19.04.2024

Fast schon ein „Luxusproblem“

Die HSG Fürth/Krumbach II verfügt über einen großen Kader: David Thaler (beim Wurf) will mit seinen Mannschaftskameraden in der vorderen Tabellenhälfte landen. Bild: Sascha Lotz

Handball: Die HSG Fürth/Krumbach II verfügt über einen großen Kader und will in der Bezirksliga A nach vorne orientieren

Fürth. Die HSG Fürth/Krumbach II peilt in der Handball-Bezirksliga A einen Platz in der vorderen Tabellenhälfte an. Mit vier Zugängen aus der eigenen Jugend und keinen Abgängen kann HSG-Trainer Ingo Trumpfheller auf einen großen Kader zurückgreifen, aber schon die Vorbereitung zeigte, dass nur in den seltensten Fällen alle Mann an Bord sind. „Auf dem Papier sind wir 23“, erzählt Trumpfheller, „aber im Training sind wir meist 14 bis 16.“

Angesichts der Tatsache, dass das A-Liga-Team bei seinen Übungseinheiten immer nur eine Hallenhälfte zur Verfügung hat, ist der Coach aber fast schon froh, dass er nicht mit kompletter Kapelle da steht. Dass in Fürth angesichts des großen Kaders fast schon ein Luxusproblem herrscht, dessen ist sich der Trainer bewusst. An den Spieltagen wird er immer wieder Akteure aussetzen lassen müssen. „Wir sind schon gut besetzt“, ist Trumpfheller überzeugt.

Siegermentalität vermitteln

Dabei macht ihm die Arbeit mit der jungen Mannschaft – das Durchschnittsalter beträgt rund 21 Jahre – sehr viel Spaß: „Es wird gut mitgezogen, und ich versuche, den Jungs eine Siegermentalität zu vermitteln.“ Bis Anfang September spielte Fürth/Krumbach II bei der Freundschaftsspielrunde um den Bembel-with-care-Cup mit, wurde dabei zwar nur Letzter, aber für Ingo Trumpfheller war die Teilnahme ein wichtiger Teil der Vorbereitung. Gerade gegen die höherklassigen Gegner wurden die Schwächen der HSG deutlich aufgezeigt. „Unser Ziel ist es, uns zu stabilisieren und uns gerade in der Abwehr noch deutlich zu steigern. Da haben wir noch das meiste zu tun“, hat Trumpfheller erkannt. Der Coach selbst wird auch noch das Trikot überstreifen. Der am 10. Oktober 42 Jahre werdende Vollblutsportler fühlt sich noch fit genug, seinem Team zu helfen „und ich habe da auch noch richtig Bock drauf“, fügt er hinzu. Gerade für die jungen Spieler ist dabei sicherlich von Vorteil, wenn der Routinier hin und wieder die Fäden auch auf dem Spielfeld in die Hand nimmt und dadurch mehr Einflussmöglichkeiten hat, als nur von der Bank. mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 23.10.2021