13.06.2024

Diese Hürde ist hoch

Die HSG Fürth/Krumbach (beim Wurf Jascha Schuricht) muss nach dem Heimsieg gegen die SG Arheilgen zeigen, dass sie auch bei einem Titelanwärter bestehen kann. Bild: Ernst Lotz

Handball: HSG Fürth/Krumbach gastiert beim Meisterschaftsfavoriten ESG Crumstadt/Goddelau

Fürth/Krumbach. Eine hohe Auswärtshürde steht am Samstagabend (19.30 Uhr) vor den Handballern der HSG Fürth/Krumbach: Das Team von Trainer Stefan Eger muss bei der ESG Crumstadt/Goddelau ran und damit bei der Mannschaft, die seit Jahren um die Meisterschaft mitspielt und auch diesmal wieder zu den Top-Anwärtern auf den Titel zählt. „Da fahren wir aber ganz entspannt hin.

Wir haben mit unseren beiden Siegen zum Saisonstart eine gute Ausgangsposition verschafft und der Druck liegt eindeutig auf Crumstädter Seite“, erklärt Eger. Die Gastgeber absolvierten erst eine Partie und kamen dabei gegen Bensheim/Auerbach nicht über ein 27:27 hinaus. „Ich habe das Spiel zwar nicht gesehen, aber mir die Statistik angeschaut. Da war schon auffallend, dass Crumstadt 14 Zeitstrafen kassierte, Bensheim nur drei“, so der Trainer, der daraus seine Schlüsse zieht: „Wir müssen diszipliniert spielen und uns auf uns konzentrieren.“

Von der eigentlichen Taktik wird Eger indes nicht abrücken: „Es geht wieder darum, dass wir gut verteidigen und dabei besonders Crumstadts Dirk Schild in den Griff bekommen. Vorne müssen wir geduldig spielen, wenn wir es nicht schaffen, über die erste und zweite Welle zum Erfolg zu kommen“, erklärt der Coach die Marschrichtung. „Insgesamt gilt es, gegenüber den bisherigen Spielen, wieder ein paar Kleinigkeiten besser zu machen.“ Dabei ist Eger überzeugt, dass eine ähnliche Leistung wie zum Saisonstart beim 25:24-Erfolg bei Landesliga-Absteiger Groß-Rohrheim auch diesmal zu einem Sieg reichen wird, zumal es auch personell gut aussieht und die zuletzt siegreiche Mannschaft wieder zur Verfügung steht.

Zweite ist Außenseiter

Nur Außenseiterchancen hat hingegen die HSG Fürth/Krumbach II in der Bezirksliga A, die am Sonntagabend um 18 Uhr beim Meisterschaftsfavoriten TV Trebur zu Gast ist. „Für mich ist diese Mannschaft der Aufstiegskandidat Nummer eins“, hat HSG-Trainer Ingo Trumpfheller großen Respekt vor dem TVT mit Trainer Tobias Führer. Aber verstecken müssen sich die Odenwälder nicht, sie fahren mit dem Rückenwind von zwei Auftaktsiegen dorthin. „Und wir haben in dieser Woche wieder gut trainiert, die Stimmung ist gut und alle Mann sind an Bord“, so Trumpfheller. Wieder im Kader stehen werden Nils Klink und Malte Jäckel, womit die HSG im Rückraum noch flexibler agieren kann. „Wichtig wird aber sein, dass wir in der Deckung gut stehen und wieder schnell nach vorne spielen. Das ist momentan unsere Stärke“, erklärt der Coach.

Während die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach an diesem Wochenende spielfrei sind, muss die A-Liga-Reserve von Trainer Gerald Röder am Samstagabend (19 Uhr) zur HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten. „Mit Rüsselsheim erwartet uns ein ganz eingespieltes, routiniertes Team, das gerade zu Hause sehr unangenehm zu spielen ist“, kennt Röder den Gegner bestens. „Für uns wird es in erster Linie darauf ankommen, dass wir im Angriff unsere Chancen konsequenter nutzen, als zuletzt. Wenn uns das gelingt, ist vielleicht eine Überraschung möglich.“ mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 22.09.2022