02.03.2024

Beide Teams gehen auf dem Zahnfleisch

Handball: HSG empfängt die MSG Lorsch/Einhausen

Fürth/Krumbach. „Ich hoffe, das geht weiterhin gut“, sagt Stefan Eger, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach, mit einem leichten Zweifel in der Stimme. Seit Wochen hat der Übungsleiter nur eine sehr eingeschränkte Besetzung im Training und auch bei den Spielen sind nie alle Mann an Bord. Nun kommt allerdings am Samstagabend (20 Uhr) mit der MSG Lorsch/Einhausen eine Mannschaft in die Schulsporthalle, die noch deutlich größere Probleme hat.

Während die Odenwälder mit ihrem breiten Kader die Ausfälle bislang gut verkraften konnten, geht der Gegner personell auf dem Zahnfleisch. „Wir sind einfach nicht so besetzt, dass wir das Fehlen von vier, fünf Leistungsträger kompensieren könnten“, hadert MSG-Trainer Norbert Metzger. Der Coach, der lange Jahre als Spieler für Fürth auflief und später auch als Trainer aktiv war, kennt die Mannschaft seines Heimatvereins natürlich in- und auswendig. „Da gibt es keine Überraschungen. Und klar ist auch: Fürth/Krumbach ist Favorit. Die HSG hat einen richtig guten Kader mit viel Qualität“, zollt er den Gastgebern Respekt.

Eger nimmt die Komplimente natürlich gerne an, warnt aber davor, Lorsch/Einhausen auf die leichte Schulter zu nehmen. Zwar verlor die Metzger-Sieben die letzten drei Partien mit mindestens neun Toren Differenz, „aber gefährlich ist die Mannschaft dennoch. Da sind richtig gute Jungs drin“, so der Trainer. „Hinzu kommt, dass die MSG rein gar nichts gegen uns zu verlieren hat. Der Druck liegt in diesem Spiel eindeutig auf uns und wir werden das auch annehmen. Unser Ziel ist es, das Heimspiel zu gewinnen“, will Stefan Eger die Bilanz auf 8:2 Punkte ausbauen und damit den Platz in der Spitzengruppe untermauern.

Die Odenwälder hatten bislang ein sehr schweres Auftaktprogramm und haben das – bis auf die knappe 24:26-Niederlage in Crumstadt – sehr gut gelöst. „Jetzt müssen wir aber auch Spiele gegen Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte für uns entscheiden“, fordert der HSG-Coach „eine sehr konzentrierte Leistung“.

Zweite in der Außenseiterrolle

Einen glänzenden Saisonstart legten die A-Liga-Handballer der HSG bislang hin: Die 8:2 Punkte und Tabellenplatz drei waren so im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten gewesen, umso mehr freut sich Trainer Ingo Trumpfheller über die „sehr gute Entwicklung“ seiner Mannschaft: „Die Jungs arbeiten richtig gut und haben sich dafür bislang auch belohnt.“ Am Samstag (17 Uhr) sieht er seine Mannschaft aber in der Außenseiterposition, wenn die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden kommt. „Wir werden natürlich alles versuchen, aber Weiterstadt ist der Favorit. Wenn wir was holen wollen, dann müssen wir uns in der Abwehr noch einmal enorm steigern und vorne abgeklärter agieren als zuletzt“, erinnert der Trainer an den 26:25-Zittersieg in Langen, als seine Mannschaft zu viele Angriff ungenutzt ließ. „So etwas wird von Mannschaften wie Weiterstadt sofort bestraft“, gibt Trumpfheller seinem Team mit auf den Weg: „Insgesamt müssen wir mehr Konstanz an den Tag legen. Bislang hatten wir immer wieder schlechte Phasen. Die gilt es zumindest drastisch zu reduzieren, wenn wir eine Chance haben wollen.“ mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 13.10.2022