02.03.2024

Es fehlen doch zu viele „Körner“ | Regina Helferich trifft sicher

Es fehlen doch zu viele „Körner“

HSG Fürth/Krumbach rutscht nach 18:33 in Walldorf noch auf Platz vier der Handball-Bezirksoberliga ab.

Fürth. Zu gerne hätte die HSG Fürth/Krumbach ihren Platz auf dem Treppchen in der Frauenhandball-Bezirksoberliga verteidigt. Doch am letzten Spieltag rutschten die Odenwälderinnen durch eine deutliche 18:33-(7:19)-Niederlage im Verfolgerduell bei der TGS Walldorf II tatsächlich noch auf Platz vier ab, Walldorf ist Dritter.

„Mir war klar, dass es nach dem Aus im Meisterschaftsrennen durch das 29:30 im extrem intensiven Spiel gegen den neuen Titelträger und Landesliga-Aufsteiger Egelsbach für meine Spielerinnen schwer werden würde“, sah HSG-Trainer Martin Guthier den Grund für die Chancenlosigkeit an diesem Tag in der Partie eine Woche zuvor. „Da hatten die Mädels schon alles reingehauen“, so der Coach. „Diesmal haben sie zwar alles versucht und kämpferisch gibt es nichts vorzuwerfen, aber man hat schon erkennen müssen, dass die nötigen Körner fehlten.“
 Hinzu kam, dass Fürth/Krumbach gerade in der Anfangsphase auch viel Pech hatte. Alleine bis zum 4:11 (14.) scheiterte die HSG viermal am Torholz. „Wenn wir da statt 4:11 nur 8:11 hinten liegen, dann bekommt das Spiel vielleicht noch eine andere Dynamik. Aber so war das schon die Vorentscheidung“, erklärte Martin Guthier, dessen Team in der Folge mit 7:19 ins Hintertreffen geriet.

„Walldorf hat das heute richtig gut gemacht. Wenn die TGS diese Leistung kontinuierlich in dieser Runde gebracht hätten, würden sie in der Tabelle ganz oben stehen“, zollte der HSG-Trainer den Gastgeberinnen Respekt für eine druckvolle Angriffsleistung und eine stabile Defensive. „Da hatten wir es wirklich extrem schwer. Wir schafften es nicht, die Aktionen der TGS früh genug zu unterbinden und bekamen keinen richtigen Zugriff in unserer Deckung“, so Guthier.

In der zweiten Hälfte blieben die Gastgeberinnen weiter klar vorne, auch wenn Fürth/Krumbach nun etwas besser mitspielen konnte und bis zum 17:27 (53.) der Rückstand nicht weiter anwuchs. Erst in der Schlussphase lief dann wieder gar nichts mehr zusammen und Walldorf zog auf 33:17 davon, ehe Elena Weber mit einem verwandelten Strafwurf das 18:33 markierte und damit den letzten Treffer einer packenden Spielzeit für die Odenwälderinnen erzielte.

„Jetzt machen wir erstmal etwas Pause und dann treffen wir uns auf dem Beachhandball-Platz, um uns auf unser eigenes Turnier an Pfingsten etwas vorzubereiten. Aber jetzt müssen wir erst mal die Akkus wieder etwas aufladen“, so Martin Guthier nach dem Saisonfinale.

HSG Fürth/Krumbach: Guthier, Müller – Brandenburger (1), Weber (7/4), Beye (3), Annika Dörsam, Scholl (1), Reimund, Schüle, Johanna Dörsam (2), Jana Dörsam (1), Obermeier (2), Kloth, Dingeldein (1). mep

Regina Helferich trifft sicher

22:17 für HSG Fürth/Krumbach II in Darmstadt.

Fürth. Das war noch einmal ein Abschluss nach Maß: Die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II gewannen ihr letztes Saisonspiel bei der TGB Darmstadt II verdient mit 22:17 (8:6) und beenden die A-Liga-Runde als Sechster mit 10:18 Punkten. „Das ist absolut in Ordnung“, findet HSG-Trainer Gerald Röder. „Wir hatten eine Spielzeit mit Höhen und Tiefen, aber unterm Strich war es eine positive Entwicklung und wir konnten uns aus dem Abstiegskampf eigentlich raushalten“, sieht er die Ziele erreicht.

Besonders bemerkenswert: An den letzten beiden Spieltagen zeigten die Odenwälderinnen noch einmal, dass sie viel gelernt haben: „Bei den Siegen gegen Büttelborn und gerade jetzt auch gegen Darmstadt hat mein Team das richtig gut gemacht“, lobte Röder.

Gegen die ambitionierten Gastgeberinnen hatte Fürth/Krumbach anfangs noch etwas Probleme, lag nach einer Viertelstunde mit 3:6 hinten. „Dann haben wir uns aber gesteigert, besonders in der Deckung“, so der Coach, der Torhüterin Cathrin Müller besonders lobte: „Sie war ein herausragender Rückhalt hinter einer immer besser werdenden Abwehr.“

So gelang der HSG schnell der 6:6-Ausgleich und beim 10:6 (33.) war Fürth/Krumbach sogar mit einem 7:0-Lauf auf vier Tore davongezogen. „Als es darauf ankam, haben wir auch unsere Chancen konsequent verwertet“, freute sich Gerald Röder, nachdem die Trefferquote über weite Teile der Saison ein Manko seiner Mannschaft war. Nachdem Darmstadt auf 14:15 verkürzt hatte (49.), wurde es zwar noch einmal eng, aber als Regina Helferich sechs Minuten vor dem Ende einen Strafwurf zur neuerlichen Vier-Tore-Führung verwandelte (18:14), war das Spiel entschieden.

HSG Fürth/Krumbach II: Müller – Helferich (5/4), Laupichler (1), Pfeifer, Bühler, Thiede, Ehret (2), Renner (5), Bauer (3/2), Johanna Dörsam, Flath (5), Annika Dörsam (1). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 02.05.2023