximilian Ohl einen richtig guten jungen Torhüter, der uns einige gute Würfe weggenommen hat. Insgesamt war unsere Trefferquote heute nicht so, wie ich mir das vorstelle“, bemängelte Eger,

Bis zum 5:5 (9.) hielten die Gastgeber mit, weil die Odenwälder schon zu diesem frühen Zeitpunkt ein paar Möglichkeiten ausgelassen hatten. In der Folge spiegelte sich die spielerische Überlegenheit aber auch im Ergebnis wider, über 13:6 baute Fürth/Krumbach seine Führung nach der Pause auf 20:9 (41.) und 22:10 (47.) – die höchste Führung der Partie – aus. Da Eger die Gelegenheit nutzte und viel wechselte und ausprobierte, hielt sich der Abstand in der Schlussphase in Grenzen. „Mir ist schon klar: Wenn Fürth nicht soviel wechselt, dann geht das auch noch ganz anders aus“, wusste Metzger, dass die HSG jederzeit wieder ein paar Gänge hätte hochschalten können. „Mir war wichtig, dass heute auch die Spieler aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft, die mit nach Lorsch gekommen waren, ihre Einsatzzeiten erhielten. Das sah insgesamt sehr ordentlich aus“, war Eger zufrieden, lobte insbesondere Mateusz Jaworski, der am Kreis „ein richtig gutes Spiel“ machte. Gemeinsam mit Sebastian Schott im Rückraum, der nach seiner Verletzungspause sein Comeback gab und ein gutes Auge für den Kreisläufer bewies, bildete er eine torgefährliche Achse.

Nächstes Wochenende wartet eine ganz andere Herausforderung: Dann muss die HSG als Tabellenzweiter zum Liga-Dritten ESG Crumstadt/Goddelau. „Da geht es dann um wichtige Punkte, die in die Aufstiegsrunde mitgenommen werden“, blickte Eger schon wieder voraus.
HSG Fürth/Krumbach: Hebling, Henrik Richter – Beye (9/4), Weber (1), Schuricht, Jäckel, Koch (3), Fischer, Schott (1), Kilian (4), Jaworski (5), Lars Richter (1/1), Kaiser (2).

Während das Spiel der Bezirksoberliga-Handballerinnen beim SV Erbach schon am Freitag auf Antrag des SVE vom Spielplan abgesetzt wurde, folgte am Samstag auch noch das A-Liga-Frauen-Spiel bei der ESG Erfelden wegen eines Corona-Falls bei den Odenwälderinnen und die Partie der A-Liga-Männer bei der MSG Roßdorf/Reinheim II auf Antrag der Gastgeber. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 25.01.2022