02.03.2024

Die bessere Mannschaft gewinnt

Fürth/Krumbach. Die HSG Fürth/Krumbach behielt auch im Rückrunden-Derby gegen den TV Siedelsbrunn die Oberhand in der Frauenhandball-Bezirksoberliga. Mit 28:20 (13:10) gewannen die Fürtherinnen in eigener Halle am Ende deutlich gegen den Nachbarn, der in der Schlussphase der Partie jegliche Gegenwehr vermissen ließ. „Wir haben uns in den letzten Minuten regelrecht abschießen lassen“, ärgerte sich TV-Vorstandsmitglied Siegfried Röth.

Dabei war der Wille auf beiden Seiten zunächst groß, wie HSG-Trainer Franz-Josef Höly beobachtete. Vor großer Kulisse starteten die Mannschaften mit viel Elan, und bis in die 8. Minute hinein war das Derby auch ausgeglichen. Dann aber rissen die Gastgeberinnen das Heft des Handelns an sich und zogen bis zur 21. Minute auf 10:6 davon. Fürth offenbarte die nötige Aggressivität vor allem in der Abwehr, was Röth bei der eigenen, ersatzgeschwächten Sieben schmerzlich vermisste. „Will man ein solches Derby vor einer imposanten Kulisse gewinnen, muss man auch mal über sich hinauswachsen“, sagte der TV-Funktionär: „Dies war am Sonntag von einigen Aktiven auf TV-Seite nicht zu sehen.“

Sieben Siebenmeter ungenutzt

Die HSG funktionierte gut und Höly freute sich über spielerische Grundlagen, die allesamt stimmten. Dennoch leisteten sich die Fürtherinnen auch diesmal wieder einige Schwächephasen, etwa Mitte der ersten Halbzeit, als die Gastgeberinnen viele Chancen ungenutzt ließen. Siedelsbrunn war aber nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Die Gäste agierten vor dem Tor unglücklich und ließen unter anderem insgesamt sieben Siebenmeter ungenutzt. „Das kann einfach nicht sein“, ärgerte sich Röth. Und so war der Sieg der Fürtherinnen nie in Gefahr. Die HSG kam in der zweiten Halbzeit sogar ohne Leistungsträgerin Diana Helferich, die wegen Kreislaufproblemen ausstieg, noch gut zurecht.

„Beim 20:23 in der 54. Minute waren wir noch einmal auf Tuchfühlung“, beobachtete Röth. Siedelsbrunn konnte das Spiel aber nicht mehr drehen: „Der Sieg für Fürth geht auch in dieser Höhe in Ordnung.“

„Wir waren insgesamt die bessere Mannschaft, haben immer geführt und verdient gewonnen“, freute sich HSG-Trainer Höly.

HSG Fürth/Krumbach: Emig, Müller – Brandenburger (13/7), Niklas (1), Unrath (1), Wagner (3), Dörsam (1), Helferich (2), Renner (1), Decker (2), Dingeldein (4), Hüttig, Thiede.
TV Siedelsbrunn: Berghegger, Büyükodabasi (3), Lang (2), Mottl (2), Schmitt (4/4), Jäger (1), Nikisch (2), T. Jöst (5/4), Eder (1), Kredel, Wojcik, Schork, K. Jöst, Karl. jaz

Quelle: Odenwälder Zeitung, 04.02.2020