Es fehlt die Zeit

Die Tore von Elena Weber wird die HSG Fürth/Krumbach in der neuen Saison der Handball-Bezirksoberliga wieder gut gebrauchen können. Bild: Fritz Kopetzky

Handball: Nach einer mäßigen Vorbereitung weiß die HSG Fürth/Krumbach nicht, wo die Mannschaft steht

Fürth/Krumbach. Wo stehen die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach vor der am Sonntag (18.) mit dem Heimspiel gegen die HSG Dornheim/Groß-Gerau beginnenden Bezirksoberliga-Saison? „Schwer zu sagen“, meint ihr Trainer Martin Guthier. „Die Vorbereitung lief wirklich schlecht, viele Testspiele wurden kurzfristig abgesagt und komplett trainieren konnten wir eigentlich auch nie“, erläutert der Coach, der in seine zweite Saison bei den Odenwälderinnen geht.

Gerne hätte er das junge Team weiterentwickelt, neue mannschaftstaktische Dinge eingeführt, „aber dafür war leider zu wenig Zeit und es waren einfach zu wenige Spielerinnen im Training“, gibt er zu. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Viele Fürtherinnen müssen in den Sommerferien in den Urlaub fahren und die Ferien gingen bis letzte Woche. Dass die Sporthalle wegen Reinigungsarbeiten drei Wochen nicht zur Verfügung stand und in dieser Phase im Freien trainiert werden musste, kam erschwerend hinzu.
 „Jetzt gehen wir in unser erstes Spiel gegen die HSG Dornheim/Groß-Gerau und müssen mal schauen, was geht“, so Guthier. Entgegen kommt Fürth/Krumbach, dass danach gleich wieder eine Pause ist, ehe am 2. Oktober der Titelkandidat Bieberau-Modau in die Schulsporthalle kommt. „Bis dahin können wir hoffentlich ein bisschen aufholen, was noch fehlt“, erklärt der Coach: „Ich denke aber schon, dass die Hinrunde nicht ganz einfach für uns werden wird, wobei das auch davon abhängt, wie es in den letzten Wochen bei den anderen Mannschaften gelaufen ist.“

Viele Testspiele abgesagt

Ursprünglich hatte Guthier sieben Testspiele ausgemacht, gleich sechs davon wurden – teils sehr kurzfristig – abgesagt. Glücklicherweise konnte er noch Trainingspartien ausmachen, „aber in der Summe war das zu wenig“. Immerhin: Die HSG stellt eine eingespielte Mannschaft. Mit Diana Helferich und Vanessa Wagner pausieren zwei Spielerinnen, alle anderen sind an Bord geblieben.

Aus der zweiten Mannschaft rückte Lilly Schüle nach, aus der ebenfalls von Martin Guthier trainierten A-Jugend kommt Luna Scholl. „Das passt so weit gut“, meint der Übungsleiter. Und auch wenn die Vorbereitung nicht nach dem Wunsch des Trainers verlief, perspektivisch sieht er seine Mannschaft und die HSG Fürth/Krumbach allgemein gut aufgestellt: „Im Laufe der Saison erreichen einige Spielerinnen aus der A-Jugend das Alter, in dem sie ein Erwachsenenspielrecht erhalten können und dann auch allmählich bei uns in der ersten oder zweiten Mannschaft eingebunden werden. Da rücken in den nächsten zwei, drei Jahren wirklich gute Mädels nach“, freut er sich, dass entgegen dem Trend in Fürth die so wichtige Blutauffrischung aus den eigenen Reihen erfolgen kann.

Sicherer Mittelfeldplatz

Und ganz schwarz darf man auch für die jetzt beginnende Spielzeit nicht sehen. Vom letztjährigen fünften Rang sieht Guthier sein Bezirksoberliga-Team zwar noch etwas entfernt, aber mit Rang sechs bis acht nimmt er einen sicheren Mittelfeldplatz in Angriff. Und sollte die Mannschaft doch gut aus den Startlöchern kommen, ist das Saisonziel leicht nach oben zu korrigieren. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 13.09.2022