19.04.2024

Keine Experimente bei der HSG Fürth/Krumbach

Ingo Trumpfheller muss bei der HSG Fürth/Krumbach einen personellen Umbruch in Angriff nehmen.

Der bisherige Zweitmannschaftstrainer Ingo Trumpfheller übernimmt im Sommer das Bezirksoberliga-Team.

Bei der HSG Fürth/Krumbach macht man keine Experimente, sondern setzt auf bewährte Kräfte: Eine Woche nachdem man mit Daniel Werner den seitherigen Trainer der weiblichen B-Jugend als Nachfolger für den nach der Runde den Verein in Richtung HSG Worms verlassenden Martin Guthier vorstellte, wurden auch die Männer in den eigenen Reigen fündig: Der aktuelle Zweitmannschafts-Coach Ingo Trumpfheller übernimmt nach dem letzten Saisonspiel Mitte Mai das Bezirksoberliga-Team. Dabei wartet auf den 44-Jährigen Vollbluthandballer die anspruchsvolle Aufgabe, einen Umbruch durchzuführen.

„Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung. Die Mannschaft kenne ich schon lange und auch die Liga“, erinnert Trumpfheller daran, dass er vor seiner 2021 begonnenen Tätigkeit bei der HSG auch schon den TV Siedelsbrunn über vier Jahre in der Bezirksoberliga coachte. Zuerst als Spielertrainer, dann vorrangig als Trainer. „Viele Mannschaften und Spieler kennt man noch“, betont Trumpfheller.

Logische Schlussfolgerung

Für die Abteilungsleitung der Odenwälder ist Ingo Trumpfheller die logische Schlussfolgerung. „Ein paar erfahrene Spieler werden aufhören, es müssen junge nachrücken, die jetzt schon in der zweiten Mannschaft spielen und dort unter Ingo sich schon sehr gut entwickelt haben“, erläutert Lars Richter als Sprecher und zugleich Spieler der ersten Mannschaft. „Zudem verfügt er über viel Erfahrung und wir sind uns sicher, dass er die sicherlich nicht leichte Aufgabe meistern wird.“

Trumpfheller selbst ist überzeugt, dass er in der A-Liga-Mannschaft „bestimmt fünf, sechs Spieler“ hat, die den Sprung nach oben schaffen können. „Einige haben wir ja schon im Laufe der Runde nach oben abgegeben und das hat gut geklappt.“ Gleichzeitig fordert er aber auch Geduld: „Hier in Fürth war man in den letzten Jahren schon verwöhnt. Jedes Jahr wurde um die Meisterschaft mitgespielt. Das können wir mit unserem anstehenden Umbruch nicht versprechen, aber er muss jetzt einfach angegangen werden, die jungen Spieler müssen die Verantwortung übernehmen.“

Das soll aber nicht bedeuten, dass die HSG nicht mehr wettbewerbsfähig sei. Einen Platz „irgendwo in der vorderen Hälfte“ sieht Trumpfheller als realistisch an. „Dazu wird unser Potenzial auf alle Fälle ausreichen“, ist er überzeugt.

Gedanken hat sich der zukünftige Trainer der ersten Mannschaft auch schon über die Ausrichtung des Teams gemacht: „Wir werden unseren dann wieder wesentlich breiteren Kader nutzen, um 60 Minuten Tempo zu machen. Die Deckung wird variabler werden, auch mal sehr offensiv, und dann müssen die Jungs Gas geben“, so Trumpfheller, der sich eine breite Basis wünscht.

Geringe Trainingsbeteiligung

„Das hat diese Runde teilweise nicht gut ausgesehen. Da hatten die Trainer der ersten Mannschaft sechs, sieben Spieler in den Übungseinheiten und dann kam ich mit der Zweiten und hatte teils an die 20 Spieler. Es war klar, dass sich da was ändern musste“, erinnert Ingo Trumpfheller daran, dass vor der Runde schon der eine oder andere Spieler beruflich bedingt kürzer treten musste oder sogar ganz aufhörte.

Ingo Trumpfheller wird die Nachfolge von Sebastian Eisenhauer antreten, der im Dezember für Stefan Eger einsprang, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegte. Dass Eisenhauer nur bis Rundenende das Amt ausführen würde, war von Beginn an klar und mit der Verpflichtung Trumpfhellers soll das Bezirksoberliga-Team nun zukunftsfähig gemacht werden.

Quelle: Odenwälder Zeitung, 29.02.2024