13.06.2024

So sieht das „Heimgesicht“ der HSG Fürth/Krumbach aus

Jubel auf der Bank der HSG Fürth/Krumbach: Die Gastgeber zeigten beim 36:22-Sieg gegen die HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten eine bärenstarke Leistung in der Bezirksoberliga. Bild: Kathrin Oeldorf

Die HSG Fürth/Krumbach fegt die HSG Rüsselsheim aus der Halle. Frauentrainer Martin Guthier zieht den Hut vor seiner Mannschaft.

Ihr „Heimgesicht“ zeigten am Samstagabend wieder die Handballer der HSG Fürth/Krumbach und fegten die HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten mit 36:22 (18:9) aus der Schulsporthalle. Dabei präsentierten sich die Odenwälder wie verwandelt gegenüber der 22:24-Niederlage aus der Vorwoche in Riedstadt – aber das war ja auch auswärts.

„Seit Jahren ist eines unserer ersten Ziele, unsere Heimspiele zu gewinnen. Wir wollen vor eigenem Publikum nicht verlieren und entsprechend sind wir heute auch wieder aufgetreten“, war die Energie, mit der sein Team auftrat, für Fürths Spieler Lars Richter keine Überraschung. Von Beginn an zeigte die Mannschaft von Trainer Stefan Eger eine konzentrierte und äußerst disziplinierte Leistung, hielt sich an die Vorgaben des Trainers und waren die klar bessere Mannschaft.

Nur bis zum 6:5 (11.) blieb es noch etwas enger, dann setzte sich Fürth/Krumbach auf 10:6 (16.) und weiter auf 12:7 und 18:8 (30.) ab. Damit war schon vor dem Pausenpfiff die Entscheidung gefallen. Im zweiten Abschnitt blieben die Gastgeber klar überlegen, auch wenn sich nun die ein oder andere Nachlässigkeit einschlich, sodass Rüsselsheim die Niederlage am Ende noch im erträglichen Rahmen halten konnte. Besonders herausragte an diesem Abend David Fischer, der fast nach Belieben traf und am Ende auf 13 Tore kam. „Er hat heute im Angriff überragend gespielt“, attestierte auch Lars Richter, der ansonsten aber eine geschlossene Teamleistung sah und insbesondere im Defensivverhalten eine „absolut funktionierendes Kollektiv“.

Mit 4:2 Punkten kann der Start der Eger-Sieben durchaus als erfolgreich angesehen werden. Abzuwarten bleibt nun, ob Fürth/Krumbach das „Heimgesicht“ auch mal auswärts zeigen kann. Da wartet am nächsten Sonntag bei der MSG Lorsch/Einhausen eine unangenehme Aufgabe.

HSG: Henrik Richter, Hebling – Beye (3), Matthis Jäckel (2), Schuricht (5), Koch, Fischer (13/2), Kilian (1), Sattler (1), Mink (2), Lars Richter, Kaiser (9).

HSG Fürth/Krumbach II – HSG Rüsselsheim II 31:33

Das war bitter für die A-Liga-Handballer der HSG II. Sie hatten sich gegen die HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten viel vorgenommen, wollten unbedingt die Punkte in eigener Halle behalten und damit sich wieder ein positives Punktekonto verschaffen, bevor nächsten Samstag (15.30 Uhr) das schwere Auswärtsspiel bei der HSG Langen II ansteht.

Doch die Odenwälder zeigten ihre bislang schwächste Saisonleistung und unterlagen folgerichtig mit 31:33 (17:17). „Dieses Spiel hätten wir nie im Leben verlieren dürfen“, ärgerte sich Fürths Trainer Ingo Trumpfheller. „Das war heute eine schwache Leistung gegen einen keinesfalls überragenden Gegner. Hätten wir die Leistung wie vor einer Woche beim Sieg in Riedstadt gezeigt, dann hätte das locker gereicht“, ist er überzeugt. Doch diesmal fand die Deckung nie zur nötigen Stabilität, dazu war die Torhüterleistung nicht so wie zuletzt. „Da fehlte dann auch der Rückhalt“, erkannte Trumpfheller, nachdem er bislang mit seinen Keepern zufrieden war. Da Fürth/Krumbach immer wieder Gegentreffer kassierte, lief auch das Spiel nach vorne nicht so druckvoll wie gewohnt.

Bis zum 30:30 (55.) entwickelte sich eine offene Partie mit wechselnden Führungen. Doch dann vergab Fürth zwei gute Chancen, Rüsselsheim setzte sich auf 32:30 ab und machte nach dem 31:32-Anschlusstreffer durch Andreas Schmitt 20 Sekunden vor dem Ende mit dem Tor zum 33:31 alles klar. Trumpfheller lobte einzig den treffsicheren Umut Camcioglu.

HSG II: Lindner, Dorn – Schmitt (5), Meiß (4), Volk (1), Herdner (1), Brunnengräber (5), Weber, Klink (4), Schütz, Daubner (1), Camcioglu (9/1), Malte Jäckel (1), Jäger. mep

TGS Walldorf – HSG Fürth/Krumbach 15:29

Allen personellen Problemen zum Trotz feierten die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach am Sonntagabend einen 29:15 (13:3)-Erfolg bei der TGS Walldorf. Aufgrund von vielen Ausfällen hatte Trainer Martin Guthier nur neun Spielerinnen zur Verfügung und bis auf drei waren auch diese angeschlagen in die Partie gegangen.

„Ich muss meinen Hut vor meinen Mädels ziehen. Das war eine klasse Leistung“, lobte Guthier sein Team. Von der ersten Minute an zeigten sich die Odenwälderinnen konzentriert und waren besonders in der Deckung vor der überragenden Leonie Stephan im Tor kaum zu überwinden. Die Torhüterin kam am Ende der Partie auf beeindruckende 17 abgewehrte Bälle, was eine Quote von über 50 Prozent bedeutet. „Sie war heute in bestechender Form“, so Guthier, der ansonsten niemanden hervorheben möchte, „weil alle heute einen tollen Job erledigt haben“, wie er betont.

Über 3:0 setzte sich Fürth/Krumbach auf 6:1 ab und ließ auch in der Folge nicht locker. Die 13:5-Pausenführung kam schon einer Vorentscheidung gleich. Nach dem Seitenwechsel baute die HSG ihre Führung gegen teils überfordert wirkende Walldorferinnen über 17:7 (38.)auf 22:11 (51.) aus und erhöhte in der Schlussphase sogar noch einmal die Schlagzahl, statt angesichts des dezimierten Kaders einen Gang runterzuschalten und gewann schließlich mit 29:15. Doch auch wenn das Rumpfteam eine überzeugende Leistung ablieferte: Martin Guthier ist froh, dass das nächste Wochenende spielfrei ist und seine Spielerinnen sich auskurieren können.

HSG: Stephan – Weber (13/1), Beye, Annika Dörsam (5), Wagner (4), Reimund (1), Johanna Dörsam, Jana Dörsam (1), Obermeier (5).

TV Trebur – HSG Fürth/Krumbach II 12:35

„Wir haben das heute über 60 Minuten richtig konsequent durchgezogen“, freute sich Trainer Gerald Röder. „Egal, wer auf dem Feld stand, er hat Tempo gemacht. Dadurch kam es zu dem klaren Ergebnis“, so der Coach, der aber auch zugab: „Trebur war nicht sehr stark besetzt, aber man muss das erst mal so gut runterspielen ohne nachzulassen.“ Am nächsten Sonntag (16 Uhr) wartet auf die Odenwälderinnen nun das Heimspiel gegen die SKG Roßdorf II. „Das ist eine Mannschaft, die ich noch nicht richtig einschätzen kann“, meint Röder und will daher in erster Linie den Blick auf die eigene Leistung richten und an die gute Vorstellung aus Trebur anknüpfen.

HSG II: Hess, Müller – Helferich (1), Ehret (5), Knapp (10/2), Weber (1), Bauer (6/1), Ludwig (4), Kusch (3), Flath (4), Malin Dörsam (1). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 02.10.2023