17.07.2024

Deckung soll den Grundstein legen

Durchsetzungsstark wie in dieser Szene Philipp Mink (am Ball) zeigte sich die HSG Fürth/Krumbach im Derby der Handball-Bezirksoberliga gegen die MSG Lorsch/Einhausen. Daran will die Mannschaft auch im nächsten Nachbarschaftsduell beim HV VfL Heppenheim anknüpfen. Bild: Gian-Luca Heiser

Handball: HSG Fürth/Krumbach tritt zum Bezirksoberliga-Derby beim HC VfL Heppenheim an – HSG II bei Favorit Bieberau/Modau II

Fürth. „Wir wollen die nächsten schweren Auswärtspunkte holen“, sagt Stefan Eger, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten HSG Fürth/Krumbach, mit einer Mischung aus Selbstvertrauen und Respekt vor dem Gegner. Am Sonntagabend um 18 Uhr müssen die Odenwälder beim HC VfL Heppenheim ran, der mit 6:6 Punkten und Tabellenplatz sieben einen ordentlichen Start hingelegt hat.

„Das ist eine Mannschaft, die wir ganz sicher nicht unterschätzen werden. Sie spielen eine sehr giftige 3:2:1-Abwehr und haben mit Nicolas Glanzner einen super Regisseur, der überdurchschnittlich viele richtige Entscheidungen trifft“, hält Eger große Stücke auf den Heppenheimer Mittelmann.
 Den Grundstein für einen Auswärtssieg gilt es nach Ansicht des HSG-Coaches in der Deckung zu legen. „Wenn wir hinten gut stehen, kommen wir in unser Umschalt- und Tempospiel. Wenn wir dazu unsere Fehlerquote wieder gering halten, dann gewinnen wir“, nimmt Eger trotz der Stärke der Kreisstädter die Favoritenrolle an.

Mit 8:2 Punkten sind die Odenwälder im Soll, haben ihr extrem schweres Auftaktprogramm gut hinter sich gebracht. „Jetzt kommen Spiele, in denen wir punkten sollten, um oben dranzubleiben“, so Eger, der krankheits- und verletzungsbedingt einige Fragezeichen im Kader hat, aber sicher ist, eine schlagkräftige Truppe stellen zu können.

Bei den Heppenheimern sieht es hingegen personell nicht ganz so gut aus. Unter anderem der starke Torhüter Marvin Laut liegt mit einem Infekt im Bett und fällt wohl aus. „Dazu kommt, dass sich Leon Schütz am Finger verletzt hat und Manuel Kaspar privat verhindert ist“, muss HC-VfL-Trainer Simon Meier gleich auf mehrere Leistungsträger verzichten. Fürth/Krumbach sieht der Übungsleiter indes als „brandgefährlich“ an: „Sie haben einige Spieler in ihren Reihen, die eine Partie alleine entscheiden können.“ Da will er mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung dagegenhalten, um dem Favoriten aus dem Odenwald die Punkte streitig zu machen.
HSG Bieberau/Modau II – HSG Fürth/Krumbach II (Sa. 17 Uhr): „Da wird für uns nichts zu holen sein“, sieht Ingo Trumpfheller, Trainer des Handball-A-Ligisten HSG Fürth/Krumbach II, seine Mannschaft am Samstag bei der HSG Bieberau/Modau II eindeutig in der Außenseiterrolle. „Wir bekommen es mit einer ganz starken Mannschaft mit einigen höherklassig erfahrenen Spielern zu tun“, weiß Trumpfheller und ist sich sicher: „Die werden ein deutliches Wort um den Aufstieg mitreden.“

Aber verstecken muss sich Fürth/Krumbach auch nicht. Mit jetzt 8:4 Punkten hat das Team einen sehr guten Saisonstart hingelegt, „der aber gerne noch besser hätte sein dürfen“, trauert Trumpfheller den Zählern aus der jüngsten 24:31-Niederlage nach. „Das war unnötig“, so der Coach vor dem Spiel beim Titelfavoriten, in dem „es für uns darum geht, uns so teuer wie möglich zu verkaufen.“ mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 20.10.2022