19.04.2024

Platz fünf ist ein großer Erfolg

Melina Guthier bot im Tor der HSG Fürth/Krumbach eine gute Leistung. Bild: Fritz Kopetzky

Fürth. Einen gelungenen Saisonabschluss feierten die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach am Sonntagabend: Im Derby gegen den HC VfL Heppenheim setzte sich das Team von Trainer Martin Guthier mit 21:16 (9:7) durch und war am Ende „einfach nur froh, dass diese lange Runde vorbei ist“, so Guthier. Dass am Ende der fünfte Rang heraussprang, ist für die HSG mit ihrer jungen Mannschaft ein großer Erfolg. Sie gerieten nie in den Abstiegskampf, waren stets in der vorderen Tabellenhälfte und die Formkurve stimmte.

Besonders in der Defensive entwickelte sich Fürth sehr gut, was sich auch gegen Heppenheim zeigte. „Kompliment für diese starke Abwehr“, lobte Guthier seine Spielerinnen, die nur wenige Chancen zuließen. Einziges Manko: Die Trefferquote. „Aber insgesamt war das eine geschlossene Teamleistung mit zwei starken Torhüterinnen“, so der Trainer mit Blick auf Leonie Stephan und Melina Guthier, die je eine Hälfte zwischen den Pfosten standen.

Schon in der ersten Hälfte lagen die Odenwälderinnen meist knapp vorne, konnten sich aber erst ab Mitte der zweiten Hälfte etwas deutlicher absetzen. Von 11:10 (41.) erhöhte die HSG auf 15:12 (49.) und sorgte beim 20:13 (54.) für die Entscheidung. Mit dem letzten Spiel wird nun das Trainingspensum deutlich runtergefahren. „Aber bis zu unserem Pfingstturnier machen wir noch ein bisschen was“, so Guthier, der erst danach seine Spielerinnen in eine Pause verabschiedet, um dann ab Mitte Juli mit der Vorbereitung auf die neue Runde zu beginnen. Dabei werden vorerst Vanessa Wagner und Diana Helferich nicht zum Einsatz kommen. „Beide treten vorerst kürzer, pausieren erst mal“, erklärt Guthier. Verabschiedet werden musste in Fürth damit keine Spielerin, was nach dem guten fünften Rang die Ansprüche für die nächste Runde natürlich noch etwas steigen lässt. Aber erst mal wird es darum gehen, die junge Mannschaft weiter zu entwickeln und die Platzierung zu bestätigen.
HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Guthier – Brandenburger (5/2), Weber (10/2), Unrath, Wagner, Reimund (1), Johanna Dörsam (1), Jana Dörsam, Obermeier (2), Kloth (1), Dingeldein (1).


HSG Fürth/Krumbach II – FSG Lola 18:34: Nur 20 Minuten konnte die HSG II die bereits zuvor als Meister feststehende FSG Lola in der Bezirksliga A ärgern. 9:9 stand es, da die Odenwälderinnen eine starke Defensivleistung an den Tag legten und im Angriff sehr konsequent agierten, die sich bietenden Chancen sicher verwandelten. „Das sah richtig gut aus“, so HSG-Coach Gerald Röder. Aber dann leisteten sich die Gastgeberinnen ein paar Patzer, was der haushohe Favorit sofort mit Kontern über die erste und zweite Welle bestrafte. Über 14:9 (24.) setzte sich der Titelträger auf 18:11 (30.) ab und hatte damit die Weichen auf Sieg gestellt. In der zweiten Hälfte spielte Fürth/Krumbach munter mit, ohne aber noch einmal heranzukommen. „Dazu war Lola einfach zu stark. Sie sind auch zurecht Meister geworden“, zollte Röder den Gästen Respekt. Aber auch mit der Leistung seiner Mannschaft war er zufrieden: „Die Einstellung hat gestimmt und dass wir den Klassenerhalt geschafft haben, war für uns das Wichtigste“, so der Trainer über sein Team, das vor der Saison einen Umbruch durchmachte. „Wir haben uns gerade in der zweiten Saisonhälfte stabilisiert und uns die nötigen Punkte geholt. Jetzt wollen wir schauen, dass wir in der nächsten Runde uns ins sichere Mittelfeld vorschieben“, richtete Röder seinen Blick gleich wieder nach vorne.
HSG-Tore: Hüttig (5/4), Ehret (3), Raskovic, J Renner, Knapp, Kusch (je 2), Winkler, Thiede (je 1). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 17.05.2022