19.04.2024

Fürther Frauen spielen sich in einen Rausch

Neele Roth (beim Wurf) und die HSG Fürth/Krumbach zeigten gegen Weiterstadt eine Glanzleistung.

Die HSG Fürth/Krumbach fegt den Meisterschaftskandidaten HSG Weiterstadt mit 41:23 (17:10) aus der Halle. Der Trainer in spe ist begeistert.

Das war furios, was die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach am Sonntagabend auf die Platte zauberten: Das Bezirksoberliga-Team fertigte den haushohen Favoriten und Meisterschaftskandidaten HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden klar und deutlich mit 41:23 (17:10) ab. „Heute hat bei uns einfach alles funktioniert“, freute sich Fürth/Krumbachs Trainer Daniel Werner, der diesmal wie abgesprochen den erkrankten Martin Guthier beim Coaching ersetzte.

Guthier nahm zwar auch schon wieder auf der Bank Platz, hielt sich aber merklich zurück, überließ Werner das Kommando und beschränkte sich auf das Führen der Statistik. „Nächste Woche wird er aber wohl wieder das Zepter führen“, glaubt Daniel Werner, dass der Einsatz an Bezirksoberliga-Coach erst mal beendet ist, ehe es nach der Runde so richtig los geht. Dann übernimmt er wie berichtet tatsächlich das Team. „Das war heute schon ein schöner Vorgeschmack und ich konnte mich noch einmal von dem Potenzial überzeugen, das in dieser Mannschaft steckt“, hat Werner der Job sichtlich Spaß gemacht.

Basierend auf einer überragenden, sehr kompakten, aber doch beweglichen Deckung setzte sich Fürth früh ab. Immer wieder liefen die Konter der Gastgeberinnen, alleine zehnmal war das Team über die erste Welle erfolgreich, etliche Male noch über die zweite Welle.

„Weiterstadt hatte tatsächlich keine Chance“, wirkte auch Werner ein Stück weit überrascht. Als die Odenwälderinnen nach der Pause dann auf 22:12 erhöhten (36.) war auch der letzte Widerstand gebrochen und die Fürtherinnen spielten sich noch in einen regelrechten Rausch, während Weiterstadt die Segel strich.

HSG Fürth/Krumbach: Stephan, Ruff – Brandenburger (12/7), Roth, Annika Dörsam (8), Ehret (2), Reimund, Johanna Dörsam (2), Jana Dörsam (1), Obermeier (5/2), Jöst (6), Kloth (1), Dingeldein (4).

HSG Fürth/Krumbach II – HSG Langen 26:17 (10:8)

Die A-Liga-Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach II haben eine beeindruckende Reaktion gezeigt: Eine Woche nach dem bitteren 20:22 gegen den bis dato sieglosen Letzten Roßdorf fertigte das Team von Trainer Gerald Röder nun den Titelaspiranten HSG Langen mit 26:17 (10:8) ab. „Ich muss meinen Spielerinnen ein ganz großes Kompliment machen. Sie haben heute sehr diszipliniert gespielt und vor allem nach der Pause mit einer ganz kompakten Deckung den Gegner bezwungen“, lobte Fürths Trainer Gerald Röder. „Wir haben das ganz konsequent gelöst“, freute er sich, gab aber auch zu, dass Langen ersatzgeschwächt war. „Aber sie hatten immer noch eine richtig starke Mannschaft am Start.“ Schon in der ersten Hälfte legten die Odenwälderinnen ab dem 5:5 immer vor, leisteten sich aber kurz vor der Pause noch zwei, drei individuelle Fehler, sodass es nur 10:8 hieß. Dafür lief es dann nach dem Seitenwechsel wie am Schnürchen, bereits beim 20:11 (46.) war die Entscheidung gefallen.

HSG Fürth/Krumbach II: Hess, Müller – Regina Helferich (3), Laupichler (4), Hahn (2), Pfeifer, Bähr, Diana Helferich (2), Ehret (2), Renner (2), Wagner (5), Kusch (1), Bauer (4/4), Carolin Dörsam (1). mep

Quelle: Odenwälder Zeitung, 27.02.2024