17.07.2024

Die Spannung hochhalten

Nach dem Heimsieg gegen den TSV Pfungstadt hat Yannik Kaiser mit der HSG Fürth/Krumbach in Bensheim das nächste Spitzenspiel vor der Brust. Bild: Fritz Kopetzky

Handball: HSG Fürth/Krumbach hat in Bensheim schon wieder ein Spitzenspiel

Fürth/Krumbach. Mit großem Respekt, aber auch ebensolchem Vertrauen in die eigene Stärke fährt die HSG Fürth/Krumbach am Sonntag (18 Uhr) zum Auswärtsspiel bei der HSG Bensheim/Auerbach. Es ist das Spitzenspiel an diesem Wochenende der Handball-Bezirksoberliga, schließlich treten die Odenwälder als Dritter (12:2 Punkte) beim Vierten (12:4) an.

„Das wird ein ganz schweres Spiel gegen eine ganz starke Mannschaft“, erklärt Fürths Trainer. Doch der erfahrene Coach ist sich sicher: „Wenn es uns gelingt, unser Spiel durchzudrücken, dann werden wir gewinnen.“ Viel wird aber auch davon abhängen, ob es der Eger-Sieben gelingt, mental auf dem Level vom vergangenen Wochenende zu bleiben, als man mit einer herausragenden Leistung dem Tabellenzweiten TSV Pfungstadt die erste Saisonniederlage beibrachte und souverän mit 31:27 gewann. „Daran müssen wir anknüpfen. Wir müssen die Spannung hochhalten, wenn wir die nächsten schweren Auswärtspunkte holen wollen“, so Eger, der in dieser Woche seine Mannschaft intensiv auf die spielstarken Bensheimer vorbereitet hat.

Für Moritz Brandt, Trainer der HSG Bensheim/Auerbach, ist Fürth der Favorit, „aber wir sind die Jäger“, würde er nur zu gerne das Derby für sich entscheiden. „Wir wissen, was uns erwartet, und wir wissen, dass das ein enges Spiel werden wird. Ich gehe davon aus, dass am Ende Nuancen entscheiden werden.“

Deutlich leichter scheint da die Aufgabe, die auf die HSG Fürth/Krumbach II in der Bezirksliga A wartet – zumindest auf dem Papier. Das Team von Trainer Ingo Trumpfheller ist am Samstag (17.30 Uhr) bei der TG Eberstadt am Ball und ist als Sechster beim Drittletzten klarer Favorit. „Diese Rolle nehmen wir auch an“, so Trumpfheller, der aber auch beobachtet hat, dass Eberstadt schon einige knappe Niederlage kassierte: „Sie sind auf alle Fälle besser, als es der Tabellenstand vermuten lässt.“ Von seinem Team fordert er wieder ein verbessertes Deckungsspiel gegen einen Gegner, „gegen den wir körperlich unterlegen sein werden“.

Jäckel bricht sich das Nasenbein

Fehlen wird Odenwäldern Malte Jäckel, der sich im Training einen Nasenbeinbruch zuzog, sowie Moritz Weber nach einer Kiefer-Operation. „Zudem sind ein paar Spieler etwas angeschlagen, aber das geht jeder Mannschaft derzeit so“, sieht Trumpfheller sein Team trotzdem gut aufgestellt.

Offenes Frauenderby

Völlig offen scheint indes das Derby der Frauen-Bezirksoberliga zwischen der HSG Fürth/Krumbach und dem direkten Tabellennachbarn SV Erbach am Sonntagabend (18 Uhr, Schulsporthalle). Für HSG-Trainer Martin Guthier, dessen Heimatverein der SVE ist, sind die Erbacherinnen „extrem schwer auszurechnen. Das ist eine spielstarke und brandgefährliche Mannschaft“. Wichtig wird für die Fürtherinnen sein, dass sie ihre Chancenverwertung gegenüber der 21:27-Niederlage gegen Heppenheim wieder verbessern. Dann ist mit dem Heimvorteil im Rücken ein Sieg greifbar.

Schwer wird es für die A-Liga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II, die am Sonntag (16 Uhr) die ambitionierte SKG Roßdorf empfangen. HSG-Trainer Gerald Röder sieht seine Mannschaft aber durchaus gut aufgestellt, fordert aber gegenüber der 22:25-Niederlage in Biblis „eine deutliche Reduzierung der technischen Fehler und wir müssen unsere Chancen reinmachen“, so der Coach. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 10.11.2022