19.04.2024

Die Gäste ziehen sich gut aus der Affäre

Fürth/Krumbach. Die Rollen waren schon im Vorfeld klar verteilt: Auf der einen Seite das noch sieglose Schlusslicht HSG Fürth/Krumbach II, auf der anderen Seite der Tabellenführer und Meisterschaftsfavorit FSG Lola. „Für uns geht es darum, uns achtbar aus der Affäre zu ziehen“, lautete denn auch die Forderung von Gerald Röder, Trainer des Frauen-A-Ligisten aus dem Odenwald, vor dem Spiel beim Primus in Lampertheim. Und seine Mannschaft verkaufte sich tatsächlich ordentlich, hielt die Niederlage mit 20:29 (7:15) im Rahmen.

„Kämpferisch war das wirklich top“, fand Röder. „Wir haben nie aufgegeben und immer weiter gekämpft.“ Dabei sah es für die HSG auch personell alles andere als gut aus, nachdem kurzfristig noch Ausfälle zu beklagen waren. Dafür fuhren reaktivierte Routiniers mit und noch zwei Spielerinnen aus der ersten Mannschaft. „Wir hatten eine ziemlich zusammengewürfelte Mannschaft am Start und entsprechend lief es in der ersten Hälfte noch nicht wirklich rund im Zusammenspiel“, so Röder, der aber nach dem Seitenwechsel eine deutliche Leistungssteigerung sah: „Da hat es schon besser geklappt. Wenn wir dann noch eine bessere Chancenverwertung an den Tag gelegt hätten, wäre die Niederlage noch geringer ausgefallen.“ Als die Gastgeberinnen loslegten wie die Feuerwehr und 9:2 (15.) und 15:5 (26.) führten, schien sich eine deftige Packung für Fürth anzubahnen. Aber während andere Gegner bei solchen Rückständen schon die Segel strichen und ergaben, kämpfte die HSG weiter, hielt den Rückstand im zweiten Abschnitt im Rahmen und schaffte in der Schlussphase noch etwas Ergebniskosmetik bis zum 20:29.
HSG Fürth/Krumbach II: Müller – Schüle (4), Hahn, Bähr (1), Dörsam (1), Erny, Weber (5/2), Ehret, Thiede, Hüttig (2/2), Wagner (4), Kloth (2), Pfeifer (1). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 07.02.2022